Während Titelverteidiger FC Porto kräftig um das Weiterkommen in der Champions League zittern muss, steht Arsenal-Trainer Arsene Wenger vor dem Endspiel seines Teams vor einem Problem: Soll Keeper Jens Lehmann spielen?

Wenger erwägt Verbannung Lehmanns auf die Bank

07. Dezember 2004, 10:07 Uhr

Während Titelverteidiger FC Porto kräftig um das Weiterkommen in der Champions League zittern muss, steht Arsenal-Trainer Arsene Wenger vor dem Endspiel seines Teams vor einem Problem: Soll Keeper Jens Lehmann spielen?

Das Ausleseverfahren hatte in der Champions League schon vor einigen Wochen begonnen, als sich die ersten Teams für das Achtelfinale qualifizieren konnten. Nun wollen zwei europäische Top-Teams am letzten Vorrundenspieltag ihre allerletzte Chance nutzen, um im Konzert der Großen weiter mitmischen zu dürfen. Während der englische Meister Arsenal London in der Gruppe E nur bei einem Sieg gegen Rosenborg Trondheim sicher weiter ist, benötigt der FC Porto neben einem Erfolg über den bereits qualifizierten FC Chelsea in der Gruppe H zusätzlich Schützenhilfe.

Nach vier Unentschieden in Folge droht Arsenal bei seiner siebten Champions-League-Teilnahme hintereinander wieder einmal ein frühes Aus. Nur zweimal überstanden die "Gunners" die Gruppenphasen, spätestens im Viertelfinale war immer Schluss. "Wir brauchen nicht zu glauben, dass es ein Spaziergang wird, in der Champions League haben wir uns schließlich immer schwer getan", sagte Teammanager Arsene Wenger vor der Partie gegen den norwegischen Abonnement-Meister. Sollte seine Mannschaft nicht gewinnen, könnte ihr Panathinaikos Athen mit einem Sieg über Tabellenführer PSV Eindhoven den zweiten Platz noch wegschnappen.

Lehmann-Ersatz Almunia könnte beginnen

"Die Mannschaft hat genug Erfahrung - normalerweise hat sie keine Angst, Fußball zu spielen", so Arsenal-Coach Arsene Wenger vor dem "Endspiel". Bei allem Vertrauen in sein Team hat der Trainer dennoch ein Problem: Jens Lehmann (35). Der deutsche Nationaltorwart musste bei Arsenals 3:0-Sieg gegen Birmingham City am Samstag in der Premier League auf der Bank Platz nehmen. Laut Wenger mit der Absicht, ihm "ein Spiel Pause" zu gönnen. Doch nach dem "zu Null"-Spiel von Ersatzmann Manuel Almunia (27) ist der Coach in der Zwickmühle.

Noch nicht vergessen sind Lehmanns Patzer in dieser Saison - vor allem im Champions-League-Spiel gegen Panathinaikos, die den Londoner Klub einen vorentscheidenden Sieg kosteten. Die Entscheidung in der Torwartfrage will Wenger kurzfristig treffen: "Ich habe großen Respekt vor Jens Lehmann, er ist ein tadelloser Profi, aber auch er braucht mal eine Pause. Ich habe das große Potenzial von Almunia gespürt, und er kann es nur ausschöpfen, wenn er spielt."

Unterdessen fürchtet der FC Porto die Rückkehr seines Ex-Trainers Jose Mourinho, der den portugisischen Meister vor sechs Monaten noch zum Champions-League-Triumph geführt hatte. Denn ausgerechnet dessen neuer Klub Chelsea kann den Titelverteidiger aus dem laufenden Wettbewerb schießen. Doch auch der zwingend notwendige Sieg über den Tabellenführer der Premier League würde Porto noch nicht automatisch das Ticket für die nächste Runde bescheren. Im zweiten Spiel der Gruppe H hat es Paris St. Germain gegen ZSKA Moskau in der Hand, seinen derzeitigen zweiten Platz (punktgleich vor Porto) ebenfalls mit einem Sieg zu behaupten.

In Gruppe F ist die Luft schon raus

Dagegen sind in der Gruppe F die beiden ersten Plätze bereits vergeben. Im Fernduell zwischen dem AC Mailand und dem FC Barcelona geht es nur noch um den Gruppensieg. "Barca" kann allerdings nur noch an "Milan" vorbeiziehen, wenn es bei Schachtjor Donezk gewinnt und die Italiener glaichzeitig bei Celtic Glasgow verlieren.

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