Rot-Weiss Ahlen ist in der Regionalliga Nord das Team der Stunde.

RW Ahlen: Trainer Christian Wück im Interview

"Aachen? Das ist noch ganz weit weg"

tt
18. April 2008, 09:21 Uhr

Rot-Weiss Ahlen ist in der Regionalliga Nord das Team der Stunde.

Im Jahr 2008 gelangen sieben Siege, lediglich gegen Cottbus II (1:1) und in Magdeburg (2:2) gab es nicht die volle Ausbeute. Durch den Höhenflug wurde aus dem Mitbewerber um einen Qualifikations-Platz plötzlich ein Aufstiegs-Kandidat. RevierSport unterhielt sich vor dem Knaller in Oberhausen mit Trainer Christian Wück, der früher für Nürnberg und Karlsruhe in der Bundesliga spielte.
Christian Wück, im Moment heißen die Regionalliga-Gegner noch Werder Bremen II oder Energie Cottbus II. Denken Sie schon an Alemannia Aachen?

Nein, Mannschaften wie Aachen sind für uns noch ganz weit weg. Wir denken im Moment nur von Spiel zu Spiel, damit sind wir bisher sehr gut gefahren. Für Samstag in Oberhausen nehmen wir uns drei Punkte vor, ob uns dieser Erfolg gelingt, ist eine andere Frage.

Wird der Sprung in die Zweite Liga mittlerweile deutlich formuliert?

Warum sollen wir jetzt ein Ziel ausgeben, was in fünf oder sechs Wochen vielleicht erst konkret werden kann? Für uns ist es ganz wichtig, konzentriert weiterzumachen, nicht zu überdrehen und auf gar keinen Fall abzuheben.

Der Druck, ganz oben mitzumischen, dürfte angenehmer sein, als sich im unteren Mittelfeld Richtung Quali-Strich zu kämpfen, oder?

Natürlich. Die Arbeit macht im Moment sehr viel Spaß. In der Hinrunde gab es zwar ebenfalls positive Leistungen, aber da hat es teilweise mit der Punktausbeute nicht so geklappt. Wir haben an der Konstanz und am Teamgeist gearbeitet, uns insgesamt weiterentwickelt. Ich denke, dass wir mit Rückschlägen, die wahrscheinlich irgendwann kommen werden, gut umgehen können.

Wie wichtig ist Torjäger Lars Toborg für Ihre Truppe?

Lars ist sicherlich ein wertvoller Spieler, aber mir ist das ehrlich gesagt alles zu sehr auf ihn fixiert. Das Ganze ist ein Geben und Nehmen. Die Mannschaft profitiert von Toborg und umgekehrt.

Wie schätzen Sie RWO ein?

Oberhausen ist mit uns vergleichbar, überzeugt durch Teamgeist und Geschlossenheit. Wer vor der Saison gesagt hätte, dass wir zu dem Zeitpunkt beide oben stehen würden, dem wäre die Ahnung abgesprochen worden. Ich habe großen Respekt vor dem, was RWO bisher geleistet und erreicht hat.

Autor: tt

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