Durch einen Last-Minute-Treffer von Massimo Ambrosini hat der AC Mailand das Champions-League-Finale erreicht. Milan unterlag dem PSV Eindhoven mit 1:3, zieht durch den 2:0-Hinspielsieg aber ins Endspiel ein.

Ambrosini schießt Milan nach Istanbul

cle
05. Mai 2005, 00:06 Uhr

Durch einen Last-Minute-Treffer von Massimo Ambrosini hat der AC Mailand das Champions-League-Finale erreicht. Milan unterlag dem PSV Eindhoven mit 1:3, zieht durch den 2:0-Hinspielsieg aber ins Endspiel ein.

Dank eines späten Tores von Massimo Ambrosini hat sich der italienische Meister AC Mailand mit viel Glück ins Finale der Champions League gezittert. Der Mittelfeldspieler traf für die Mannschaft von Trainer Carlo Ancelotti in der Nachspielzeit beim neuen niederländischen Titelträger PSV Eindhoven zum zwischenzeitlichen 1:2 und bescherte dem 17-maligen italienischen Champion trotz der 1:3 (0:1)-Niederlage nach dem 2:0-Hinspielsieg zum zehnten Mal den Einzug ins Endspiel der europäischen "Königsklasse".

Dort treffen die "Rossoneri" am 25. Mai in Istanbul auf den FC Liverpool, der sich am Dienstag durch einen 1:0-Erfolg gegen den FC Chelsea (Hinspiel 0:0) die Finalteilnahme gesichert hatte. Der Südkoreaner Ji-Sung Park erzielte bereits nach neun Minuten die Führung für die Gastgeber und schenkte Mailand damit das erste Gegentor in der Champions League nach 625 Minuten ein. Nach dem 2:0 durch Phillip Cocu (65.) sahen sich die Gastgeber schon in der Verlängerung, ehe Ambrosini mit seinem Treffer per Kopf den hohen Favoriten aus Italien erlöste. Cocus zweites Tor (90.) besaß nur noch statistischen Wert.

Vor 35.100 Zuschauern in Eindhoven durfte der Außenseiter, der schon im Hinspiel zahlreiche Chancen ungenutzt ließ, lange von der Sensation träumen. Mit einem Sturmlauf setzten die Holländer die Gäste von der ersten Minute an unter Druck. Nach dem frühen Führungstreffer setzte Stürmer Jan Vennegoor of Hesselink (28.) einen Kopfball an die Latte und PSV-Innenverteidiger Alex köpfte in der 40. Minute über das gegnerische Tor. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit rettete AC-Schlussmann Dida gegen Theo Lucius.

Milan kam hingegen nur selten gefährlich vor das Tor des Europapokalsiegers der Landesmeister von 1988. Im Spielaufbau leistete sich der AC fünf Tage vor dem vorentscheidenden Meisterschaftsspiel in der Serie A gegen Rekordmeister Juventus Turin zahlreiche Ballverluste. Die einzige Chance vor dem Seitenwechsel vergab der Brasilianer Kaka (11.).

Angetrieben vom überragenden Mark van Bommel war der PSV auch nach dem Wechsel das bessere Team. Zunächst hatte Torschütze Park die Möglichkeit zum 2:0 für die Truppe von Coach Guus Hiddink auf dem Fuß, als er zwölf Meter vor dem Tor freistehend über den Ball trat (49.). Weitere gute Möglichkeiten vergaben Wilfred Bouma (53.) und wiederum Alex (56.), ehe Cocu per Kopf den zweiten Treffer des PSV erzielte.

Autor: cle

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