Oberliga Westfalen, 10. Spieltag, Expertentipp von Sebastian Hille (Stürmer VfL Bochum II)

"Gegen Spitzenmannschaften haben wir immer gut ausgesehen"

Thomas Ziehn
20. Oktober 2006, 15:35 Uhr

Ein Blick auf die Tabelle der Oberliga Westfalen sieht vor dem 10. Spieltag zumindest aus Revier-Sicht sehr trübe aus. Die drei Abstiegsplätze belegen ausnahmslos Vereine aus dem „Pott“. Die „Rote Laterne“ hat die Spvgg. Erkenschwick, davor befindet sich der VfB Hüls, der seit dem ersten Spieltag auf einen „Dreier“ wartet. Auf Platz 16 steht nach nun neun sieglosen Spielen die SG Wattenscheid 09. Alle drei Mannschaften haben je fünf Punkte, und somit zwei Zähler Rückstand auf den FC Eintracht Rheine. Die Eintracht hat bereits reagiert. Anfang der Woche stellten sie mit Jürgen Prüfer einen neuen Trainer vor, der die Mannschaft in sicherere Regionen führen soll.

Ein zweiter Blick auf die Tabelle offenbart ebenfalls wenig Gutes. Bester Revierklub ist Westfalia Herne auf Platz sechs. Der mit großen Ambitionen gestartete FC Schalke 04 II steht sogar noch einen Platz dahinter. Nach dem 3:1-Erfolg bei der Spvgg. Erkenschwick hat sich Aufsteiger Hammer SpVg. als Tabellenachter im Mittelfeld der Liga etabliert. Der VfL Bochum II komplettiert auf Platz elf das „Septett“ der Revierklubs in der Oberliga Westfalen.

Vor einer Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte steht VfL-Angreifer Sebastian Hille. Am Sonntag gastiert der VfL mit Hille beim FC Gütersloh im Heidewaldstadion. „Ein Tor gegen meinen alten Verein wäre schon was Tolles“, so Hille, „wichtiger ist aber, dass wir gewinnen. Gegen Spitzenmannschaften haben wir immer gut ausgesehen. Ich hoffe, wir gewinnen knapp 2:1.“

Spitzenreiter Preußen Münster hat in den letzten Spielen häufig durch späte Tore drei Punkte eingefahren. Geht es nach Sebastian Hille, passiert das in der Begegnung gegen Westfalia Herne nicht: „Ich hoffe auf ein 0:0. Gegen Herne haben wir überhaupt nicht gut gespielt und die Preußen können nicht immer soviel Glück haben wie zuletzt.“ Seinem ehemaligen Trainer Jürgen Prüfer, der ihn bei Arminia Bielefeld trainiert hat, wünscht der 26-jährige Stürmer einen Einstand nach Maß. „Er war ein guter Trainer und ich wünsche ihm alles Gute. Gegen Ahlen II gewinnt die Eintracht 2:0“, glaubt Hille. Und auch Manfred Wölpper, ebenfalls Ex-Trainer von Sebastian Hille beim VfL Bochum II, wünscht er einen „Dreier“ im Abstiegskampf: „Bei Oestrich-Iserlohn wird es nicht einfach. Trotzdem setzt sich die Wölpper-Elf durch.“

Autor: Thomas Ziehn

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