Das Aufbäumen kam zu spät. Mit der heutigen 2:3-Pleite gegen Fortuna Herne dürfte Arminia Holsterhausen die letzte Chance doch noch einmal im Aufstiegskampf einzugreifen verpasst haben. Aus einem Sieben-Punkte-Vorsprung sind fünf Zähler Rückstand geworden. SuS Merklinde kann den Sekt langsam kalt stellen. [i]Ein Ortstermin.[/i]

Herne: Arminia Holsterhausen verliert 2:3 gegen Fortuna Herne (Ortstermin)

„Zug in Wanne vorbei gefahren“

Desirée Kraczyk
18. Mai 2008, 19:06 Uhr

Das Aufbäumen kam zu spät. Mit der heutigen 2:3-Pleite gegen Fortuna Herne dürfte Arminia Holsterhausen die letzte Chance doch noch einmal im Aufstiegskampf einzugreifen verpasst haben. Aus einem Sieben-Punkte-Vorsprung sind fünf Zähler Rückstand geworden. SuS Merklinde kann den Sekt langsam kalt stellen. [i]Ein Ortstermin.[/i]

Sowohl die Mannschaft, als auch die Anhängerschaft der Arminia befand sich in einem Zustand zwischen Hoffen und Bangen. Die 4:0-Halbzeitführung des Tabellenführers SuS Merklinde gegen BG Schwerin II ließ bereits nichts Gutes erahnen. Dennoch warf das Team von Trainer Ralf Batkowski die Flinte noch nicht ins Korn. „Wir müssen hier gewinnen, sonst ist Merklinde Meister“, so der Coach vor Anpfiff der Begegnung. [imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/007/411-7710_preview.jpeg Zu bemängeln ist die Chancenauswertung der Arminia (RS-Foto).[/imgbox]Diese Problematik war auch seinem Gegenüber Christian Braukmann klar, der auf einige Stammspieler verzichten musste, unter anderem auf Marcel Pries sowie Dennis Grönert.

Das Konzept schien auch zunächst aufzugehen. In der 25. Minute brachte Gino Grefrath, einer der stärksten Arminia-Spieler heute auf dem Platz, die Blauen in Führung. Die Abwehr der Gäste sah bei diesem Treffer nicht ganz so glücklich aus. „Das Problem lag heute bei der Chancenauswertung“, gab Batkowski nach dem Schlusspfiff zu Protokoll. Anstatt nach dem 1:0 gezielte Konter zu starten, versuchte sich unter anderem Maik Stocker zu häufig durch die Mitte zu kämpfen. [infobox-right]Die Aufstellung
SV Fortuna Herne: Nikolowski; Karacair; Grigo; Oruc, M.; Vogel; Hoffmann (90+2 Hoppe); Yilmaz; Oruc, Oktay; Günaydin; Braukmann; Ratajczak (81. Yaman)
Arminia Holsterhausen: Erlkamp; Karakurt (76. Boybauan); Bozkurt (86. Senft); Bremer; Pisarek; Schmidt, K.; Grefrath; Jedwilayties; Schmidt, J.; Stocker (65. Wilms); Reinholdt[/infobox]Kevin Schmidt agierte außerdem teilweise zu langsam und zu zögerlich im Angriff. Der erste Rückschlag kam in der 36. Minute. Anil Yilmaz glich per Handelfmeter zum 1:1 aus.

Zu Beginn der zweiten Hälfte war es zunächst die zum Saisonfinale noch einmal aufblühende Fortuna, die etwas stärker auf das Tempo drückte. Batkowski trieb seine Jungs von der Seitenlinie aus immer wieder nach vorne. In der 63. war es erneut Stocker, der durch einen zu schwachen Schuss eine weitere Tormöglichkeit vergab. Der Stürmer wurde folgerichtig kurz darauf durch Tobias Wilms ersetzt. Bevor dieser sich allerdings in die Partie einfinden konnte, hatte Oruc Oktay zum 2:1 für die Platzherren getroffen. „Ich muss unserem Gegner ein Kompliment zollen, dass sie bis zur letzten Minute an den Aufstieg gedacht haben“, äußerte sich Braukmann und meinte damit sicherlich vor allem auch die Schlussphase. [imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/007/412-7711_preview.jpeg Die Trainer Ralf Batkowski und Christian Braukmann im Gespräch (RS-Foto).[/imgbox]In der 88. Minute gelang dem kurz zuvor eingewechselten Maik Senft der 2:2-Ausgleich. Die Hoffnung hatte ab diesem Zeitpunkt wieder die Überhand. „Wir hatten in den letzten zehn Minuten gleich mehrere Hundertprozentige. Das 3:2 wäre verdient gewesen“, ärgerte sich Batkowski. Statt dessen hießt es am Ende 3:2 für Fortuna Herne.

„Wir müssen jetzt erst einmal verkraften, dass es nach einem Sieben-Punkte-Vorsprung trotzdem nicht mit dem Aufstieg geklappt hat. Das ist natürlich sowohl für die Mannschaft und den Trainer enttäuschend, als auch für den gesamten Verein und das Umfeld. An einen erneuten Angriff in der kommenden Saison können wir jetzt noch nicht denken“, resümierte Arminias Linienchef und ergänzte: „Es war die letzte Chance. Ich denke der Zug ist in Wanne vorbei gefahren und hält nun in Castrop.“

Autor: Desirée Kraczyk

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