Nach der 0:3-Heimpleite gegen Olympique Lyon tritt Werder Bremen heute ohne große Ambitionen zum Achtelfinal-Rückspiel der Champions League bei den Franzosen an. Nur ein frühes Tor könne helfen, so der Bremer Tenor.

Bremer hoffen auf ein frühes Tor

08. März 2005, 09:08 Uhr

Nach der 0:3-Heimpleite gegen Olympique Lyon tritt Werder Bremen heute ohne große Ambitionen zum Achtelfinal-Rückspiel der Champions League bei den Franzosen an. Nur ein frühes Tor könne helfen, so der Bremer Tenor.

Mit einem kleinen Fünkchen Hoffnung tritt der deutsche Meister Werder Bremen heute (20.45 Uhr/live bei Premiere) zum Achtelfinal-Rückspiel der Champions League beim französischen Meister Olympique Lyon an. "Ich kenne meine Landsleute. Wenn uns ein frühes Tor gelingt, fangen sie an zu zweifeln", glaubt Verteidiger Valerien Ismael trotz der 0:3-Hinspielpleite immer noch an sein Team.

Doch die nackten Zahlen sprechen gegen den Bundesliga-Dritten: Noch nie in ihrer 55-jährigen Vereinsgeschichte haben sich die Gastgeber im Stade Gerland einen 3:0-Vorsprung noch aus der Hand nehmen lassen. Aktuell allerdings zeigt die Form des Tabellenführers nach unten: In der vergangenen Woche schied man im Pokal beim Zweitligisten Clermont Ferrand aus, in der Liga gab es eine überraschende 0:1-Niederlage beim Abstiegskandidaten Caen. Ismael: "Lyon ist nervös."

Aber da scheint der Wunsch der Vater des Gedankens zu sein, denn an der Rhone kennt man zwar die diversen Europapokal-Mirakel der Hanseaten, weiß aber auch, dass sie sämtlich im Weserstadion zu Stande kamen. So auch das 4:0 gegen Olympique 1999 im UEFA-Pokal nach einer 0:3-Niederlage in Frankreich. Lyon-Coach Paul le Guen: "Wir müssen und werden die Niederlagen der vergangenen Tage vergessen."

Reinke trotz Knieverletzung einsatzfähig

Verloren haben am vergangenen Wochenende schließlich auch die Norddeutschen, die 0:1-Niederlage beim Tabellenführer Bayern München hat die Aussichten auf eine erfolgreiche Titelverteidigung auf ein Minimum reduziert, auch Rang zwei scheint fast unerreichbar zu sein. Nun gilt es laut Thomas Schaaf, zumindest das Hinspielresultat gerade zu rücken: "Wir wollen dokumentieren, dass das 0:3 nicht das richtige Ergebnis war. Ob mehr dabei herauskommt, werden wir sehen." Torwart Andreas Reinke wird in Lyon trotz einer Knieverletzung (Bänderdehnung und Prellung) mitwirken können.

Die erforderlichen Tore erhofft sich Schaaf von Ivan Klasnic. Der Kroate, der in der Vorrunde fünfmal für den deutschen Pokalsieger traf, wurde in der ersten Begegnung wegen eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel schmerzlich vermisst und soll nun neben Nationalspieler Miroslav Klose von Beginn an zum Einsatz kommen und mithelfen, "sich mindestens mit einer guten Leistung aus dem Wettbewerb zu verabschieden", wie Sportdirektor Klaus Allofs fordert.

Autor:

Kommentieren