Am 30. April findet die Jahreshauptversammlung von Fortuna Düsseldorf statt und die Aktivitäten der Mitglieder laufen auf Hochtouren. Vor allem der

Düsseldorf: Fan-Pläne vor der JHV am 30. April

Stehplätze und "mehr Einfluss"

Christian Krumm
25. April 2008, 23:08 Uhr

Am 30. April findet die Jahreshauptversammlung von Fortuna Düsseldorf statt und die Aktivitäten der Mitglieder laufen auf Hochtouren. Vor allem der "Arbeitskreis 95", allen voran Vorsitzender Harald Schmidt, und der "Supperters Club Düsseldorf" haben sich für den letzten Tag des Monats einiges vorgenommen. RS unterhielt sich mit Schmidt über die Vorhaben des Fan-Club-Dachverbands.

Herr Schmidt, was ist geplant?
Wir wollen aus unseren Reihen einen Kandidaten für den Aufsichtsrat ins Rennen schicken. Dadurch erhoffen wir uns mehr Einfluss im Verein. Sinn macht es auf jeden Fall, dass der "AK 95" und der "SCD" sich auf eine Person geeinigt haben und das wird Dr. Dagmar Starke sein, die bisher Vorstandssprecherin des "Supporters Club" ist. Wir erhoffen uns eine gute Chance, da sich unter uns viele Mitglieder befinden.

Was haben Sie sich noch auf die Agenda geschrieben?
Wir haben Anträge beim Verein gestellt, die auch behandelt werden müssen, ob da einige Personen Lust zu haben oder auch nicht.
Worum geht es dabei?
Nach wie vor sind Stehplätze ein wichtiges Thema für uns. Beim Bau der LTU-arena wurde uns erklärt, dass es wegen der Statik nicht funktionieren würde. Unser Oberbürgermeister Joachim Erwin hat uns jedoch versprochen, dass er sich um den Fall kümmern würde, wenn der Club in die Zweite Liga aufgestiegen ist.

Soweit ist es jedoch noch nicht.
Das stimmt, aber wenn wir nicht am Ball bleiben, ist das Thema irgendwann tot. Wie schon gesagt, haben wir Briefe und E-Mails des Oberbürgermeisters und an denen werden wir ihn auch messen.

Sie sprachen von mehreren Anträgen.
Genau, auch die Eintrittspreise sind ein Thema, das uns am Herzen liegt. Es wird gemunkelt, dass nach dieser Saison unabhängig von der Liga-Zugehörigkeit die Tickets teurer werden sollen. Und das wollen wir nicht erst diskutieren, wenn es zu spät ist. Wir haben in unseren Reihen viele Schüler, Azubis, Hartz IV-Empfänger und Behinderte, die es nicht so dicke haben. Auch diese Leute sollen sich weiterhin einen Stadionbesuch leisten können.

Zu einem anderen Thema: Nach dem Niederrheinpokal-Finale in Duisburg kam es wieder zu Fan-Tumulten. Wie haben Sie die Situation gesehen?
Die Leute hatten Frust pur. Ich habe noch nie nach einem Spiel in so viele traurige Gesichter gesehen. Dass nach einem solchen Match etwas passieren wird, war mir klar, auch wenn es nicht sein darf. Auch die Spuckerei gegen Robert Palikuca war absolut ätzend. Umso ärgerlicher, weil es auch eine große Chance war, da viele neue Düsseldorf-Anhänger da waren, die ich vorher noch nie gesehen hatte.

Dementsprechend war die Stimmung am Anfang der Partie gegen RWO nicht gerade toll.
Ja, viele Fans hatten am Anfang keine Lust, das Team anzufeuern, weil die Enttäuschung so groß war. Andere sind erst gar nicht gekommen. Diejenigen werden sich aber im Nachhinein geärgert haben.
Ist jetzt alles wieder gut zwischen Anhängern und Mannschaft?
Ich denke, dass der Sieg gegen Oberhausen nicht einfach alles korrigieren konnte. Jetzt muss er mit den Auswärtsaufgaben in Lübeck und in Ahlen bestätigt werden.

Autor: Christian Krumm

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