Im Halbfinal-Hinspiel der Champions League ist Chelsea London gegen den Ligarivalen FC Liverpool nicht über ein torloses Remis hinausgekommen. Zwar spielte die Mourinho-Truppe überlegen, hatte dennoch kaum Torchancen.

Disziplinierte "Reds" trotzen Chelsea Remis ab

sew
27. April 2005, 23:07 Uhr

Im Halbfinal-Hinspiel der Champions League ist Chelsea London gegen den Ligarivalen FC Liverpool nicht über ein torloses Remis hinausgekommen. Zwar spielte die Mourinho-Truppe überlegen, hatte dennoch kaum Torchancen.

Der englische Rekordmeister FC Liverpool hat dem Favoriten FC Chelsea im ersten Teil des "Battle of Britain" ein torloses Remis abgetrotzt und darf weiter vom fünften Gewinn der europäischen Fußball-Krone träumen. Mit dem 0:0 im Halbfinal-Hinspiel der Champions League haben die "Reds" sich eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am kommenden Dienstag an der heimischen Anfield Road geschaffen.

Zuletzt hatte der UEFA-Cup-Sieger von 2001 vor 20 Jahren im Finale des Landesmeister-Wettbewerbs gestanden. Der zweite Teilnehmer des Endspiels am 25. Mai in Istanbul wird zwischen dem AC Mailand und dem PSV Eindhoven ermittelt, das Hinspiel gewannen die Italiener am Dienstag mit 2:0.

Hamann und Huth nur Zuschauer

Zu einem Treffen der beiden verbliebenen deutschen Spieler im Wettbewerb kam es vor 40.253 Zuschauern an der Stamford Bridge im Westen Londons nicht. Liverpools Dietmar Hamann fehlte weiterhin verletzt, Chelseas Robert Huth blieb nur auf der Bank.

Im bereits vierten Treffen beider Teams in dieser Saison - die ersten drei (zweimal Premier League, einmal Ligapokal-Finale) hatten die "Blues" jeweils gewonnen - begannen beide Teams mit viel Respekt voreinander. Der designierte englische Meister Chelsea, der im Viertelfinale den deutschen Rekordmeister Bayern München ausgeschaltet hatte, hatte in der 14. Minute die erste Chance, doch Stürmer Didier Drogba verzog knapp.

Lampard vergibt freistehend

Nachdem Chelseas Keeper Petr Cech einen Schuss des frei stehenden John Arne Riise pariert hatte, vergab Frank Lampard die größte Chance der ausgeglichenen und insgesamt enttäuschenden ersten Halbzeit fahrlässig: Nach einer Flanke von William Gallas und Kopfball-Ablage von Joe Cole drosch der Mittelfeld-Stratege, der im Viertelfinale gegen die Bayern insgesamt drei Tore erzielte, den Ball aus fünf Metern freistehend über das Tor.

Bis zur Pause hätte dann zweimal Liverpool, das im Achtelfinale Bayer Leverkusen aus dem Wettbewerb geworfen hatte, in Führung gehen können. Zunächst verweigerte Schiedsrichter Alain Sars aus Frankreich den Gästen nach einem Foul von Ricardo Carvalho an Jamie Carragher den fälligen Strafstoß, dann scheiterte EM-Torschützenkönig Milan Baros mit einem sehenswerten Kopfball an seinem tschechischen Landsmann Cech.

Robben-Comeback bleibt wirkungslos

Nach dem Wechsel stand Liverpool weiter sicher in der Deckung. Chelseas Coach Jose Mourinho, der nach dem Champions-League-Triumph 2004 mit dem FC Porto als erster Trainer den "Pott" in der Königklasse zweimal in Folge gewinnen könnte, verstärkte nach rund einer Stunde die Offensive und brachte den lange verletzten Niederländer Arjen Robben, später noch den Serben Mateja Kezman. Das ersehnte 1:0 fiel aber nicht.

Autor: sew

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