Im heißen Meisterschafts-Finale werden beim VfB Hüls leckere Geschütze aufgefahren. Sollte Marcel Olschewski, der in dieser Serie noch auf seinen ersten Treffer wartet, am Sonntag beim Knaller in Stadtlohn den Bann brechen, darf er sich auf einen wahren Gaumenschmaus freuen.

Hüls: Kacar freut sich auf Knaller und "kitzelt" Mitspieler

"...dann lade ich Marcel ins Nobel-Restaurant ein"

tt
16. Mai 2008, 08:40 Uhr

Im heißen Meisterschafts-Finale werden beim VfB Hüls leckere Geschütze aufgefahren. Sollte Marcel Olschewski, der in dieser Serie noch auf seinen ersten Treffer wartet, am Sonntag beim Knaller in Stadtlohn den Bann brechen, darf er sich auf einen wahren Gaumenschmaus freuen.

Team-Kollege Ercan Kacar: "Wenn Marcel tatsächlich ein Ding macht, dann lade ich ihn in ein Restaurant ein. Und ich zahle die Rechnung." Damit kein Missverständnis entsteht, schiebt Kacar nach: "Damit meine ich keine Fritten-Bude, sondern ein richtig nobles Lokal."

An dem verlockenden Angebot sieht man: Die nötige Lockerheit ist im Hülser Lager trotz der vorentscheidenden Partie beim SuS Stadtlohn vorhanden. Kacar: "Ich freue mich riesig auf das Wochenende. Das wird ein Highlight. Ich hoffe, wir haben die besseren Nerven. In den 90 Minuten muss alles abgerufen werden, bei einem Erfolg kann eigentlich nichts mehr passieren."

Dass die Hülser nach einem ganz schwachen Start ins Jahr 2008 doch wieder das Gaspedal gefunden haben, hat Gründe. Kacar: "Wir sind sechs, sieben Wochen ein richtiges Team. Vor dem Spiel machen wir immer einen Kreis zum Einschwören, unser Co-Trainer gibt dann noch letzte Erklärungen und Tipps, jeder kämpft in den Begegnungen für den Mitspieler. Genau so muss es sein, wenn man Erfolg haben will. Wir haben begriffen, worum es geht."

Auslöser für den Hallo-Wach-Effekt scheint Coach Klaus Täuber zu sein. "Der Knackpunkt", blickt Kacar zurück, "war sicherlich unser Spiel in Hiltrup. Täuber war ganz cool und meinte zu uns: Jungs, wenn ihr hier gewinnt, ist das ein ganz großer Schritt zum Aufstieg. Und wenn ihr es am Ende schafft, bleibt das 20, 30 Jahre in euren Köpfen drin. Die Worte sind mir nach wie vor in Erinnerung."

Am Sonntag könnten die markanten Täuber-Sätze mit zusätzlichem "Futter" versorgt werden. Kacar: "Stadtlohn muss kommen, schließlich wollen sie an uns vorbei. Dazu ist ein Sieg Voraussetzung. Wir befinden uns in einer guten Position, allerdings ist es nicht unsere Spielweise, nur abzuwarten 90 Minuten ein Unentschieden zu verteidigen. Grundsätzlich treten wir offensiv auf, die Außenbahnen schalten sich mit ein. So gibt es immer wieder gefährliche Situationen vor dem gegnerischen Tor."

Nicht nur für den VfB, sondern auch für den 24-Jährigen hängt viel am Aufstieg. "Wenn wir den Sprung packen, wäre das ein Anreiz für mich, weiterzumachen. Ich komme mit Boss Horst Darmstädter ohnehin gut klar. Sollten wir es packen, mache ich ein Jahr weiter, auch wenn es wegen meiner Wechselschichten schon ziemlich anstrengend ist. Aber der Aufwand würde sich für die NRW-Liga lohnen."

Autor: tt

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