Nach Preußen Münster und Arminia Bielefeld soll der dritte Bundesligist dran glauben. Aber so ganz daran glauben mag Bruno Piotrowski dann doch nicht. Wenn der Sportliche Leiter und U19-Trainer der SSV Buer am kommenden Mittwoch (19 Uhr) mit seinen

Buer A-Jugend: Mittwoch "Spiel des Jahres" gegen Schalke

Stolz auf das Erreichte

06. Mai 2008, 09:23 Uhr

Nach Preußen Münster und Arminia Bielefeld soll der dritte Bundesligist dran glauben. Aber so ganz daran glauben mag Bruno Piotrowski dann doch nicht. Wenn der Sportliche Leiter und U19-Trainer der SSV Buer am kommenden Mittwoch (19 Uhr) mit seinen "Rothosen" im Halbfinale des A-Junioren-Westfalenpokals auf den FC Schalke trifft, dann kann nur noch ein Fußball-Wunder helfen.

"Schalke, das ist eine andere Welt. Die trainieren fast jeden Tag und haben perfekte Bedingungen, wir sind dreimal in der Woche auf dem Platz, auf Asche oder Kunstrasen", kennt und nennt der 54-Jährige die Unterschiede zwischen Buer und Schalke. "Wir sind doch schon unheimlich froh und natürlich auch ein wenig stolz darauf, dass wir so weit gekommen sind."

Auch wenn Piotrowski und seine Jungs dem Deutschen A-Junioren-Meister von 2006 längst nicht auf Augenhöhe begegnen werden, eine kleine Hoffnung haben sie doch. "Vielleicht unterschätzen uns die Schalker ja oder nehmen die Aufgabe nicht so ernst", unkt der frühere Hasseler. Um eine kleine Chance zu haben, wollte der Landesliga-Zweite auf dem Nebenplatz auf Kunstrasen antreten, "aber das geht aus Sicherheitsgründen nicht", erklärt Piotrowski.

In Buer rechnet man mit mindestens 500 Zuschauern, mehr als doppelt so viele, wie gewöhnlich zu den Heimspielen der Verbandsliga-Truppe kommen. In der werden ab der kommenden Saison voraussichtlich vier Talente Seniorenluft schnuppern. Neben Christian Götte, der bereits auf einige Kurzeinsätze in der Ersten kam, sind das Daniel Moritz, Michael Paderta und Tobias Erwig. Götte ist auch einer derjenigen mit Schalker Vergangenheit. Der Blondschopf kickte ebenso in der S04-Jugend wie Kevin Löbler und Kevin Bersch.

Der erste Schritt der SSV auf dem langen Weg in die Vorschlussrunde war übrigens der schwerste. In der ersten Runde mussten die Gelsenkirchener gleich zweifach in die Verlängerung. Das erste Duell beim TuS Ennepetal musste zunächst wegen Nebels angebrochen worden, ehe Buer im Wiederholungsspiel in die Verlängerung ging - und 2:0 gewann. "Es ist wohl utopisch, auch gegen Schalke von diesem Spielausgang zu träumen", überlegt Piotrowski.

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