Es sind nur noch wenige Minuten bis zum Beginn des dritten Drittels zwischen den Kölner Haien und den Eisbären Berlin, als Haie-Center Kai Hospelt spürt, dass er etwas tun muss.  Ein paar Meter trennen ihn und seine Mitspieler vom Eis, als er beim Gang aus der Kabine das Wort ergreift.

DEL: Kölner Haie - Eisbären Berlin 2:1 / Hospelts Ansprache

Mason: "Unglaublich"

17. April 2008, 01:14 Uhr

Es sind nur noch wenige Minuten bis zum Beginn des dritten Drittels zwischen den Kölner Haien und den Eisbären Berlin, als Haie-Center Kai Hospelt spürt, dass er etwas tun muss. Ein paar Meter trennen ihn und seine Mitspieler vom Eis, als er beim Gang aus der Kabine das Wort ergreift.

[box_rsprint]„Auf geht‘s Jungs, nur ein Tor, nur ein Schuss“, brüllt er, untermalt vom Schlagen seines Stocks. Zu diesem Zeitpunkt liegen die Haie 0:1 hinten, die zweite Niederlage im zweiten Play Off-Finale wäre in der Best of Five-Serie schon fast die sichere Vize-Meisterschaft.

Hospelt weiß das, und seine Mitspieler haben es auch verstanden. Nur drei Minuten und vier Sekunden nach der Ansprache gleicht Kamil Piros aus, ehe Dave McLlwain nach überstandener doppelter Unterzahl zum 2:1 einnetzt (50.). Es soll zugleich der Endstand sein, denn „wir waren in der Schlussphase unglaublich“, schwärmt Heim-Coach Doug Mason.

Der wirkt nach dem Match ähnlich euphorisiert wie die 17.986 Zuschauer in der Kölnarena – und schiebt mit einem Grinsen nach: „Für die ersten beiden Durchgänge habe ich keine Erklärung. In der zweiten Pause war es für mich nicht nötig, etwas zu sagen. Die Routiniers haben geredet, danach sind wir mit einer ganz anderen Entschlossenheit ins Schlussdrittel gegangen.“

Das muss auch sein Gegenüber Don Jackson anerkennen. Der sah nicht nur „ein großartiges Match“, sondern auch zwei Defensiv-Reihen, die kaum Chancen zuließen. „Mir war klar, dass wir dieses Ding nur zu Null gewinnen würden“, berichtet Jackson später. Seine Mannschaft sitzt zu diesem Zeitpunkt wartend im Bus.

In Gedanken beim dritten Aufeinandertreffen, das am morgigen Freitag (19.30 Uhr) in der Hauptstadt über die Bühne geht. Und mit der Sicherheit, dass man bereits am Sonntag (14.30 Uhr) in die Rhein-Metropole zurückkehren wird...

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