Geht er, oder bleibt er? Wenn Wolfgang Frank auf seine Zukunft angesprochen wird, druckst der Fußball-Lehrer derzeit ziemlich herum.

WSV: Trainer-Entscheidung fällt in Kürze

Uwe Fuchs als Plan B

gri
03. Mai 2008, 09:30 Uhr

Geht er, oder bleibt er? Wenn Wolfgang Frank auf seine Zukunft angesprochen wird, druckst der Fußball-Lehrer derzeit ziemlich herum.

"Es wird sich zeigen, wie die Gespräche verlaufen", betont der 57-Jährige, den der WSV unabhängig von der künftigen Spielklasse unbedingt halten will. "Er leistet akribische Arbeit. Was ihm fehlt, sind die Erfolge", bemerkt Präsident Friedhelm Runge. Fakt ist: Noch in dieser Woche wird eine Entscheidung fallen. "In dieser Sache müssen wir schnell Klarheit haben, um zu wissen, ob wir einen neuen Mann brauchen oder nicht. Schließlich können wir erst danach mit den Kader-Planungen beginnen", stellt Runge fest.

Ein nachvollziehbares Anliegen, für das auch Frank Verständnis hat. Jedoch erhärtet sich der Eindruck, dass der Coach sich nur im Falle des Zweitliga-Aufstiegs länger an die Bergischen binden würde. Ein Szenario, das ihm zum jetzigen Zeitpunkt allerdings niemand garantieren kann. "Wenn der Verein eine Entscheidung will, wird er sie bekommen", betont Frank. Sein Zusatz: "Grundsätzlich kann ich mir sehr gut vorstellen, zu bleiben. Es kommt auf die Perspektive an."

Die hängt logischerweise wesentlich vom Abschneiden in dieser Saison ab. Denn im Falle der Qualifikation für die neue dritte Liga würde sich das Gesicht des Kaders vermutlich nicht zum Vorteil ändern. Der Grund: Die Ausgaben wären deutlich höher, die Einnahmen vermutlich sogar geringer. "Bei Vertrags-Verlängerungen werden die Spieler Gehaltseinbußen hinnehmen müssen", kündigt Runge an.

Vorraussetzungen, unter denen sowohl einige Kicker als auch der Coach den Abgang vollziehen könnten. "Für mich ist alles möglich", erklärt Frank. Spekulationen, dass er bereits den Kontakt zu aktuellen Zweitligisten sucht, verweist er allerdings ins Reich der Fabel: "Das ist kein Thema, dazu hätte ich momentan überhaupt gar keine Zeit."

Dennoch macht sich der WSV bereits Gedanken über einen Plan B, falls vom derzeitigen Linien-Chef die Absage kommen sollte. Ein Name, der in den Alternativ-Überlegungen eine zentrale Rolle spielt: Uwe Fuchs. "Wir sind damals nicht im schlechten auseinander gegangen. Wenn wir von Uwe nichts halten würden, hätten wir ihm nicht zwei Spieler ausgeliehen", berichtet Runge. Sein viel sagender Nachsatz: "Wir haben damals den gemeinsamen Weg beenden müssen. Aber das heißt nicht, dass die Tür für immer zu ist."

Autor: gri

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