Bayer Leverkusen hat am dritten Spieltag der Champions League mit einem 3:1 über den AS Rom den  zweiten Sieg gefeiert. Rom ging durch Totti in Führung, Ponte, Krzynowek und Franca drehten das Spiel für die Bayer-Elf.

Franca macht Leverkusener Sieg gegen Rom perfekt

19. Oktober 2004, 22:47 Uhr

Bayer Leverkusen hat am dritten Spieltag der Champions League mit einem 3:1 über den AS Rom den zweiten Sieg gefeiert. Rom ging durch Totti in Führung, Ponte, Krzynowek und Franca drehten das Spiel für die Bayer-Elf.

Mit einer überzeugenden Leistung hat Bayer Leverkusen den Abwärtstrend der letzten Wochen gestoppt und die Chance auf das Erreichen des Achtelfinales in der Champions League gewahrt. Die Mannschaft von Trainer Klaus Augenthaler gewann gegen den ehemaligen Verein von Ex-Teamchef Rudi Völler, den AS Rom, verdient mit 3:1 (0:1) und feierte nach dem 3:0 gegen Real Madrid den zweiten Saisonerfolg in der Königsklasse.

Zweimal Rot für den AS Rom

Robson Ponte (48.) per Freistoß, der Pole Jacek Krzynowek (59.), der eine Hereingabe von Jermaine Jones volley verwertete, und Franca in der Nachspielzeit trafen für die Rheinländer, die in der ersten Halbzeit durch ein abgefälschtes Freistoßtor von Roms Superstar Francesco Totti (26.) in Rückstand geraten waren. 29 Minuten vor Schluss verlor die Mannschaft vom Tiber Christian Panucci (61.) nach einem Ellenbogencheck gegen Krzynowek. In der 87. Minute wurde auch noch Daniele de Rossi des Feldes verwiesen, nachdem er ebenfalls Krzynowek in die Parade gefahren war.

Bayer tankt Selbstvertrauen

Mit Engagement, Laufbereitschaft und Kampf wurde der italienische Vizemeister in die Knie gezwungen. Nach zuletzt dürftigen Leistungen in der Bundesliga und dem Abrutschen ins Tabellenmittelfeld tankte Bayer unter den Augen von Europameister-Trainer Otto Rehhagel wieder Selbstvertrauen. Das Rückspiel am 3. November gegen die Roma, die weiterhin ohne Punktgewinn ist, könnte bereits richtungweisenden Charakter besitzen.

Leverkusen mit drei Stürmern

Die mutige Augenthaler-Taktik, mit drei Spitzen zu agieren, wurde belohnt. Krzynowek über die linke Seite und Jones über rechts sorgten für viel Gefahr und brachten die Römer ein ums andere Mal in Verlegenheit. "Leverkusen hat nichts mehr zu verlieren. Vielleicht sollten sie noch einen zusätzlichen Stürmer bringen und volles Risiko gehen", meinte Rehhagel im Premiere-Interview in der Halbzeit. Der Bayer-Coach brachte in der Tat den Brasilianer Franca mit Beginn des zweiten Durchgangs als vierte Offensivkraft. Das Alles-oder-Nichts-Spiel von Augenthaler brachte die Wende zum Sieg gegen den dreimaligen italienischen Champion, der zu Saisonbeginn 26 Tage von Bayers ehemaligen Sportdirektor Völler betreut worden war. Der 44-Jährige fehlte allerdings unter den 22.500 Zuschauern in der ausverkauften BayArena. Er verpasste eine starke Vorstellung des Werksklubs.

Rom nutzte Chance zum Ausgleich nicht

Dimitar Berbatow mit einem Kopfball an die Latte (15.) sowie zuvor schon Roque Junior (5.) besaßen frühzeitig gute Möglichkeiten, um Bayer in Führung zu bringen. Wie ein Schock wirkte der Rückstand, als Tottis Geschoss aus 25 Metern von Berbatow unglücklich abgefälscht wurde. Der Superstar der Römer hatte in der 85. Minute noch die Chance zum 2:2, als er mit einem Freitstoß nur die Latte traf.

Die Augenthaler-Truppe knüpfte zumindest zweitweise an die überragenden Leistungen gegen Real und Bayern München (4:1) an. Augenthaler muss es nun gelingen, seiner Mannschaft endlich Konstanz einzuflößen, damit auch in der Bundesliga eine Aufholjagd gestartet werden kann.

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