Der SuS Haarzopf kann sich weiter Hoffnung auf den Landesliga-Aufstieg machen: In einem hart umkämpften und hochklassigen Bezirksliga-Spiel konnten sich die Gäste gegen den SV Kray mit 1:0 behaupten und behalten Tabellenführer ESC Rellinghausen im Blickfeld. Der SuS musste den Erfolg jedoch teuer bezahlen, während die Hausherren zu umständlich agierten und ihre numerische Überlegenheit nicht nutzen konnten.[i]Ein Ortstermin.[/i]

Bezirksliga 4 Niederrhein: SuS Haarzopf gewinnt Verfolgerduell

"Wir sind zwar Amateure, aber das war ein Kreisklassen-Fehler"

Aaron Knopp
23. Oktober 2006, 12:07 Uhr

Der SuS Haarzopf kann sich weiter Hoffnung auf den Landesliga-Aufstieg machen: In einem hart umkämpften und hochklassigen Bezirksliga-Spiel konnten sich die Gäste gegen den SV Kray mit 1:0 behaupten und behalten Tabellenführer ESC Rellinghausen im Blickfeld. Der SuS musste den Erfolg jedoch teuer bezahlen, während die Hausherren zu umständlich agierten und ihre numerische Überlegenheit nicht nutzen konnten.[i]Ein Ortstermin.[/i]

Die Ausgangssituation war klar: Mit sechs beziehungsweise sieben Punkten Rückstand auf Tabellenführer ESC Rellinghausen zählte im Verfolgerduell zwischen SV Kray 04 und SuS Haarzopf für beide Mannschaften nur ein Sieg. So sprach auch SV Kray-Trainer Dirk Möllensiep vor der Partie von einem „richtungsweisenden Spiel“, sah die Gäste aus Haarzopf jedoch mehr in der Pflicht: „die müssen unbedingt gewinnen“. Gesagt, getan: Ein Schnitzer in der Hintermannschaft des SV Kray machte letztlich den Unterschied zwischen zwei gleichwertigen Teams.

Trotz des enormen Drucks, der auf beiden Mannschaften lastete, sahen die nur rund 80 Zuschauer eine ansprechende Bezirksliga-Partie. Vor allem die Hausherren zeigten sich von Beginn an spielerisch stark und glänzten mit zum Teil sehr ansehnlichem Kombinationsfussball. Zumindest bis zum Strafraum der Gäste, denn da war häufig Schluss. „Wir haben hinten über 90 Minuten fast nichts zugelassen“, lobte SuS-Trainer Gräfen die Abwehrleistung seiner Truppe, deren Angriffsbemühungen lange Zeit jedoch erfolglos blieben.

Hendrik Hildebrandt war im Sturmzentrum der Gäste zu oft auf sich allein gestellt und wurde von SVK-Abwehrspieler „Dodo“ Dalikou weitgehend aus dem Spiel genommen. Insgesamt dürfte die erste halbe Stunde nicht so recht nach dem Geschmack der Haarzopfer Anhänger gewesen sein. Dann kamen die Gäste jedoch immer besser ins Spiel, um sich kurze Zeit später selbst zu schwächen. Nach einem vermeintlichen Foul an Hendrik Hildebrandt ahndete der Unparteiische die wilden Proteste der Haarzopfer mit "Rot" gegen Bilal Hamidovic und "Gelb" gegen Hendrik Hildebrandt (39. Spielminute). „Berechtigt“, wie SuS-Coach Gräfen später einräumte.

Am Spielverlauf änderte der Platzverweis indes wenig. Zwar wussten besonders die Gastgeber durch schönes, technisch versiertes Spiel zu überzeugen, ließen aber weiter an Durchschlagskraft vermissen. Eine der schönsten Kombinationen eröffnete den Gastgebern zwar vor der Pause noch die beste Gelegenheit zur Führung (43.), doch mehr als Szenenapplaus für Markus Morella sprang auch dabei nicht heraus. Nach der Pause verstrichen dann nur drei Minuten ehe ein unnötiger Fehlpass im Aufbauspiel der Hausherren SuS Stürmer Hildebrandt in Szene setzte, der im Alleingang zum 1:0 abschloss. „Wir sind zwar Amateure, aber das war ein Kreisklassen-Fehler“ schimpfte SV-Trainer Dirk Möllensiep nach der Partie.

Die Gäste aus Haarzopf beschränkten sich nun endgültig auf Defensivarbeit und Kray rannte zunehmend an. Erst Recht nachdem sich Torschütze Hildebrandt den Ermahnungen des Referees zum Trotz binnen 30 Sekunden zwei Foulspiele leistete und mit Gelb-Rot den Platz verließ (73.). Doch auch in den verbleibenden zwanzig Minuten konnten sich elf Krayer gegen neun Haarzopfer kaum nennenswerte Chancen erspielen und so blieb es beim 0:1 aus Sicht der Platzherren. „Ich weiß auch nicht, woran es lag. Wir hätten einfach noch mehr über die Außen agieren müssen. Dennoch denke ich, dass wir ein sehr gutes Bezirksliga-Spiel gesehen haben. Jetzt müssen wir auf dieser Leistung aufbauen“, gab Möllensiep zu Protokoll. Wolfgang Gräfen sah einen verdienten Erfolg seiner Truppe „Wenn man so ein Spiel mit neun Mann über die Runden bringt, ist das schon nicht unverdient.“

Autor: Aaron Knopp

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