Nach dem 2:7-Debakel im Champions-League-Achtelfinale gegen Olympique Lyon dachte Thomas Schaaf vor allem an die mitgereisten Fans.

Schaaf "entschuldigt" sich für Werder-Debakel

tw
09. März 2005, 10:44 Uhr

Nach dem 2:7-Debakel im Champions-League-Achtelfinale gegen Olympique Lyon dachte Thomas Schaaf vor allem an die mitgereisten Fans. "Ich kann mich nur entschuldigen", sagte der Werder-Coach im Interview.

Mit einer enttäuschenden 2:7-Klatsche bei Olympique Lyon hat sich Werder Bremen im Achtelfinale aus der Champions League verabschiedet. Nach der höchsten Europapokal-Niederlage der Vereinsgeschichte stellte sich Werder-Trainer Thomas Schaaf den Fragen der Journalisten.

Frage: "Thomas Schaaf, Ihre Mannschaft hat mit 2:7 bei Olympique Lyon die höchste Europapokal-Niederlage der Vereinsgeschichte kassiert. Wie ist ein solches Desaster zu erklären?"

Thomas Schaaf: "Meine Spieler haben einfach keine Zweikämpfe bestritten. So kann man in der Champions League nichts gewinnen und schon gar nichts aufholen. Bisher war die Champions League ein Highlight für uns, jetzt haben wir kein gutes Bild abgegeben. Auf diese Art und Weise darf man nicht verlieren."

Frage: "Nach dem 0:3 im Hinspiel hieß es, dieses Ergebnis müssen in Lyon gerade gerückt werden. Und jetzt?"

Schaaf: "Ich kann mich für die Leistung nur entschuldigen. Speziell für unsere Fans, die viel auf sich genommen haben, um bei diesem Spiel live dabei zu sein. Ich verstehe sehr gut, dass sie nun enttäuscht sind. "

Frage: "Haben Sie mit drei Stürmern die falsche Taktik gewählt?"

Schaaf: "Wir mussten es einfach so probieren, eine andere Möglichkeit gab es nicht. Nun ist der Schuss nach hinten losgegangen und wir werden mit negativen Schlagzeilen konfrontiert werden, die weh tun. In der zweiten Halbzeit wollten wir mehr Sicherheit in unser Abwehr bringen, auch das ist uns gründlich misslungen."

Frage: "Wie lange werden wir brauchen, um dieses Debakel zu verarbeiten?"

Schaaf: "Das muss sehr schnell gehen, denn schon am Samstag geht es in der Bundesliga weiter. Es war eben ein Tag, an dem ich besser im Bett geblieben wäre. Ich werde ihn später bestimmt nicht zu den Highlights meiner Karriere zählen."

Autor: tw

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