Zlatan Bajramovic ist ein Mensch, der sein Herz auf der Zunge trägt.

Bajramovic ist von der Trennung enttäuscht:

„Wäre gerne geblieben“

13. Mai 2008, 09:43 Uhr

Zlatan Bajramovic ist ein Mensch, der sein Herz auf der Zunge trägt.

[box_rsprint]Kein Wunder, dass er sich enttäuscht von Schalke zeigt, nachdem Manager Andreas Müller bekannt gegeben hatte, dass der Club den auslaufenden Vertrag des Bosniers nicht verlängern werde. „Schade, ich wäre sehr gerne hier geblieben“, gab „Zlati“ gestern nach seinem letzten Besuch in der Heimkabine in der Arena zu. „Ich hätte mir gewünscht, dass der Verein mir wenigstens noch einen Einjahresvertrag gibt.“

2005 ablösefrei vom SC Freiburg nach Gelsenkirchen gekommen und in den vergangenen drei Jahren mit 64 Bundesliga-Einsätzen (sechs Tore) für die Königsblauen, deutete sich die Trennung zum Saisonende an. Wegen einer hartnäckigen Entzündung im Zeh, deren Ursache trotz einer Operation immer noch nicht gefunden werden konnte, hatte Bajramovic seit dem 2:2 am 8. Dezember 2007 in Frankfurt keine Minute mehr für die Königsblauen gespielt und in diesem Jahr sogar keine Sekunde mit der Mannschaft auf dem Trainingsplatz verbracht. „Ich bin seit einem halben Jahr verletzt und konnte mich nicht präsentieren“, weiß der 28-Jährige. „Es gibt aber Beispiele von Spielern, die todkrank waren, bei denen die jeweilige Vereinsführung den Vertrag, ohne mit den Wimpern zu zucken, dennoch um eine Saison verlängert hat“, meinte Bajramovic gestern, ohne Namen zu nennen, aber wohl Bremens Ivan Klasnic‘ meinend.

Weil er in der Hinrunde in viele Spiele „mit Schmerzen und in einem Zustand gegangen “ war, in dem „nicht einmal zehn Prozent der Mannschaft aufgelaufen“ wäre, fühlt sich der Mittelfeldrenner von Schalke nicht wirklich gut behandelt. „Über die Art und Weise bin ich noch mehr enttäuscht als über die Tatsache an sich. Es hat lediglich ein Gespräch von Mann zu Mann gegeben, in dem mir gesagt wurde, dass man nicht mehr mit mir plant“, berichtet er.

Wohin die Reise nun gehen wird, weiß der zweifache Vater nicht. Sorgen, dass er keine neue Anstellung finden wird, macht er sich aber - die Genesung vorausgesetzt - nicht. „Vielleicht gibt es ja in der Bundesliga einen Club, der mir mehr Vertrauen entgegen bringt und mich auch in meiner jetzigen Situation nimmt“, schließt Bajramovic das Kapitel Schalke mit Ärger im Bauch ab.

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