Am dritten Spieltag der Champions League kommt es in der Gruppe F heute zum absoluten Spitzenspiel zwischen dem AC Mailand und dem FC Barcelona. Zudem trifft der FC Valencia in Gruppe G auf Inter Mailand.

"Barca" reist zum Spitzenspiel nach Mailand

beb
20. Oktober 2004, 08:50 Uhr

Am dritten Spieltag der Champions League kommt es in der Gruppe F heute zum absoluten Spitzenspiel zwischen dem AC Mailand und dem FC Barcelona. Zudem trifft der FC Valencia in Gruppe G auf Inter Mailand.

Besonders für den Trainer des FC Barcelona wird das heutige Champions-League-Spitzenspiel beim AC Mailand zu einer Reise in die eigene Vergangenheit. In den späten 80er und frühen 90er Jahren gehörte Frank Rijkaard zur ruhmreichen Milan-Elf, die 1989 und 1990 den Landesmeister-Cup sowie 1992 und 1993 die italienische Meisterschaft gewann.

"Rijkaard wird mit Standing Ovations in San Siro empfangen, weil er die Zuschauer an großartige Auftritte erinnert", glaubt Milans Abwehr-Ass Alessandro Costacurta. Der 38-Jährige hat noch mit dem Niederländer zusammengespielt. Mit seinen Landsleuten Marco van Basten und Ruud Gullit bildete Rijkaard das Herz-Stück der damaligen Milan-Mannschaft. Beim 1:0-Endspielsieg 1990 in Wien gegen Benfica Lissabon schoss der Europameister von 1988 das "goldene Tor".

Rijkaard wäre bereits mit Remis zufrieden

Heute würde sich der heutige Coach des spanischen Tabellenführers bereits mit einem Remis zufrieden geben. Beide Teams führen die Tabelle der Gruppe F mit sechs Punkten an. Im Kampf um Platz drei, der zur Teilnahme am Uefa-Cup berechtigt, erwartet Schachtjor Donezk die Schotten von Celtic Glasgow.

Milans Stadtrivale Inter tritt in Werder Bremens Gruppe G beim spanischen Meister FC Valencia an. Die Interisti holten sich am Wochenende in der Meisterschaft durch einen 3:1-Sieg gegen Udinese Calcio neues Selbstvertrauen und sind nach zwei Siegen gegen Bremen (2:0) und RSC Anderlecht (3:1) klarer Gruppenfavorit.

Arsenal ohne Viera nach Athen

Der deutsche Nationaltorwart Jens Lehmann reist mit Englands Titelträger Arsenal London und einigen Personalsorgen zum Spitzenspiel der Gruppe E nach Athen. Kapitän Patrick Vieira fällt wegen einer Fußgelenk-Verletzung gegen Panathinaikos wohl aus. "Ich glaube, er wird es bis Mittwoch nicht schaffen", prognostizierte Trainer Arsene Wenger. Am Wochenende im wichtigen Liga-Spiel gegen den Dauerrivalen Manchester United soll der Kapitän wieder an Bord sein. Im zweiten Spiel der Gruppe trifft Rosenborg Trondheim auf den PSV Eindhoven.

Der zweite Londoner Champions-League-Klub, der FC Chelsea, scheint vor dem Spiel gegen ZSKA Moskau in eine kleine Krise zu schlittern. Am Wochenende gab es in der Meisterschaft beim 0:1 gegen Manchester City die erste Niederlage, hinzukommt der Drogen-Skandal um den rumänischen Stürmer Adrian Mutu. Jetzt gab der 25-Jährige die Einnahme von Kokain zu und verzichtete auf die Öffnung der B-Probe.

Manipulationsverdacht bei Moskau gegen Chelsea

Die Partie zwischen Chelsea und Moskau hatte schon vor dem Start der Champions League für Wirbel gesorgt. Angeblich sollte der Russe Roman Abramowitsch bei beiden Klubs Mehrheitseigner sein. Das ist laut Reglement nicht gestattet, um jeden Manipulationsverdacht zu vermeiden. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) untersuchte den Fall und kam zu dem Ergebnis, dass der Öl-Milliardär trotz guter Kontakte nicht Besitzer von ZSKA ist.

Im zweiten Spiel der Gruppe H erwartet Titelverteidiger FC Porto im Duell der bislang sieglosen Teams den französischen Ex-Meister Paris Saint-Germain.

Autor: beb

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