Ein glückliches Gesicht zeigt ein Lächeln. So weit ist André Schei Lindbaek noch nicht.

RWE: André Schei Lindbaek ist „fit und einsatzfähig“

„Würde Jungs gerne helfen“

Oliver Gerulat
06. Mai 2008, 09:06 Uhr

Ein glückliches Gesicht zeigt ein Lächeln. So weit ist André Schei Lindbaek noch nicht.

An sich hat der 30-Jährige in dieser Spielzeit wenig zu lachen gehabt. Einmal auf jeden Fall, als er in den Schlusssekunden in Lübeck per Freistoß den Dreier sicherte. Dazu kamen noch zwei weitere Treffer. Für den Norweger entschieden zu wenig, gemessen an seinen eigenen Ansprüchen – aber auch an denen von RWE. Der 1,87-Meter-Mann kam im Sommer 2007 vom Köge BK aus der zweiten Dänischen Fußballliga, zuvor schnürte er für Abildsø IF, Drøbak/Frogn, Nordstrand IF, FC Lyn Oslo, Kongsvinger IL, Skeid Oslo, Molde FK, Viking Stavanger, UD Las Palmas, Landskrona BoIS, FH Hafnarfjördur die Schuhe. Vielleicht am nächsten Mittwoch wieder für RWE. RS unterhielt sich mit dem Familienvater.

André Schei Lindbaek, sind Sie fit?
Ich bin fit und einsatzfähig. Seit drei Wochen bin ich schmerzfrei, die Achillessehne ist in Ordnung. Aber ich musste noch Reha absolvieren, um weiter an der Fitness zu arbeiten. Ich bin natürlich bemüht, den besten körperlichen Zustand zu erreichen, um der Truppe helfen zu können.

Seit wann Sind Sie richtig beim Team?
Die letzte Woche war ich komplett dabei, das war auch schon für einen Teil der letzten Woche so. Ich habe mich wirklich gut gefühlt.
Was sagt Coach Michael Kulm?
Ich habe mit ihm geredet, ihm signalisiert, ich wäre schon für letztes Wochenende bereit gewesen. Aber daraus wurde noch nichts. Ich hatte auch schon in der letzten Woche gefragt, ob es möglich sei, in der Zweitvertretung aufzulaufen. Aber es war allen wohl noch zu früh.

Mittwoch kommt Hamburg.
Über dieses Match sprachen wir auch, in diesen 90 Minuten wird etwas möglich sein. Ich bin gut drauf, habe im Training auch oft getroffen. Ich würde den Jungs auf der Zielgeraden sehr gerne helfen.

Ihr Vertrag ist nur für dritte Liga aufwärts gültig - korrekt?
So ist es, wir haben auch noch nichts anderes diskutiert. Der gesamte Kader wurde informiert, dass mit jedem gesprochen wird. Ehrlich gesagt, darüber habe ich auch noch nicht viel nachgedacht.

Wenn man Sie fragen würde, ob Sie in der vierten Klasse in Essen spielen würden, was würden Sie sagen?
Ich glaube, das ist einfach noch zu früh. Klar, meine Verletzung ist ausgestanden, meine Familie fühlt sich wohl, so dass ich bevorzugen würde, auch zwei weitere Jahre in Deutschland zu bleiben. Jeder Akteur hat natürlich das Ziel, so hoch wie möglich aufzulaufen. Ich weiß aber nicht, ob es dem Verein überhaupt möglich ist, mir einen Vertrag für die vierte Division anzubieten.

Bis jetzt stand Ihre Verbindung zu RWE eher unter einem unglücklichen Stern, oder?
Stimmt schon. Man holte mich als eine Nummer neun, RWE hatte hohe Erwartungen, ich auch. Als man mit mir sprach, hatte ich auch andere Angebote aus Skandinavien, alle aus Top-Ligen. Ich zog aber Essen vor.

Mit Ex-Coach Heiko Bonan scheint es nicht so richtig funktioniert zu haben - sehen Sie das auch so?
Es lief schlecht für mich. Ich erhielt nicht wirklich eine Chance. Ich glaube, ich stand nur dreimal in der Anfangsformation. In acht Meisterschaftsspielen erzielte ich drei Tore. Man könnte das vielleicht hochrechnen. Ich kam aus einer Klasse, wo ich in elf Matches zehnmal traf. Das war bis jetzt ein schwieriges Jahr. Wenn ich die Pokalspiele hinzurechne, kommt ich auf elf Einsätze mit acht Toren. Das war natürlich für mich bisher unbefriedigend, allerdings entscheidet nun einmal ein Trainer.

Autor: Oliver Gerulat

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