Es waren schon merkwürdige Szenen, die sich am Sonntagnachmittag nach dem Abpfiff von Schiedsrichter Kloppenburg (Essen) im

Bochum II: Mit Niederlage in die Regionalliga

Erst Frust, dann Lust

02. Mai 2008, 08:50 Uhr

Es waren schon merkwürdige Szenen, die sich am Sonntagnachmittag nach dem Abpfiff von Schiedsrichter Kloppenburg (Essen) im "rewirpower"-Stadion abspielten. Während 2.500 unter den insgesamt 3.504 Besuchern nach dem 1:0 (1:0)-Erfolg ihrer Preußen aus Münster als Regionalliga-Aufsteiger bejubelten, schlichen frustrierte Bochumer in die Kabine.

Der Aufstieg, durch einen in der zweiten Halbzeit durchaus möglichen Ausgleichstreffer greifbar nahe, schien um eine Woche verschoben. Nein! Denn eine Viertelstunde nach Spielende hatte dann doch noch ein pfiffiges Köpfchen so lange gerechnet, bis auch der VfL sein Ziel erreicht hatte.

Und das, weil Lotte (Vierter) gegen Hamm (Fünfter) noch aufeinander treffen. Und dann brach es auch aus den VfL-Spielern heraus, die ausgelassen durch die Gänge tanzten, jede Menge Flüssigkeit versprühten und sich mit dem Preußen-Team und deren Fans vor dem Geschäftsstellen-Eingang verbrüderten. Die Zweitvertretung des VfL hat wie Preußen Münster und Schalke 04 II das Saisonziel unter Dach und Fach gebracht und den Aufstieg geschafft. Trainer Nico Michaty: "Mit einer Niederlage aufzusteigen, ist nicht so schön. Ich hätte mir schon gewünscht, dass wir in der zweiten Halbzeit noch den Ausgleich geschafft hätten."

Doch dann schlüpfte auch der Coach in das frisch angefertigte Aufstiegs-T-Shirt, auf dessen Rückseite zu lesen war: "Das war ein Hauen und Stechen!" Ein Zeichen dafür, welchen Respekt man dieser Oberligasaison entgegen gebracht hat. David Zajas: "Es war eine tolle Spielzeit, aber jetzt wollen wir auch Meister werden." Und was der Kapitän als Angestellter der Sparkasse Bochum, die auch Hauptsponsor der Amateur- und Jugendabteilung ist, mit seiner Aufstiegsprämie macht, weiß er schon: "Da finde ich bei uns im Haus sicher eine prima Geldanlage."

Der frühzeitige Aufstieg gibt der VfL-Amateurabteilung nun auch die Möglichkeit, jetzt ganz schnell für die kommende Spielzeit, in der der VfL seine Spiele in der Wattenscheider Lohrheide austrägt, zu planen. Fest steht, dass Zajas, Sami El-Nounou und Rouwen Schröder als Routiniers weiter zum Kader gehören. Darüber hinaus haben Dilaver Güclü, Patrick Fabian, Heinrich Schmidtgal, Jürgen Duah, Daniel Klinger, Mirkan Aydin, Lukas Schmitz, Christian Kalina und Thiemo Höhn gültige Verträge.

Während die Zukunft des zuletzt schwer verletzten Marc Sand trotz Vertrages unklar ist, möchte der VfL Keeper Andreas Luthe, dessen Kontrakt ausläuft, gerne behalten. Und das hat geklappt. Am gestrigen Mittwoch gab der Torhüter dem Technischen Leiter Jürgen Heipertz sein "Ja"-Wort für die kommende Spielzeit. Als Abgang steht zur Stunde nur Torhüter Buchholz (Preußen Münster) fest.

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