Wer Rudi Bommer an der Seitenlinie beobachtete, der konnte fühlen, was in dem Mann vorging.

MSV: Für Trainer-Team brach mit dem Ausgleich alles zusammen

Was Bommer kräftig nervt...

tt
29. April 2008, 08:53 Uhr

Wer Rudi Bommer an der Seitenlinie beobachtete, der konnte fühlen, was in dem Mann vorging.

Er gestikulierte, pfiff, gab Anweisungen, rief in die Partie hinein - ohne den ganz großen Erfolg. "Wenn du dann das 1:1 des VfL siehst, bricht ehrlich gesagt eine kleine Welt zusammen", hatte der Ex-Frankfurter am Einschlag von Sestak kräftig zu knabbern. Bommer: "Ich kann der Mannschaft eigentlich keinen Vorwurf machen. Du denkst erst, es funktioniert, dann springt doch nur ein Punkt heraus. Besser kannst du eigentlich keine Mannschaft einstellen, das Konzept ist fast komplett aufgegangen."

Co-Trainer Manfred Stefes fügt erklärend an: "Du liegst hier sehr lange vorne, zeigst ein relativ gutes Auswärts-Match, aber du belohnst dich für diese Leistung nicht selbst. Deshalb ist es umso ärgerlicher, wenn du dieses eine Ding noch kassierst, aber so ist es im Fußball. Wer die Chancen nicht nutzt, muss am Ende teuer dafür bezahlen." Dennoch hätte die Partie auch ganz anders verlaufen können. Der Ex-Gladbacher schlüsselt auf: "Die ersten fünf Minuten waren wir viel zu schläfrig, da hatten wir Glück, dass wir nicht das 1:0 kassierten. Tom Starke hat uns da im Spiel gehalten, über einen frühen Rückstand hätten wir uns nicht beschweren dürfen. In der zweiten Hälfte versuchten wir, auf das zweite Tor zu spielen, aber Bochum hat uns kaum noch Entlastungs-Angriffe erlaubt und von sich aus mächtig Druck gemacht."

Stefes merkte an: "Letztlich war positiv, dass wir uns eine Vielzahl an Chancen herausgespielt haben, nur an der Ausbeute müssen wir noch arbeiten. Deshalb bringt uns der eine Zähler nicht unbedingt weiter. Wer weiß, wie es in der Endabrechnung aussieht." Bommer kämpferisch: "Wir hätten einen ziemlichen Schritt machen können, das hat nicht geklappt. Jetzt gibt es noch vier Spiele, wir machen weiter."

Allerdings fällt es ihm sichtlich schwer, die ständigen Negativ-Erlebnisse zu verdauen. Bommer: "Nach so einem Spiel gibt es wieder lange Gesichter. Irgendwann wird das nervig. Hinten haben wir ein Mal gepennt, Sestak kam aus dem Rücken des Abwehrspielers, der allerdings Ball und Gegner im Blick haben muss. Andere Sachen fand ich aber noch viel gravierender." Das ging an die Adresse der "Abteilung Attacke".

Autor: tt

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