Borussia Dortmund hat nach der Wutrede von Trainer Thomas Doll den erhofften Befreiungsschlag in der Bundesliga verpasst.

BVB: Doll nach Remis in Frankfurt mit der Reaktion zufrieden

Blaszczykowski mit dem Premieren-Treffer

sid/rs
25. April 2008, 22:22 Uhr

Borussia Dortmund hat nach der Wutrede von Trainer Thomas Doll den erhofften Befreiungsschlag in der Bundesliga verpasst.

Sechs Tage nach der knappen Niederlage im DFB-Pokalfinale gegen Bayern München erkämpfte sich der BVB aber zumindest ein 1:1 (0:0) bei Eintracht Frankfurt. Damit bremste die Borussia nach zuletzt zwei Niederlagen mit 1:8-Toren den freien Fall in Richtung Abstiegszone und verschaffte Doll nach dessen Generalabrechnung am vergangenen Mittwoch etwas Luft.

Benjamin Köhler (46.) brachte die Eintracht per Kopf mit seinem zweiten Saisontor unmittelbar nach der Pause in Führung. Für den BVB glich Jakub Blaszczykowski nur fünf Minuten später aus. Eintracht Coach Friedhelm Funkel ärgerte sich über den Ausgleich: "Beim Gegentor passen wir in der Mitte nicht auf, das darf nicht passieren. Solche Kleinigkeiten entscheiden Partien, trotzdem sind wir nach dem 1:1 auf dem richtigen Weg. Wir werden unser Saisonziel, das sind 45 Punkte, mit Sicherheit erreichen. "

BVB-Vorstandschef Hans-Joachim Watzke betonte in der Halbzeitpause erneut, dass man keine Trainerdiskussion führe. "Das einzige, was uns nicht gefällt, ist der Tabellenplatz. Doll hat uns letztes Jahr zum Klassenerhalt geführt und diese Saison ins internationale Geschäft", erklärte Watzke bei Premiere: "Wir müssen in der Bundesliga aber auch langfristig eine Entwicklung sehen. Das weiß auch Thomas Doll ganz genau."

Der Rückstand durch Köhler war für die Dortmunder nach einer ereignisarmen ersten Halbzeit wie ein Weckruf. Marc-Andre Kruska traf mit einem fulminanten Distanzschuss nur die Unterkante der Latte (48.), Mladen Petric (53.) scheiterte mit einem Kopfball aus kurzer Entfernung an Eintracht-Keeper Markus Pröll. Dagegen tat sich die Eintracht vor 51.500 Zuschauern in der ausverkauften WM-Arena sehr schwer. In der 88. Minute rettete BVB-Torwart Marc Ziegler nach einem Schuss von Patrick Ochs den Punkt.

Doll hatte im Vergleich zur Niederlage im Pokalfinale nur eine Änderung vorgenommen. Für den angeschlagenen Sebastian Kehl spielte Kruska im defensiven Mittelfeld. Frankfurts Coach Friedhelm Funkel vertraute der gleichen Startelf, die zuletzt beim 1:3 gegen München die dritte Pleite in Folge kassiert hatte. Eine frohe Botschaft für die Fans verkündeten die Hessen vor dem Anpfiff: Der griechische Nationalstürmer und Kapitän Ioannis Amanatidis verlängerte seinen Vertrag vorzeitig um weitere zwei Jahre bis zum 30. Juni 2012.

Nach dem Match bilanzierte Doll: "Wir waren nach der Pause die aktivere Elf, vor dem Wechsel waren wir nicht so gut drin. Das haben auch die Jungs gespürt. Wichtig war, hier zu punkten. Und wir haben eine Reaktion gezeigt. Beim 0:1 kommen die Frankfurter viel zu leicht zur Flanke, dann stehen wir auch schlecht gestaffelt in der Mitte. Aber ich wusste, wir können zurück in die Partie kommen. Klasse, wie wir das 1:1 gemacht haben. Mich freut es für Blaszczykowski, denn es war sein erster Treffer in der Bundesliga. Am Ende wird man dann oft gierig, wenn man eine starke Phase hat. Da war es bedeutend, nicht noch in einen Konter zu laufen."

Autor: sid/rs

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