Der Hörder SC stürzte den BSV Schüren in die Depression, der TuS Rahm ließ bereits erste Sektkorken knallen. Derweil freut sich ganz Scharnhorst auf das große Derby um den Aufstieg. Der drittletzte Kreisliga-Spieltag bot auf den Dortmunder Sportplätzen Emotionen pur.

Dortmund: Kreisliga kompakt

Rahm lehnt Glückwünsche noch ab

Felix Guth
19. Mai 2008, 12:34 Uhr

Der Hörder SC stürzte den BSV Schüren in die Depression, der TuS Rahm ließ bereits erste Sektkorken knallen. Derweil freut sich ganz Scharnhorst auf das große Derby um den Aufstieg. Der drittletzte Kreisliga-Spieltag bot auf den Dortmunder Sportplätzen Emotionen pur.

Kreisliga A 1

Der TuS Rahm ist so gut wie durch: Der überlegene 2:0-Erfolg bei Germania Westerfilde (Tore: Christian Hoffmann, Stefan Schulze) und das gleichzeitige 0:0 von SuS Oespel-Kley gegen Karlsglück Dorstfeld beenden das Zittern wohl endgültig. Allerdings warten bei sechs Punkten Vorsprung mit Urania Lütgendortmund und Oespel-Kley noch zwei unangenehme Aufgaben. Glückwünsche wehrt Trainer Christian Hein deshalb noch ab, sprach aber von einem „großen Schritt in Richtung Aufstieg“.

Im Abstiegskampf muss Westfalia Kirchlinde (0:2 gegen Türkspor) im Saison-Finale einen Zwei-Punkte-Rückstand auf KF Sharri und SC Osmanlispor aufholen. Für RW Bodelschwingh geht die Spielzeit frustreich zu Ende. Fünf Niederlagen in Folge, zuletzt 3:4 beim SC Dortmund, verwischen den guten Eindruck, den das Team über zwei Drittel der Serie machte.

Kreisliga A 2

Der Hörder SC hat es tatsächlich geschafft. Beim Spitzenspiel in Schüren fügten sie dem BSV die erste Saison-Niederlage zu. Stefan Ötting staubte nach 26 Minuten im Anschluss an einen Freistoß ab – es war das „goldene Tor“ für den HSC, der jetzt nur noch zwei Punkte Rückstand hat. „Hörde hat es mehr gewollt“, meinte BSV-Trainer Peter Walter im Anschluss an die hektische Partie vor gut 400 Zuschauern. Sein ehemaliger Spieler Friedhelm Stausberg hatte seiner Mannschaft viel Biss mit in die Partie gegeben. Nun darf Hörde wieder träumen, muss aber noch zweimal gewinnen und ist auf einen weiteren Patze des BSV in dessen Duellen mit VfR Sölde und TSC Eintracht angewiesen.

Die Top-Partie bot viel Dramatik. In der 51. Minute sah Gäste-Akteur Sascha Feldens nach einem Foul im Strafraum „Gelb-Rot“. Den fälligen Strafstoß von Benedikt Zwahr parierte HSC-Keeper Thorsten Kasemann jedoch. Fünf Minuten vor dem Ende sahen auch die Schürener Christian Schulze und André Landskron die Ampelkarte. Dennoch bot sich Norman Sambale in der Schlussminute eine große Chance zum Ausgleich - wieder hielt Kasemann.

Peter Walter hofft auf einen „psychologischen Effekt“ der Niederlage. „Endlich haben wir gesehen, dass wir auch verlieren können“, meinte der Coach, der schon viel früher mit dem ersten Patzer gerechnet hatte. „Jetzt können wir befreit aufspielen.“

Dies gilt in anderer Form auch für den FC Sarajewo Bosna. Nach dem 1:2 beim VfL Hörde kann der Dauer-A-Ligist maximal noch ein Entscheidungsspiel um den zweiten Absteiger gegen TuS Neuasseln erreichen.

Kreisliga A 3

Alles ist bereitet für den großen „Showdown“. Der FV Scharnhorst zog am spielfreien Wochenende von Spitzenreiter ATC Brambauer durch ein 2:0 gegen Westfalia Wickede II nach Punkten gleich. Elayouhi und Top-Scorer Wojtinek schossen den Heimerfolg heraus In Brambauer kommt es damit am kommenden Wochenende zum Endspiel um Rang eins, bei dem den Scharnhorstern allerdings Verteidiger Adam Gratza nach seiner Roten Karte gegen Wickede fehlen wird.

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Autor: Felix Guth

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