Mit einem Sieg in der Champions League bei Sparta Prag kann Fenerbahce Istanbul heute den Einzug in den UEFA-Cup perfekt machen. Unterdessen sitzt Coach Alex Ferguson gegen Lyon zum 1000. Mal bei

Daum hat mit Fenerbahce Platz drei im Visier

as
23. November 2004, 09:03 Uhr

Mit einem Sieg in der Champions League bei Sparta Prag kann Fenerbahce Istanbul heute den Einzug in den UEFA-Cup perfekt machen. Unterdessen sitzt Coach Alex Ferguson gegen Lyon zum 1000. Mal bei "ManU" auf der Bank.

Die "Königsklasse" hat Christoph Daum mit dem türkischen Meister Fenerbahce Istanbul bereits abgehakt. Mit einem Sieg bei Sparta Prag am vorletzten Vorrundenspieltag der Champions League am heutigen Dienstag (20.45 Uhr/live bei Premiere) können die Türken aber den dritten Platz in der Gruppe D und damit den Verbleib im UEFA-Cup sichern und dort vielleicht auf den Spuren des Lokalrivalen Galatasaray wandeln.

"Ich habe schon vor der Saison gesagt, dass wir es in der Champions League schwer haben werden und dafür viel Kritik eingesteckt. Aber das ist leider die Realität. Eine neue Mannschaft braucht zwei Jahre, um die nötige Erfahrung für die Champions League zu sammeln. Wir können aber im UEFA-Cup auch etwas erreichen", sagte Daum vor der Partie in Prag. Galatasaray Istanbul war in der Saison 1999/2000 ebenfalls aus der "Königsklasse" in den UEFA-Cup "abgestiegen" und hatte dann als erster türkischer Klub einen Europacup gewonnen.

Poborsky nur Zuschauer

Ohne den niederländischen Torjäger Pierre van Hooijdonk und Verteidger Deniz Bariz (beide verletzt) sowie die Mittelfeldspieler Servet Cetin und Serkan Balci (beide gelb-gesperrt) will Daum in Prag erfolgreich sein. Der frühere Gladbacher Bundesliga-Profi Frantisek Straka muss als Sparta-Coach im Mittelfeld auf den Ex-Hannoveraner und -Leverkusener Jan Simak setzen, da Rekord-Nationalspieler Karel Poborsky nach einer Gelb-Roten Karte zuschauen muss. Sparta (1 Punkt) muss gewinnen, um Fenerbahce (3) noch vom dritten Platz verdrängen zu können.

1000. Spiel für "Sir Alex" mit ManU

In der zweiten Partie der Gruppe D will Manchester United eine große Party feiern. Zum einen kann "ManU" (8 Punkte) mit einem Sieg gegen Olympique Lyon gemeinsam mit dem französischen Meister ins Achtelfinale einziehen - zum neunten Mal in Folge. Zum anderen wollen die "Red Devils" ihrem Coach Sir Alex Ferguson in dessen 1000. Spiel auf der "ManU"-Bank natürlich ein passendes Geschenk machen.

In der Gruppe A kann auch der englische Rekordmeister FC Liverpool (7) mit Dietmar Hamann schon ins Achtelfinale einziehen - wenn die "Reds" bei Vorjahresfinalist AS Monaco (6) gewinnen. Zwar steht "Pool"-Trainer Rafael Benitez wieder Kapitän Steven Gerrard zur Verfügung, der am Wochenende nach siebenwöchiger Verletzungspause sein Comeback gefeiert hat. Dafür fehlt im Sturm neben Djibril Cisse (Beinbruch) auch Tschechiens EM-Torschützenkönig Milan Baros wegen einer Oberschenkelzerrung. Neben Liverpool könnte auch Olympiakos Piräus (7) mit einem Heimsieg gegen Deportivo La Coruna vorzeitig die Runde der letzten 16 erreichen.

Ajax kämpft um letzte Chance

Noch enger geht es in der Gruppe B zu, wo neben Bayer Leverkusen und Real Madrid auch Dynamo Kiew 7 Punkte aufweist. Mit einem Sieg gegen den AS Rom könnten die Ukrainer vor dem entscheidenden letzten Gruppenspiel am 8. Dezember in Leverkusen vorlegen.

Um die letzte theoretische Chance kämpft in der Gruppe C Ajax Amsterdam. Mit einem Sieg beim bereits qualifizierten italienischen Rekordchampion Juventus Turin (12), der möglicherweise einige seiner Stars schonen wird, könnte Ajax (3) zu Bayern München (6) aufschließen, wenn der deutsche Rekordmeister zu Hause gegen Maccabi Tel Aviv verlieren würde. Dazu müssten die Niederländer dann das letzte Spiel gegen die Bayern mit fünf Toren Unterschied gewinnen.

Autor: as

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