Nach Handgreiflichkeiten im Hinspiel zwischen den Trainerstäben von Chelsea und dem FC Barcelona wollen die Teams heute auf dem Feld abrechnen. In der zweiten Partie muss

Chelsea und "Barca" wollen auf dem Platz abrechnen

us
08. März 2005, 09:05 Uhr

Nach Handgreiflichkeiten im Hinspiel zwischen den Trainerstäben von Chelsea und dem FC Barcelona wollen die Teams heute auf dem Feld abrechnen. In der zweiten Partie muss "ManU" gegen Milans Abwehr-Bollwerk anstürmen.

Nach dem "Krieg in den Katakomben" soll jetzt auf dem Platz abgerechnet werden. Beim Spiel heute Abend (20.45 Uhr/live bei Premiere) zwischen dem englischen Tabellenführer FC Chelsea und dem spanischen Spitzenreiter FC Barcelona geht es um mehr als den Einzug ins Viertelfinale der Champions League. Nach der 1:2-Niederlage im Hinspiel hatte Chelsea-Coach Jose Mourinho die Pressekonferenz boykottiert, da er in der Halbzeitpause ein Gespräch zwischen "Barca"-Trainer Frank Rijkaard und Schiedsrichter Anders Frisk (Schweden) beobachtet haben will. Außerdem soll es zu hitzigen Wortgefechten und sogar Handgreiflichkeiten zwischen den Verantwortlichen der beiden Teams gekommen sein.

"Mourinhos Behauptungen sind bei vielen Leuten nicht gut angekommen. Wir werden die Antwort auf dem Platz geben. Ich bin davon überzeugt, dass wir weiterkommen. Wenn wir ein Tor erzielen, wäre das die halbe Miete", sagt Barcelonas Star Ronaldinho, und Stürmer Samuel Eto'o, der vor seinem Wechsel zu den Katalanen im vergangenen Sommer auch von den Londonern umworben worden war, fügt hinzu: "Mourinho wird dafür bezahlen, dass er mich nicht geholt hat. Ich bin besser als die meisten Chelsea-Spieler."

Neben Ronaldinho und Eto'o soll Ludovic Giuly die beste Abwehr der Premier League (erst neun Gegentore) durcheinander wirbeln. Nach muskulären Problemen ist der Franzose wieder rechtzeitig zum Schlager-Spiel fit. Verzichten muss Barcelona allerdings auf den mexikanischen Abwehrspieler Rafael Marquez, der sich beim 1:0-Sieg in Osasuna am vergangenen Wochenende eine Achillessehnenverletzung zugezogen hatte.

Die Hoffnungen Chelseas ruhen derweil auf die Rückkehr des niederländischen Nationalspielers Arjen Robben, der zuletzt wegen eines doppelten Fußbruchs fehlte. "Es sieht gut aus, auch wenn es wohl nicht für 90 Minuten reichen wird", prognostiziert Mourinho, gegen den die UEFA wegen der Vorfälle aus dem Hinspiel ein Disziplinarverfahren eingeleitet hat. "Aber auch ohne Arjen haben wir zuletzt gute Resultate erzielt und den englischen Ligapokal gewonnen." Defintiv nicht zur Verfügung stehen wird der derweil der gesperrte Angreifer Didier Drogba.

In der zweiten Partie ohne deutsche Beteiligung verfügt derweil der italienische Meister AC Mailand nach dem 1:0-Hinspielerfolg beim englischen Pokalsieger Manchester United über eine glänzende Ausgangsposition (20.45 Uhr/live bei Premiere). "Wir sind in Top-Form und wollen sowohl in der Meisterschaft als auch in der Champions League den Titel gewinnen. Dennoch dürfen wir das Spiel gegen Manchester nicht unterschätzen. Es werden harte 90 Minuten", meint Milan-Coach Carlo Ancelotti, der die Serie A mit seinem Team anführt.

Verzichten müssen die Italiener jedoch weiterhin auf "Europas Fußballer des Jahres" Andrej Schewtschenko (Jochbeinbruch). Dafür spekuliert der italienische Nationalstürmer Filippo Inzaghi nach seiner Knöcheloperation auf einen Kurzeinsatz. Damit dürfte Hernan Crespo wieder als einzige Spitze von Beginn an auflaufen. Der argentinische Nationalspieler hatte schon im Hinspiel mit seinem Tor für den Sieg der Italiener gesorgt.

Bei Manchester hofft man derweil auf die Durschlagskraft des Sturmduos Ruud van Nistelrooy und Wayne Rooney. "Es wird nicht einfach für die Beiden, da Mailand in der Abwehr sehr sicher steht. Wir müssen Charakter zeigen und eine erstklassige Leistung abliefern", fordert "ManU"-Teammanager Alex Ferguson, der ohne die verletzen Gary Neville und Louis Saha auskommen muss.

Die ebenfalls für den Dienstag vorgesehene Achtelfinalpaarung zwischen Inter Mailand und Titelverteidiger FC Porto wurde auf den 15. März verlegt, da das Giuseppe-Meazza-Stadion bereits durch die Partie Milan gegen "ManU" belegt ist.

Autor: us

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