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Rom und Leverkusen trennen sich 1:1-Remis

03. November 2004, 22:51 Uhr

Im "Geisterspiel" der Champions League hat Bayer Leverkusen ein 1:1-Unentschieden beim AS Rom erreicht. Die Gäste waren durch Dimitar Berbatow in Führung gegangen, ehe Vincenzo Montella den Ausgleich erzielte.

Bayer Leverkusen konnte auch im "Geisterspiel" beim AS Rom seinen Auswärtsfluch nicht beenden: Durch ein 1:1 (0:0) im leeren Stadio Olimpico der italienischen Hauptstadt blieb die Mannschaft von Trainer Klaus Augenthaler auch im neunten Pflichtspiel in Folge in der Fremde sieglos. Seit dem 21. August und dem 3:1 bei den Amateuren des FSV Mainz 05 im DFB-Pokal hatte es keinen Auswärtserfolg mehr gegeben. Mit einer feinen Einzelleistung sorgte der Bulgare Dimitar Berbatow (82.) für das erste Tor, wobei er den griechischen Europameister Traianos Dellas mit einem Lupfer düpierte und per Heber vollstreckte. Vincenzo Montella (90.) sorgte für den Ausgleich.

Mit dem Zähler wahrte der Bundesligist allerdings die Chance auf das Achtelfinale und hat den dritten Rang sowie die damit verbundene Teilnahme am UEFA-Cup bereits sicher. Der letzte Auswärtssieg von Leverkusen in der Königsklasse liegt indes mehr als zwei Jahren zurück, als gegen Maccabi Haifa in Nikosia ein Erfolg gefeiert wurde. Im nächsten Champions-League-Spiel müssen die Augenthaler-Schützlinge am 23. November bei Real Madrid antreten.

Die Römer mussten nach dem Münzwurf gegen den schwedischen Schiedsrichter Anders Frisk im ersten Match gegen Dynamo Kiew unter Ausschluss der Öffentlichkeit daheim antreten. Der italienische Vizemeister erkämpfte sich am 14. Spieltag den ersten Punkt in der Königsklasse und bleibt auf jeden Fall Tabellenletzter. Leverkusen ist in dieser Saison mit zwei Punkten die schwächste Auswärtsmannschaft in der Bundesliga.

In der Arena herrschte eine "Geister-Atmosphäre", die Mannschaften passten sich mit ihrem mäßigen Leistungen den Umständen an. Die Roma musste auf Grund des Münzwurfes gegen den schwedischen Schiedsrichter Anders Frisk unter Ausschluss der Öffentlichkeit spielen. Die Leverkusener Delegation umfasste insgesamt 69 Personen, hinzu kamen 15 deutsche Journalisten. Insgesamt waren rund 150 Zuschauer im 76.000 Fans fassenden Stadio Olimpico zugelassen. Außerhalb der Arena hatten sich jedoch rund 1500 Roma-Fans versammelt und versuchten mit Schlachtrufen, ihr Team aus der Distanz anzufeuern.

Im 105. Europacupspiel der Leverkusener Vereinsgeschichte begannen die Gäste sehr verhalten. Die einzige nennenswerte Aktion im ersten Durchgang war ein Fernschuss aus 22 Metern von Dimitar Berbatow (6.). Aber auch im Spiel der Römer war viel Leerlauf. Der ehemalige Klub von Teamchef Rudi Völler, der nach nur 26 Tagen seinen Rücktritt beim Renommierklub vom Tiber erklärt hatte, besaß unter anderem durch einen 25-m-Schuss von Superstar Francesco Totti (18.) die erste gute Gelegenheit. Der Ball strich aber knapp am Tor vorbei.

Die größte Chance besaß Montella (45.) mit einem Schuss an den Außenpfosten. Der gleiche Spieler setzte im zweiten Durchgang einen Ball ans Außennetz (54.).

Die meisten Leverkusener Offensivaktionen gingen vom Polen Jacek Krzynowek aus. Der Ex-Nürnberger spielte wiederum quasi Linksaußen, baute allerdings in der zweiten Halbzeit ab. Über die rechte Seite sollte Robson Ponte die Abwehr der Römer aus den Angeln heben. Allerdings blieb bei Bayer vieles Stückwerk. Erst Berbatow brach den Torbann, doch dann traf Montella.

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