Das nennt man wohl einen Durchhänger: Der FV Schanhorst gab im bisherigen Rückrundenverlauf seine komfortable Spitzenposition ab und hinkt nun hinterher. Sechs Punkte trennen den FV bei einem Spiel weniger von ATC Brambauer. Noch besteht aber die Möglichkeit, dass die Dortmunder bei einem Erfolg am 25. Mai in Brambauer ein Entscheidungsspiel erzwingen.

Dortmund: FV Scharnhorst hofft weiter auf das "Endspiel"

Zu locker für den Aufstieg

Felix Guth
22. April 2008, 15:13 Uhr

Das nennt man wohl einen Durchhänger: Der FV Schanhorst gab im bisherigen Rückrundenverlauf seine komfortable Spitzenposition ab und hinkt nun hinterher. Sechs Punkte trennen den FV bei einem Spiel weniger von ATC Brambauer. Noch besteht aber die Möglichkeit, dass die Dortmunder bei einem Erfolg am 25. Mai in Brambauer ein Entscheidungsspiel erzwingen.

"Wir müssen uns jetzt darüber klar werden, ob wir wollen oder nicht", sagt Scharnhorsts Trainer Jan Niedzialkowski. Einige Kicker traten nach seinem Geschmack in den vergangenen Wochen "zu locker" auf. Hinzu kommen Undiszipliniertheiten: In den vergangenen beiden Partien in Pokal und Liga kassierte der FV vier Platzverweise. Niedzialkowski stellt fest: "Wir haben den Faden verloren."

Noch bis vor wenigen Wochen war es eine Saison wie im Traum. Scharnhorst blieb bis zum 20. Spieltag ungeschlagen, dann setzte es ein 0:2 bei Ortskonkurrent Alemannia. Seitdem wirkt das Selbstvertrauen der Mannschaft um die polnischen Ex-Profis Adam Woytniek und Daniel Kolodziejski leicht angeknackst. Zwei Siege und zwei Unentschieden ließen den ATC-Vorsprung anwachsen.

Trainer Niedzialkowski hofft auf schnelle Besserung und Nachlässigkeiten bei den Lünern. "ATC hat das schwierigere Restprogramm, muss unter anderem noch gegen BV Lünen und Alemannia spielen", sagt er. Zugleich betont er aber auch: "Wir müssen es selbst richten." Auf derzeit kursierende Gerüchte über Zahlungsschwierigkeiten des Spitzenreiters hören die Scharnhorster deshalb gar nicht.

Zwar bestehe von Vereinsseite keinerlei Druck, dass der Aufstieg klappen muss. "Aber es wäre schön, wenn es mal wieder eine Scharnhorster Mannschaft bis in die Bezirksliga schaffen würde", meint Niedzialkowski. Und nach der famosen Hinrunde wäre ein Scheitern umso ärgerlicher.

Autor: Felix Guth

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren