Sebastian Kehl macht es kurz und knapp: „Wenn wir so auftreten wie in München, dann brauchen wir erst gar nicht nach Berlin fahren.“

Robert Kovac: „Lehren aus dem letzten Sonntag ziehen“

Petric setzt auf den „Einlullungsprozess“

18. April 2008, 09:40 Uhr

Sebastian Kehl macht es kurz und knapp: „Wenn wir so auftreten wie in München, dann brauchen wir erst gar nicht nach Berlin fahren.“

Florian Kringe empfiehlt für diesen Fall sogar: „Dann können wir lieben gleich im Bett bleiben.“ Natürlich werden sie sich des Kopfkissens entledigen und die Reise in die Hauptstadt antreten, selbst wenn Mladen Petric sich und seinen Mannschaftskameraden zusätzlichen Mut einimpfen muss: „Am besten sagen wir jetzt, dass wir die Bayern am Sonntag eingelullt haben und am Samstag unser wahres Gesicht zeigen werden.“

Das ist für Kringe gleichzusetzen mit der Aufforderung, „die Münchner haben natürlich ein starke Mannschaft, aber wir dürfen sie erst gar nicht zu ihrem Spiel finden lassen“. Für Robert Kovac kein Ding der Unmöglichkeit: „Wir müssen die Lehren aus der letzten Begegnung ziehen und die dann auch entsprechend umsetzen.“ Philipp Degen ist außerdem der Auffassung, „jeder muss sich an die eigene Nase fassen. So wie bisher können wir nicht weiterspielen. Wir müssen alle bis an unser Limit gehen“.

Für Petric ist dennoch vorher eine große Reinigungsaktion sinnvoll: „Wir können nicht einfach zur Tagesordnung übergehen, dafür sind solche Situationen wie in München schon zu oft vorgekommen.“ Kehl hält dagegen: „Was sollen wir denn bereden, wir haben ja am letzten Wochenende nichts abgeliefert. Wir müssen die Partie abhaken und uns auf die neue Herausforderung vorbereiten.“

Wenn so oder so die Vergangenheitsbewältigung gelingt, dann könnte Michael Zorc vielleicht doch noch am kommenden Frühlingssamstag sein erwünschtes „Sommermärchen“ live erleben. An der Isar wurde er eher von einem „Alptraum“ durchgeschüttelt. Auch Thomas Doll könnte sein bisheriges Saisonfazit um eine positive Nuance erweitern: „Wir spielen bisher keine gute Spielzeit. Es ist natürlich vorteilhaft, dass wir durch den Pokal ins internationale Geschäft kommen.“ Mit dem Gewinn der Trophäe wäre es noch nicht einmal die Hintertür, die in diesem Jahr den Borussen auch als Verlierer geöffnet wird.

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