Mit der Heim-Pleite gegen den als Absteiger feststehenden VfB Lübeck hat Kickers Emden sein Blatt im Qualifikations-Gerangel nicht gerade verbessert.

Kickers Emden: Manager Richter lobt RWO und RW Ahlen

"Emma" lehnt die Peitsche ab

tt
02. Mai 2008, 08:57 Uhr

Mit der Heim-Pleite gegen den als Absteiger feststehenden VfB Lübeck hat Kickers Emden sein Blatt im Qualifikations-Gerangel nicht gerade verbessert.

Trotzdem behält man die Nerven. "Die Liga ist dermaßen ausgeglichen, dass solche Ergebnisse immer wieder vorkommen können", sagt Manager Thomas Richter, "das zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Saison. An einem schlechten Tag kannst du gegen jedes Team verlieren, wir konnten zuletzt nicht das abrufen, was uns über viele Wochen ausgezeichnet hat."

Richter schätzt die Situation gewohnt realistisch ein: "Ahlen hat von allen Mannschaften die beste Ausgangs-Position, der Rest muss weiter Punkt für Punkt sammeln, um auf die sichere Seite zu kommen. Wie viele Zähler man am Ende dafür haben muss, um über dem Strich zu stehen, ist ganz schwer zu sagen. Wir halten es weiter so, dass wir von Spiel zu Spiel denken und die Ruhe behalten. Das ist in jedem Fall ein guter Ratgeber."

Was die Planungen anbelangt, werden die Kickers erst nach ihrer Power-Woche, die Duelle mit Oberhausen, Düsseldorf und Ahlen beinhaltet, auf das Gaspedal treten. Richter: "Wir wollen Schritt für Schritt mit den eigenen Jungs Klarheit haben, uns dann auch extern orientieren. Der Spieler-Markt wird im Sommer reichlich bestückt sein." Die Lizenz für die Zweite Liga wurde den Nordlichtern mit Auflagen erteilt, was der Manager "nicht ungewöhnlich" findet. Doch das Wort "Aufstieg" hört man ohnehin nicht aus den Mündern der Verantwortlichen. Richter: "Wir konzentrieren uns erst mal auf das Errreichen der Drittliga-Quali."

Trainer Stefan Emmerling stellt fest: "Wir haben die 50er-Marke erreicht, das müssen die anderen Teams, die noch nicht in diesen Bereich vorgestoßen sind, erst Mal schaffen. Gegen Lübeck hatten wir einen wirklich rabenschwarzen Tag. So etwas gibt es immer mal. Die einzige konstante Mannschaft ist über die vergangenen Monate Rot-Weiss Ahlen. Alle anderen haben hier und da Rückschläge erlitten."

Der ehemalige Wattenscheider Bundesliga-Profi behält trotz der engen Konstellation die Übersicht. "Nach wie vor macht es großen Spaß, um die Quali mitzumischen. Sicherlich bedeutet das einen gewissen Druck, aber dem müssen wir uns stellen. Mir ist das so lieber, als um Platz 14 und damit um die goldene Ananas zu kicken."

Obwohl die Enttäuschung am vergangenen Wochenende groß war, ließ "Emma" die Peitsche im Schrank. "Im Laufe einer Saison analysierst du natürlich deine Spiele und versuchst, entsprechend anzusetzen, um Verbesserungen vorzunehmen. In den letzten fünf, sechs Partien geht es richtig um die Wurst, da musst du Niederlagen schneller abhaken als sonst. Aus meiner Sicht ist es nicht der richtige Weg, jetzt zusätzlich Schärfe reinzubringen, nur weil das letzte Spiel nicht gut gelaufen ist." Emmerling stellt fest: "Wir haben nach wie vor eine gute Basis, die gilt es, auszubauen."

Dass man nun ausgerechnet mit direkten Konkurrenten die Klingen kreuzt, kann auch ein Vorteil sein, weil Emden nicht auf fremde Hilfe hoffen muss, um ans Ziel zu gelangen. Richter zeigt allerdings auf: "Ahlen hat eine sensationelle Punktausbeute, spielt richtig gut nach vorne, die Mischung scheint zu passen. Da kann man nur den Hut ziehen. Auch unser kommender Gegner RWO hat als Aufsteiger eine tolle Runde abgeliefert und steht oben mit dran. Dass alles dermaßen eng ist, macht die Spannung in dieser Gruppe aus."

Autor: tt

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