Es ist eine dieser Geschichten, die der Fußball so gerne und häufig schreibt:

WSV: Wiwerink vor der Derby-Rückkehr

Ein Mann steht unter Strom

gri
18. April 2008, 09:25 Uhr

Es ist eine dieser Geschichten, die der Fußball so gerne und häufig schreibt:

Da fällt André Wiwerink mit einem Bänderriss in der Schulter seit Ende Februar aus, trainiert seit Wochenbeginn wieder mit der Mannschaft und könnte schon am kommenden Samstag (14 Uhr) in der Startelf stehen – ausgerechnet gegen seinen Ex-Club Rot-Weiss Essen. "Ich bin bereit", steht der Abwehr-Mann vor dem Derby gewaltig unter Strom. Und das liegt nicht nur an den Elektro-Behandlungen, denen er sich zwischen den Einheiten unterzieht.

"Gegen den Ex-Club ist es immer etwas besonderes. Aber ich habe nur ein halbes Jahr lang an der Hafenstraße gespielt, von daher gibt es keinen großen Bezug mehr zum Verein", betont Wiwerink, der aus dem derzeitigen Aufgebot nur noch Daniel Masuch kennt – aus gemeinsamen Zeiten bei Adler Osterfeld. Sein Zusatz: "Ich habe mir vieles anders vorgestellt." Nachdem es zur zu zwei Kurz-Einsätzen in der zweiten Liga gereicht hatte, wechselte der Blondschopf bekanntlich zu den Bergischen. So ganz abgeschlossen hat er aber noch nicht mit dem Unterhaus: "Ich will wieder dorthin, aber diesmal mit dem WSV."

Um den Blick weiter nach oben richten zu können, ist ein Sieg gegen den ungeliebten Nachbarn fast schon Pflicht. Doch Wiwerink ist gewarnt: "Essen steht mit dem Rücken zur Wand, die werden alles für die drei Punkte tun. Schon allein deshalb kann es nur über den Kampf gehen." Er selbst dürfte in der Innenverteidigung zum Gelingen beitragen, wo er den gelbgesperrten Michael Stuckmann ersetzen dürfte.

Und auch im Erfolgs-Fall hat der Mann aus Bottrop-Kirchhellen nichts zu befürchten. "Ich wohne zwar in einem RWE-Einzugsgebiet, die meisten Leute aus meinem Bekanntenkreis sind aber Schalke-Fans", klärt Wiwerink auf. Die Karriere bei den "Königsblauen" hat er längst abgehakt, dennoch weckt Wiwerink angesichts seines auslaufenden Vertrages durchaus das Interesse anderer Club. Nach dreieinhalb Jahren an der Wupper verspürt er allerdings wenig Lust auf eine Luftveränderung: "Ich weiß, was ich am WSV habe. Daher denke ich, dass wir uns demnächst wieder zusammensetzen werden."

Autor: gri

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