Am Ende, als Stefan Klaß, Coach der Hausherren, vom Patzer des Verfolgers Union Mülheim gehört hatte, konnte er noch einmal durchatmen.

Bezirksliga 8 NR: Preußen Duisburg - SuS 21 Oberhausen 0:0 (Ortstermin)

"Da haben wir noch eine Rechnung offen"

Heiko Gaeb
13. April 2008, 19:39 Uhr

Am Ende, als Stefan Klaß, Coach der Hausherren, vom Patzer des Verfolgers Union Mülheim gehört hatte, konnte er noch einmal durchatmen. "Wir wussten, dass es unangenehm werden würde. Der Gegner stand sehr tief. Die wenigen Chancen, die wir hatten, konnten wir nicht nutzen, aber nun geht es weiter."[i]Ein Ortstermin[/i]

SuS Oberhausen hat dagegen seinen Ruf ein Favoritenschreck zu sein weiter untermauert und erneut einen wichtigen Zähler in Richtung Klassenerhalt einfahren können. Dabei hatte die Mannschaft das Konzept von ihrem Trainer Michael Schneider nahezu perfekt umgesetzt. "Wir müssen so lange wie möglich die Null halten", hatte die Devise des 41-Jährigen gelautet.

[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/007/133-7432_preview.jpeg War weitgehend abserviert: Oliver Bähr, Stürmer und ab der nächsten Saison Trainer bei Preußen Duisburg.[/imgbox]Dass es trotz einer klaren Überlegenheit in Anfangsphase weder Andy Lausberg noch Oliver Bähr gelang, die Hauserren in Führung zu schießen, lag vor allem an der guten Leistung der beiden SuS-Abwehrspielern Christopher Schmidt und Dennis Kolbitsch, die die beiden Preußen-Offensivkräften quasi still legten, und das über die gesamte Spielzeit. Die erste Tormöglichkeit hatte Preußen-Kicker David Steindor dann auch erst nach genau 25 Minuten. Danach fanden auch die Gäste immer besser in die Partie und konnten sich auch mit schnellen Kontern und gefälligem Kombinationsspiel immer wieder zeigen. Die zweite Chance in der ersten Halbzeit hatte erneut der Gastgeber. Nach einem schönen Konter über Ludwig Asenso, der neben Hidir Kaya eine starke Leistung im Mittelfeld bot, sich jedoch einige Male festdribbelte, schoss Kaya knapp daneben.

In der zweiten Hälfte waren nicht einmal 60 Sekunden absolviert, da kam DSC-Kicker Mujedin Deari frei zum Kopfball, doch der Mittelfeldspieler erwischte die Kugel nicht richtig. In der Folgezeit schien die Zeit immer weiter gegen die Hausherren zu ticken. Die SuS aus Oberhausen brachte die Gastgeber mit ihrem kompakten Spiel nahezu zur Verzweiflung. So kam es, dass Klaß den langen Bähr bereits nach 76 Minuten vom Feld nahm. Der zukünftige Trainer sah zwar ein, dass vor dem Tor wenig lief, sagte aber: "Ich hätte gerne weiter gespielt, da ich gerade in der Schlussphase immer für einen Treffer gut bin. Aber leider haben wir entgegen unserem Vorhaben kaum über die Außenbahnen gespielt und so ganz vorne kaum Bälle gekriegt."

Drei Minuten vorher haderte die Preußen Bank noch mit Schiedsrichter Thomas Stappen. Nach einer Strafraum-Szene hatte SuS-Kicker Frank Becker den Ball gegen die Hand gekriegt, was natürlich bei den Hausherren den Ruf nach einem Strafstoß laut werden ließ. Der Mann an der Pfeife stand aber auch in der Kritik auf der anderen Seite. Die Zuschauer, die Oberhausen die Daumen drückten, sahen das rustikale Einsteigen von Defensiv-Spieler Jens Benemann als unsportlich an, was der Referee aber stets als normalen Einsatz wertete. [infobox-right]Die Aufstellung und Statistik
Preußen Duisburg: Nickel - Strube - Benemann, Wüst - Asenso, Deari (86. Seefeld), Steindor, Theißen - Kaya - Bähr (76. Lorenz), Lausberg
SuS 21 Oberhausen: Demarino - Becker, Kolbitsch, Schmidt, Thur - Bongers (65. Arendt), Froese (86. Seggio), Kositz, Kowalski - Lange, Verhülsdonk.
Gelb-Rot: Andy Lausberg (Preußen Duisburg, 88.)
Schiedsrichter: Thomas Stappen (Willich)
Zuschauer: 79[/infobox]In vielen Szenen durchaus vertretbar. Zwei Minuten vor dem Abpfiff der regulären Spielzeit stand Lausberg noch einmal im Mittelpunkt des Geschehens. Nachdem der quirlige Stürmer im bisherigen Spielverlauf kaum den Ball an seinem Fuß hatte, versuchte er es mit der Brechstange und kam auch bis in den Strafraum des Gegners, wo er aber gestoppt wurde und zu Fall kam. Seine Forderung nach einem Strafstoß quittierte Stappen mit gelb. Da er bereits vorher verwarnt war, bedeutete dies die Ampelkarte für Lausberg.

"Das Remis geht in Ordnung. Ich bin insgesamt sehr zufrieden mit meinem Team", freute sich SuS-Coach Schneider nach der Begegnung. Björn Nickel, Keeper des Spitzenreiters war indes gedanklich schon beim nächsten Spiel: "Gegen den FSV Duisburg haben wir unser einziges Heimspiel verloren. Da haben wir noch eine Rechnung offen."

Der Torwart der Preußen musste nun seit 360 Minuten in der Liga keinen Gegentreffer mehr hinnehmen.

Autor: Heiko Gaeb

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