Am heutigen Freitag (18 Uhr) steigt erstmals im Potsdamer Karl-Liebknecht-Stadion das Finale um den DFB-Junioren-Vereinspokal. Dabei hätten die Endspiel-Teilnehmer gar nicht so weit reisen müssen, schließlich treffen Borussia Mönchengladbach und Bayer 04 Leverkusen aufeinander.

Gladbach / Leverkusen: Vorfreude aufs A-Jugend-DFB-Pokalfinale

"Wann hat man so ein Event?"

gri
17. April 2008, 22:03 Uhr

Am heutigen Freitag (18 Uhr) steigt erstmals im Potsdamer Karl-Liebknecht-Stadion das Finale um den DFB-Junioren-Vereinspokal. Dabei hätten die Endspiel-Teilnehmer gar nicht so weit reisen müssen, schließlich treffen Borussia Mönchengladbach und Bayer 04 Leverkusen aufeinander.

Geheimnisse wird es zwischen den West-Vertretern nicht geben, trotzdem dürfte die Cup-Atmosphäre ein echtes Highlight für die Teams werden. Das glauben auch VfL-Coach Uli Sude und sein Gegenüber Sascha Lewandowski, wie sie im RS-Interview verraten.
Uli Sude, wird Ihr Team am heutigen Donnerstag auch eine gewisse Nervosität mit in den Flieger nach Berlin nehmen?

Die vier Tage werden ein Highlight, dem fiebern wir entgegen. Das gilt auch für die Betreuer und alle im Umfeld, die uns unterstützen. Für die ist dieses Erlebnis auch eine Belohnung. So etwas nimmt jeder für sein Leben mit. Wann hat man schon mal so ein Event? Sogar mein Co-Trainer Markus Hausweiler als gestandener Profi ist richtig heiß auf dieses Match, es gibt in der Kabine seit einer Woche kein anderes Gesprächsthema.

Wie sieht es bei Ihnen aus, Sascha Lewandowski?

Wir freuen uns, die Jungs sind sehr fokussiert auf das Spiel. Wir machen auch ganz bewusst nichts anders als sonst, das würde nur die Konzentration stören. Schließlich geht es um einen von zwei Titeln, die auf Bundesebene zu vergeben sind. Ich habe noch nicht mitbekommen, dass irgendjemand gefragt hätte, was im Umfeld geboten sein wird.
Dabei wird das schon einiges sein, korrekt?

Lewandowski: Beide Teams fliegen dorthin, sind im Estrel Hotel untergebracht, haben ein Abschlusstraining und dann noch ein Bankett vorm Match. Das ist mit einem normalen Liga-Duell natürlich nicht zu vergleichen.
Sude: Die Jungs wissen gar nicht, was für eine Plattform sie da haben. Vor dem Anpfiff als Aktiver die Nationalhymne zu hören – mehr Motivation kann es gar nicht geben.
Sind die Rollen schon vor dem Anpfiff klar verteilt?

Lewandowski: Von der Papierform her sind wir der Favorit, weil wir in der Liga die deutlich bessere Saison gespielt haben und der Punkte-Abstand extrem ist. Und trotzdem gehe ich davon aus, dass es eine enge Partie wird. Da ist Qualität in der Gladbacher Truppe, sie haben sich nicht einfach so im Halbfinale bei Hertha BSC durchgesetzt.
Sude: Es gibt keinen Favoriten, nur Sieger und Verlierer. Tabellarisch trennen uns Welten, aber wir spielen nur dieses eine Match. Und da ist klar, dass mit unserem Teamgeist alles möglich ist.

Auch für die Trainer wäre der Titel etwas besonderes, oder?
Lewandowski: Ich stand mit dem VfL Bochum zwei Mal im Finale um die Deutsche Meisterschaft, wir haben gegen Bayern München und den VfB Stuttgart verloren. Daraus jetzt einen Anspruch für mich zu sehen, ist der falsche Ansatz. Ich sehe das Ganze losgelöst von mir.
Sude: Vor 20 Jahren habe ich ganz am Anfang meiner Trainer-Laufbahn mit der Borussia im Pokalfinale 0:1 gegen Nürnberg verloren, jetzt schließt sich in meiner letzten Saison für den VfL der Kreis. Außerdem werde ich am Samstag 52, da möchte ich natürlich richtig reinfeiern.

Autor: gri

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