Rummenigge plädiert für höhere Fernseheinnahmen

tw
08. März 2005, 11:25 Uhr

Karl-Heinz Rummenigge hat höhere Einnahmen für die deutschen Klubs aus den Fernsehübertragungen der Champions League gefordert. "Jetzt gilt es, die Rahmenbedingungen zu verbessern", sagte der Bayern-Vorstandschef.

Um die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, hat Bayern Münchens Vorstands-Boss Karl-Heinz Rummenigge nun höhere Einnahmen für die deutschen Klubs aus den Fernsehübertragungen von der Champions League verlangt. "Ab Sommer 2005 wird über die Fernsehvermarktung für die Zeit 2006 bis 2009 verhandelt. Jetzt gilt es, die Rahmenbedingungen für die deutschen Klubs zu verbessern", sagte Rummenigge der Tageszeitung Die Welt.

Rummenigge erhöhte damit auch den Druck auf den Privatsender Sat.1 und den Pay-TV-Anbieter Premiere, die derzeit von der "Königsklasse" berichten. "Die Summen, die aktuell bei Sat.1 und auch bei Premiere erzielt werden, sind sicherlich nicht die Wunschvorstellungen, die wir haben", sagte Rummenigge. Es könne nicht sein, dass Deutschland als "wirtschaftlich stärkstes Land von den großen fünf Fußball-Nationen in Europa Tabellenletzter ist, wenn es um die Fernseheinnahmen geht".

Rund 51 Millionen Euro von Sat.1 und Premiere

Für die Übertragungsrechte zahlen Sat.1 und Premiere insgesamt jährlich 51 Millionen Euro. Das ist nur noch knapp die Hälfte von dem, was zuvor RTL und Premiere als Rechteinhaber pro Jahr aufgebracht hatten. An der Spitze liegt das Fußball-Mutterland England, wo Pay- und Free-TV-Sender 119 Millionen Euro für die Übertragungsrechte der Champions League zahlen.

"Wenn die Schere in punkto Fernseheinnahmen weiter auseinander geht, werden wir Probleme haben, im internationalen Wettbewerb zu bestehen", befürchtet Rummenigge und erhält dabei Rückendeckung von Klaus Allofs. "Die Einnahmesituation muss sich enorm verbessern. Da sind wir uns einig", erklärte der Manager des deutschen Meisters Werder Bremen.

Autor: tw

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