Der SC Frintrop mischt in der Tabelle zwar ganz vorne mit, so richtig auf dem Zettel hat den Club von der Oberhausener Stadtgrenze kaum einer. Zu stark scheinen die Top-Teams besetzt. Trotz fünf Punkten Rückstand auf Platz zwei hat Trainer Uwe Kuhnke die Aufstiegsträume zwar noch nicht begraben, bastelt aber parallel an einem Kader, der im nächsten Jahr den Sprung in die Bezierksliga packen soll, hochkarätige Verstärkungen inklusive.

Essen: SC Frintrop feilt behutsam am Aufstieg

"Wir kaufen nicht ein wie wild"

Aaron Knopp
14. April 2008, 21:22 Uhr

Der SC Frintrop mischt in der Tabelle zwar ganz vorne mit, so richtig auf dem Zettel hat den Club von der Oberhausener Stadtgrenze kaum einer. Zu stark scheinen die Top-Teams besetzt. Trotz fünf Punkten Rückstand auf Platz zwei hat Trainer Uwe Kuhnke die Aufstiegsträume zwar noch nicht begraben, bastelt aber parallel an einem Kader, der im nächsten Jahr den Sprung in die Bezierksliga packen soll, hochkarätige Verstärkungen inklusive.

Tim Heidbüchel (11 Tore in 18 Einsätzen für den Ligakonkurrenten Tgd. Essen-West II), Yasin Cagatay (vom A-Liga Spitzenreiter Grün-Weiß Wesel-Flüren), sowie Björn Matzel (Leistungsträger beim Landesligisten FC Kray) versprechen Qualität. Weiter Zugänge stehen bereits fest, "da darf ich aber noch nichts zu sagen", zuckt Kuhnke mit den Schultern. Zudem kann der Coach ausnahmslos auf den Kader bauen, der momentan auf Rang vier rangiert. Alle Spieler werden dem Club erhalten bleiben.

Personal, das Aufstiegsambitionen weckt. Dennoch will Kuhnke von Hau-Ruck-Aktionen nichts wissen: "Wir kaufen nicht ein wie wild." Schließlich sei auch die charakterliche Komponente ungemein wichtig. "Ich kann in der Zeitung lesen, wer wo wieviele Tore gemacht hat, aber das heißt erstmal nichts. Wenn die Jungs mir einen empfehlen, dann weiß ich, dass der auch menschlich zu uns passt. Das ist ungemein wichtig, denn gerade die Kameradschaft macht uns stark. Der Spaß sollte nach dem Erfolg direkt an zweiter Stelle stehen." Statt also ausschließlich auf große Namen zu setzen, wolle man auch in der kommenden Spielzeit auf den Nachwuchs bauen. Zwei junge Kicker würde der Coach gerne zusätzlich in den Kader integrieren, Kapitän Sasa Stevanovic zum spielenden Co-Trainer umfunktionieren.

Doch für Kuhnke ist das alles ohnehin noch Zukunftsmusik: "Wir haben uns auch in diesem Jahr noch nicht aufgegeben. Immerhin haben wir das leichteste Restprogramm und sind aktuell am längsten ungeschlagen", erklärt der Trainer nicht ganz ohne Stolz. "Von den drei Spitzenmannschaften haben wir nur gegen Katernberg noch nicht gewonnen, wir können also mithalten." Immerhin geht es an den letzten beiden Spieltagen gegen die Sportfreunde und Union Frintrop. Möglicherweise zwei echte Endspiele.

Autor: Aaron Knopp

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren