Der ehemalige Bundesligist Wattenscheid 09 muss um die Fortsetzung des Spielbetriebs bangen. Es sei

Regionalliga West

"5 Sekunden vor 12" - SGW droht die Schließung

10. Oktober 2019, 08:27 Uhr

Foto: Thorsten Tillmann

Der ehemalige Bundesligist Wattenscheid 09 muss um die Fortsetzung des Spielbetriebs bangen. Es sei "fünf Sekunden vor Zwölf", so der Klub.

Traditionsverein SG Wattenscheid 09 steht vor dem Abgrund. Wie der Fußball-Regionalligist am Donnerstagmorgen bekannt gab, droht dem Klub aufgrund der prekären wirtschaftlichen Lage die Schließung, was die sofortige Einstellung des Spielbetriebs bedeuten würde. Damit stünde Wattenscheid als erster Absteiger aus der Regionalliga West fest. Auch die Jugendabteilung sei von der wirtschaftlichen Schieflage betroffen. Die Entscheidung werde zeitnah fallen. "Wir benötigen in den kommenden zehn Tagen Klarheit in Form von Geld, ansonsten muss ich wegen fehlender Liquidität die Massenunzulänglichkeit anzeigen, den Spielbetrieb einstellen und ordentliche Kündigungen und Freistellungen sämtlicher Mitarbeiter aussprechen", wird Insolvenzverwalterin Dr. Anja Commandeur zitiert.

Seit dem 1. Oktober läuft das Insolvenzverfahren gegen den Klub von der Lohrheide. Aus diesem Grund wurden der Regionalliga-Mannschaft neun Punkte im laufenden Spielbetrieb abgezogen. Da die laufenden Kosten seit Monatsbeginn bis zum Ende der Spielzeit nicht gedeckt sind, könnte die geplante Aufholjagd der Viertliga-Fußballer ein jähes Ende finden. Der monatliche Liquiditätsbedarf wird auf rund 70 000 bis 100 000 Euro beziffert. Bis zum Saisonende werden somit rund 600 000 bis 700 000 Euro benötigt. Dieses Geld müsse der Verein durch Sponsoren aufbringen, da es nur geringe Einnahmen durch den Spielbetrieb gibt. Zuletzt waren nicht mehr als 400 bis 500 Zuschauer bei den Heimspielen.

Insolvenzverwalterin startet Hilferuf

Erste Gespräche mit potentiellen Geldgebern hätten nicht den erhofften Erfolg gebracht, lässt der Klub in seiner Stellungnahme verlauten. Noch nie sei die wirtschaftliche Lage bei der SGW so kritisch gewesen wie aktuell. Dabei hat der Traditionsklub seit Jahren mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Nun scheint der Tiefpunkt erreicht zu sein. 


"Es ist fünf Sekunden vor Zwölf", betont Insolvenzverwalterin Commandeur, die einen letzten Hilfeaufruf startet. "Ein 110-jähriger Traditionsverein inklusive mehrerer hundert Jugendspieler droht komplett zu verschwinden. Das ist ein sehr bedauerliches, doch derzeit realistisches Szenario. Ich kann nur eindringlich an potentielle Sponsoren appellieren, die SG 09 Wattenscheid e.V. finanziell zu unterstützen, um den Spielbetrieb fortsetzen zu können und mitzuhelfen, dem Verein eine sichere Zukunft und Sanierung über ein Insolvenzplanverfahren zu ermöglichen. Künftige Sponsorengelder werden ausschließlich in den laufenden Spielbetrieb fließen und nicht der Befriedigung von Altverbindlichkeiten dienen."

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10.10.2019 - 21:04 - D-Info

@Cronenberger: "Zitat Wenn sich auch nur einer (!) der Hauptgläubiger querstellen, ......, und für die Zukunft keine positive Prognose aufstellt, ist Schluss!"

Die Hauptgläubiger sind mit der eingeleiteten Insolvenz raus. Die haben nix mehr zu melden. Die werden, wenn sie Glück haben über die Quote aus der Insolvenzmasse bedient. Da die Verbindlichkeiten aber auf 1,5 Mio geschätzt werden, wird da möglicherweise auch ne Nullnummer draus.
Die könnten ja noch mal Zocken. Das ist gar nicht so unüblich, dass ein Gläubiger seinem schlechten Geld noch Gutes hinterherwirft um einen Totalverlust zu vermeiden.
Da wäre die Voraussetzung aber ein phantastischer Businessplan für die Zukunft (Und das ist ohnehin in diesem Fall auch unwahrscheinlich).
In 10 Tagen wissen wir mehr.
Schade

10.10.2019 - 20:35 - Cronenberger

Mag sein, das in Westfalen etwas andere Verbandsbestimmungen sind.
Aber unter dem FC Gütersloh hätte kein neuer Verein gegründet werden dürfen.
In Kassel hat es ja 2 Insolvenzen gegeben, wodurch durch Auflösung beider Vorgängervereine dann kurioserweise der alte Namen mit minimalster Änderung wieder benutzt werden konnte.
Trotzdem ist auch der dritte „Kasselaner“ Mittler wieder hoch verschuldet!

10.10.2019 - 20:31 - Cronenberger

@Stauder09
Nein, so ist das nicht gemeint!
Sollte sich Geldgeber finden, die den laufenden Betrieb sicherstellen und die laufenden Kosten garantieren, kann der Verein, wenn (!) die anderen Beteiligten (!), Finanzamt, Sozialversicherung, Banken, diese drei vor allem, kann die SGW09 die Saison zu Ende spielen.
Verschwinden teure Spieler und Kosten, reicht unter Umständen ja auch weniger Geld!
Das ist ja gerade das was beim WSV, auch ohne Insolvenz, passiert.
Wir sind, noch (!) nicht in der Insolvenz!!!
Weil der neue alte Vorsitzende (Alexander Eichner ist ein Sanierungsexperte), alle Kostenfaktoren so gesenkt hat, das man versucht mit der unerfahrenen Mannschaft wenigstens die Saison abzuschließen.
Dann ist schlimmstenfalls die Oberliga die nächste Saison!
Trotzdem mussten die Hauptgläubiger zustimmen, sonst wären hier bereits vor der Saison die Lichter ausgegangen!

10.10.2019 - 20:27 - Stauder09

@Cronenberger:
Wenn richtig verstanden, dann wäre das abwendbar, wenn sich ein Sponsor fände.
Übrigens Gütersloh: "Drei Tage nach der Auflösung des FC Gütersloh wurde mit dem FC Gütersloh 2000 ein Nachfolgeverein gegründet, der mit dem insolventen alten Verein fusionierte. Das neue Präsidium fand eine Lücke in der Satzung des Westfälischen Fußball- und Leichtathletikverbandes. " [Wikipedia zu FC Gütersloh].

10.10.2019 - 20:19 - Cronenberger

@Stauder09
Bestes Beispiel sind Union Solingen und KSV Hessen Kassel!
Beide mussten nach der Streichung aus dem Vereinsregister ebenfalls in der Kreisliga C wieder anfangen!

10.10.2019 - 20:16 - Cronenberger

Noch als Ergänzung:

Bei der Eröffnung des IV wird zunächst nur geprüft, ob die Kosten aus dem Vermögen gedeckt sind.
Wird, da ja jeder der Forderungen hat sich melden kann und muss festgestellt, daß die Quote im Nachhinein sinkt, oder aber die weiteren laufende Kosten, wie Spielergehälter oder Sozialversicherung und Steuern usw. nicht mehr geregelt gedeckt sind, muss (!) der Betrieb eingestellt werden!
Außerdem sprechen da vor allem das Finanzamt und die Sozialversicherung ein gewaltiges Wort mit!
Wenn sich auch nur einer (!) der Hauptgläubiger querstellen, und da ist ja bei der SGW09 noch mehr im Argen als beim WSV, und für die Zukunft keine positive Prognose aufstellt, ist Schluss!
Dann besteht die Gefahr das die Überschuldung kurzfristig wieder eintritt.

10.10.2019 - 20:11 - Stauder09

@Cronenberger:
Ok. Ist nun klarer.
Macht es Deiner Meinung nach also gar keinen Sinn, die 10 Tage "abzuwarten" und zu versuchen, einen Sponsor zu finden?

Wie hat der FC Gütersloh das eigentlich gemacht? Waren die nicht mehrfach am Ende und haben dann mehrfach unter anderem Namen angefangen, aber nicht in der Kreisliga C?

10.10.2019 - 20:06 - Stauder09

@Tschiskale:
Lies mal bitte 13:14 Uhr. Dort habe ich laienhaft, mit Unterstützung von revierloewe10, versucht, den Reviersport-Artikel versucht zu deuten.
Evtl. wird dann klarer worum es geht.

10.10.2019 - 20:06 - Cronenberger

Ich habe mich da falsch ausgedrückt:
Natürlich gibt es jetzt keine Insolvenzverschleppung mehr!
Das Verfahren ist ja eingeleitet.
Aber es darf nach dem Insolvenzrecht kein weiterer Schaden mehr für die Allgemeinheit entstehen.
Daher wurde ja auch geprüft ob genug Masse an Vermögen vorhanden ist, damit ein geregeltes Insolvenzverfahren überhaupt eröffnet wird.
Aus dieser Masse werden dann, bevor überhaupt jemand anderer etwas bekommt, die Kosten des Verfahrens bezahlt.
Danach die öffentlichen Träger und erst dann alle privaten Gläubiger.
Da der Verein in dieser Zeit einem Insolvenzverwalter unterstellt ist, muss jede Ausgabe von ihm gegengezeichnet werden.
Er alleine entscheidet auch wann und zu welchem Zeitpunkt die Angestellten, auch die Spieler, gekündigt werden.
War ja beim WSV auch so.
Die haben dann übrigens auch außerhalb der Transferperiode ein sofortiges Wechselrecht ohne Sperre.
War was, was man uns mal bei einem Trainerlehrgang in Duisburg-Wedau beigebracht hat.
Sollte der Verein den Spielbetrieb einstellen, muss er ja auch aus dem Vereinsregister gelöscht werden und bei einer Neugründung ganz unten anfangen.
Daher wäre die geregelte Insolvenz unter sofortiger Freistellung aller (!) Spieler die bessere Lösung, Selbstwert man mit der A-Jugend die Saison zu Ende spielen würde.
Kosten senken um jeden Preis!
Dann gäbe es noch eine winzige Chance wenigstens in der Ober- oder Landesliga neu zu starten und nicht der Kreisliga C!

10.10.2019 - 20:02 - Tschiskale

So ganz verstehe ich das nicht... erst wird das Insolvenzverfahren eröffnet, weil genug ;Masse vorhanden ist und 10 Tage später wird "Masseunzulänglichkeit" angedroht?

10.10.2019 - 19:53 - Stauder09

@Red1907:
Keine Ahnung wg. Insolvenzverschleppung. Das war eine Antwort zu Cronenbergers Beitrag von 17:50 Uhr: "Ich denke der Insolvenzverwalter wird eh den meisten Spielern spätestens zum Ende des Jahres kündigen.
Weil er dafür Sorge zu tragen hat, daß genau das, was viele den Verantwortlichen unter Umständen vorwerfen, nämlich nicht passieren soll:
Eine weitere Verschleppung der Insolvenz, um weitere Schäden von der Allgemeinheit abzuwenden!"

Kann aber sein, dass tatsächlich versucht wird da etwas nachzuweisen, da lt. Schnusenberg ja schon seit Jahren hätte Insolvenz angemeldet werden müssen.

10.10.2019 - 19:47 - Stauder09

@Red1907:
Von der Stadt ist eher nichts zu erwarten. Die hat bereits ein anderes Aushängeschild. Würde mich sehr wundern. Wobei hier nicht einmal Gelder fließen müssten. Eine Unterstützung bei der Sponsorensuche könnte helfen. Aber auch da: Das Aushängeschild sucht ja auch Investoren und das, wie man las, für zweistellige Millionenbeträge. Da sind die Ressourcen aus der Wirtschaftsförderung evtl. bereits gebunden.
Im übrigen sollte nicht nur die eine Stadt und die ansässige Wirtschaft interessiert sein. Die Jugendspieler kommen ja auch aus den umliegenden Städten, haben es vielleicht bei den großen Vereinen nicht geschafft. Genauso spielen umgekehrt in den Vereinen ja auch Wattenscheider Kinder und Jugendliche. Von daher könnten auch im Umkreis liegende Unternehmen sich der sozialen Bedeutung eines Fußballvereins bewusst werden.
Es scheint äußerst schwierig, jemanden zu finden, der den Verein unterstützt. Zumal die Verantwortlichen ja auch nicht wieder etwas halbseidenes abschließen wollen.
Es wird knapp.

10.10.2019 - 19:31 - Red1907

Edit: Gibt es denn Hinweise auf eine Insolvenzverschleppung?

10.10.2019 - 19:29 - Red1907

@Stauder09
Das Insolvenzverfahren und eine Insolvenzverschleppung sind zwei unabhängig voneinander laufende Verfahren.
Eine Insolvenzverschleppung weist man nicht mal eben nach. Das nimmt Zeit in Anspruch die die SG nicht hat!

10.10.2019 - 19:22 - Red1907

Sollte die SG abgewickelt werden, verliert nicht nur der Fußball im Revier einen Teil der da einfach hingehört, man darf auch nicht vergessen, welchen sozialen Beitrag der Verein in Wattenscheid leistet. Ich hoffe die Stadt und ansässige Wirtschaft sind sich dessen bewusst!

10.10.2019 - 18:19 - Stauder09

@Cronenberger:
Unrealistisch die Klasse frühzeitig zu sichern? Eher nicht. Allerdings ein Aufstieg wäre es tatsächlich unter den gegebenen Bedingungen gewesen. Vielleicht gab es ja Ideen, diese Bedingungen zu ändern. Ich weiß es nicht.
Zum Etat hatte ich vorhin vergessen:
Es gab zwei Geldgeber, die eine Zusage gegeben haben für diese Saison. Laut Aussage sei die Saison durch ihre Unterstützung durchfinanziert. Der Etat war also nach meinem Verständnis gesichert und hätte "zum Überleben" gereicht.
Leider ist dann aber einer der beiden abgesprungen (im Reviersport nachzulesen). Welche rechtliche Handhabe der Verein hat, an das zugesagte Geld zu kommen, weiß ich nicht. Auf jeden Fall wieder ein Beispiel dafür, dass man sich im Verein auf etwas verlassen hat und dann enttäuscht wurde.

Dass das Arbeitsamt nicht aus Liebe zur SGW gezahlt hat ist klar. Es ging um das "Gehälter nicht mehr ins Gewicht fallen".

Ich bin kein Insolvenz-Fachmann, aber da das Insolvenzverfahren schon läuft: Kann dann noch eine Insolvenzverschleppung stattfinden? Hat dieses Insolvenzverfahren nicht die komplette Entschuldung zum Ziel?

Wenn sich ein Sponsor fände und die Saison damit gestemmt werden könnte, müsste kein Spieler gekündigt werden.

Ich glaube, der Unterschied zum Crowdfunding ist der, dass jetzt ein Geldgeber tatsächlich Geld in die laufende Saison steckt und nicht damit Altschulden tilgt.

Danke für die Glückwünsche.

10.10.2019 - 18:14 - rotweissliebe

Im allgemeinen finde ich erst mal, das ein Verein wie Wattenscheid 09 nicht von der Bildfläche verschwinden darf, das Gleiche gilt natürlich auch für den WSV. Wer auch immer Schuld hat, spielt jetzt auch keine Rolle mehr, entscheidend ist das hoffentlich noch der Eine oder Andere Sponsor, Gönner oder Investor um die Ecke kommt und der Neustart beginnen kann.

Alle RWE-Fans dürfen zusätzlich betrübt über die Situation sein, da uns gegenüber Verl 3 zusätzliche Punkte abhanden gehen.

Leider scheint der Exitus so kurzfristig nicht mehr abzuwenden zu sein. Schade....:-(

10.10.2019 - 17:50 - Cronenberger

@Stauder09
Bitte hier was nicht falsch verstehen!
Ich schimpfe nicht auf die Essener!
Im Gegenteil!
Ich bewundere die fans dort schon seit Jahrzehnten!
Würde mir bei unseren Vereinen auch so eine Treue und den Zusammenhaltwünschen, wie es ihn dort in schlechten Zeiten gibt!
Dann wäre vieles bestimmt insgesamt einfacher!
Das mit dem Aufstieg war auch, nur etwas überspitzt so gemeint wie du es beschrieben hast!
Aber mal ganz ehrlich,....war das nicht wirklich total unrealistisch???

Und, egal ob der Etat sich auf die erste Mannschaft oder den gesamten Verein bezieht, er muß zum Überleben gestemmt werden!

Daß das Arbeitsamt eingesprungen ist ist ja nach dem Sozialgesetzbuch auch völlig klar!
Aber nicht weil das die SGW09 ist, sondern weil die Spieler als Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch darauf haben, unabhängig von der Beitragszahlung oder nicht!

Aber es kann nicht sein, gezielt mit diesem Hintergrund sich auf dieses Geld zu verlassen!
Ich denke der Insolvenzverwalter wird eh den meisten Spielern spätestens zum Ende des Jahres kündigen.
Weil er dafür Sorge zu tragen hat, daß genau das, was viele den Verantwortlichen unter Umständen vorwerfen, nämlich nicht passieren soll:
Eine weitere Verschleppung der Insolvenz, um weitere Schäden von der Allgemeinheit abzuwenden!
Für die weiteren Folgen muß ja schließlich auch die Allgemeinheit aufkommen!
Z. B. fehlende Steuerzahlungen, Sozialversicherungsbeiträge, o. ä.!

Daher auch die Frist von noch 10 Tagen!
Bin mal gespannt, ob sich tatsächlich noch Leute finden, die nach dem Crowdfunding noch bereit sind eine Summe, die ähnlich hoch ist freiwillig auf den Tisch zu legen.
Würde mich sehr überraschen!

Denke im besten Fall zerfällt die Mannschaft und man spielt mit "Nobodys" die Saison zu Ende, um einen Neustart in der Oberliga machen zu können.
Vielleicht mit einer kompletten Entschuldung!
Wäre vielleicht der beste Weg!

Viel Glück!!!
Könnt ihr gebrauchen!

10.10.2019 - 17:18 - Stauder09

@Cronenberger:
Zofft sich doch keiner. Wir "diskutieren" wortstark :-)
Wo ist das Ziel "Aufstiegskandidat" her? Habe ich so eigentlich nicht vernommen. Peter Neururer sprach vor Monaten davon: Letzte Saison Klassenerhalt, diese Saison den Klassenerhalt frühzeitig klar machen um dann in der nächsten Saison mal zu sehen, ob man oben mitspielen kann.
Der Liquiditätsbedarf von monatlich 70-100.000 Euro ist nicht eindeutig nur für die 1. Mannschaft definiert, denke ich. Es kann damit der Liquiditätsbedarf des gesamten Vereins gemeint sein, also auch Kosten für Spielbetrieb, Auswärtsfahrten usw. der Jugendmannschaften, Stadionmiete usw.
Hier müsste der tatsächliche Regionalliga-Etat genannt werden, um zu beurteilen, ob es der kleinste Etat ist. Neulich war davon zu lesen, dass der WSV in dieser Saison den kleineren Etat besäße. Möglich, dass der Liquiditätsbedarf sich nur auf die Regionalliga bezieht, aber nicht eindeutig klar.

Genau für die aktuell laufenden Verträge und Ausgaben bis Saisonende wird ja ein Sponsor gesucht. Die Gehälter ab Oktober fallen somit ins Gewicht. Die letzten drei Monate ist das Arbeitsamt eingesprungen.

Nicht auf die Essener schimpfen :-) Die meisten drücken die Daumen und kennen auch derartige Situationen. Im Großen und Ganzen sind wir uns einig, dass wir im Ruhrgebiet zusammenhalten wollen und müssen (zumindest solange bis es in Derbys gegeneinander geht...)
Glück auf.
:-)

10.10.2019 - 17:05 - Stauder09

@09-Onkel und Lohrheide:
Sollen wir nicht bei Google anfangen? Die scheinen ordentlich zu zahlen und mit dem leicht verdienten Geld können wir dann den Verein retten...

Müssen diese Spam-Fritzen sich eigentlich nicht registrieren und zum Kommentieren anmelden?

10.10.2019 - 17:02 - Cronenberger

Hallo Leute, ich weiß gar nicht, was hier gerade abgeht????
Warum zofft ihr euch eigentlich so untereinander?
Ich finde es schlim genug, daß sowohl die SGW09 als auch unser WSV in einer derartigen Situation sind, die auf vielen Faktoren beruht.
Ich kann alle Essener verstehen, die jetzt im Moment auf Wolke 7 schweben!
Aber habt ihr (!) eigentlich die ganzen letzten Jahre inklusive eurer Insolvenz vergessen??
Es sei euch gegönnt, wenn (was ja noch lange nicht klar ist!) ihr am ende der Saison aufsteigen könntet!
Aber, ohne den neuen Geldgeber und auch ein bisschen Glück würdet ihr auch dieses Jahr nur zu den Verfolgern zählen!

Natürlich würde ich mir aus gesunder Rivalität heraus wünschen, auch bei den glücklichen zu sein, die da oben mitreden könnten!
Aber, mal abgesehen von der Unfähigkeit des alten Vorstandes und Managers (Stücker und Bölstler), haben wir hier seid JAhren ja auch noch mit einem starken Konkurrenten innerhalb der Stadt zu kämpfen, der mittlerweile einen Etat von fast 4 Mio. Euro hat!
Da der BHC auch noch in der Handballbundesliga spielt, zieht es logischerweise die Sponsoren dorthin!

Was ich nicht verstehen kann, ist die Tatsache, daß man in Wattenscheid denselben Fehler wie bei uns gemacht hat:
Wie konnte man dieses Jahr mit einem Ziel, ein Aufstiegskandidat zu sein in die Saison gehen?
Von wegen kleiner Etat! Wenn pro Monat 70-100000 Euro fehlen sind das umgerechnet auf die gesamte Saison max. 1,2 Mio Euro!
Von wegen also kleinster Etat der Liga!
Ich habe sehr genau die Entwicklung de3r SGW09 der letzten 2 Jahre verfolgt!

Mit den Voraussetzungen war ein solcher Etat nicht zu stemmen!!!

Dumm, wer glaubt daß das hätte gut gehen können!

Und Spekulationen über, z.B. die Spielergehälter würden ja jetzt nicht mehr ins Gewicht fallen oder ähnliches, alle Verträge die bis zum Saisonende geschlossen sind egal ob Spieler, Sicherheitsdienste, und was weiß ich wofür so ein Regionalligist Geld überweisen muß (vor allem Finanzamt und Sozialversicherung), haben Gültigkeit und müssten eigentlich bedient werden!!!

Es war realistisch gesehen doch nur eine Frage der Zeit, wann das schief geht!
Und bei uns ist es auch nur eine Frage der Zeit! Maximal könnten wir Glück haben, die Saison spielerisch abschließen, mit viel Glück drinbleiben oder in der Oberliga neustarten!

Aber,.... Häme ist nicht angebracht!
Vereine wie der WSV und SGW09 werden im Revier fehlen!
An denen man sich reiben kann und die in schlechten Zeiten auch Geld in die Kassen spülen!
Von daher kann die Freude über die gesicherte Einnahme für Essen auch eine kurzfristige Freude sein, nämlich dann, wenn die Erfolge sich dort nicht so einstellen und man lieber gegen uns statt gegen die Jugend der Bundesligisten antreten würde!

Aber dann viel Spaß!

Ich finde es Schade, wenn solche Vereine, in denen die Fans den Fußball noch leben von der Bildfläche verschwinden!
Und,...dieses Jahr glaube ich ist das noch nicht das Ende der Fahnenstange!
Diese Regionalliga zerstört die Vereine!
Ist ja nicht nur im Westen zu sehen,...die Insolvenzen traditioneller Klubs häufen sich in erschreckender Weise!

10.10.2019 - 16:55 - Stauder09

@Lohrheide
Zum Thema Spielansetzungen. Wie weiter unten geschrieben, ist m.E. Borussia Dortmund II die einzige Zweitvertretung, die einige Zuschauer mitbringt. Habe eben einmal nachgeschaut:
2015/16: Di, 10.11. 20.15 Uhr: SGW - BVB II 1929 Zuschauer
2016/17: Di, 09.08. 19.30 Uhr: SGW - BVB II 2005 Zuschauer (in den und trotz der Sommerferien NRW)
2017/18: Do, 22.02. 19.30 Uhr: SGW - BVB II 385 Zuschauer (zeitgleich mit Atalanta Bergamo - BVB in der Europaleague, Spiel wohl witterungsbedingt in den Febr. verlegt)
2018/19: Mi, 31.10. 19.30 Uhr: SGW - BVB II 282 Zuschauer (zeitgleich mit BVB - Union Berlin im DFB Pokal, Spiel von Aug. in Okt. verlegt)

Ein gewisser Einfluss ist da schon zu erkennen.
Selbstverständlich kann man aber auch fragen, wo die Wattenscheider bei den letzten beiden Spielen geblieben sind. Einige von ihnen sicherlich als zusätzliche "Fans des internationalen oder Bundesliga-Fußballs" (ja, manche interessieren sich für mehr als einen Verein und da scheint die Zweitvertretung weniger attraktiv gewesen zu sein) im anderen Stadion oder zuhause vor dem Fernseher...
An der Stelle hat Rattenfänger auch recht damit, dass bei diesen Spielen mit ca. 2000 Zuschauern die Gästefans offensichtlich in der Mehrheit waren.

Aber an den beiden Spielen können wir nicht die Gesamtsituation festmachen, auch wenn dabei möglicherweise ca. 2x1500 Zuschauer x ca. 20 Euro (Eintritt + Getränk/Wurst abzgl. Kosten) = 60.000 Euro (?) nicht eingenommen wurden. Die aktuelle Situation ist tatsächlich zum größten Teil irgendwann und irgendwie hausgemacht. Allerdings meiner Meinung nach nicht durch den Verein, sondern durch im Namen des Vereins (nicht unbedingt im Sinne des Vereins, wie wir jetzt wissen) handelnde Personen. Diese wurden von den Mitgliedern gewählt. Jetzt könnte man den Mitgliedern des Vereins die Vorwürfe machen. Erstens standen aber meist gar keine anderen Personen für Ämter bereit und zweitens mussten sich die Mitglieder auf die Aussagen, Zusagen und Versprechungen verlassen und ihnen Glauben schenken.
Was wurde da alles angepriesen. Im Zusammenhang mit der geplanten Kooperation mit Galatasaray Istanbul beispielsweise der Verkauf von 1000 VIP-Karten, deren Erlös komplett 09 zugute käme. Nach der Wahl des entsprechenden Kandidaten hat man nichts mehr davon gehört. Will man das nun den Mitgliedern vorwerfen? Gut, eine gewisse Blauäugigkeit bei der Wahl vielleicht, allerdings: Alternativen gab es auch keine.
Dann das Dilemma mit ha³lo (oder wie auch immer geschrieben). Dass man hier einen Versuch starten wollte, ok. Die Zielsetzung war leider etwas zu vollmundig. Aber zumindest für einige Jahre Regionalliga finanzieren zu können hatte man die Hoffnung
Was ist dem Verein vorzuwerfen? Vor Jahren hat man in den unteren Ligen bereits "neu angefangen" (allerdings auch da wohl mit alten Schulden). Dass überteuerte Spieler geholt wurden, kann wohl auch nicht der Fall sein.
Ein Problem ist, dass vor einigen Jahren der "gute Ruf" kaputt gemacht wurde. Altgediente Jugendtrainer und Ehrenamtliche wurden vergrault, dem Verein nicht nahestehende Sportstudenten dafür als Jugendtrainer eingesetzt, Sponsoren und langjährigen Geldgebern (wenn auch im kleinen Rahmen) wurde das Engagement vermiest, Spieler wurden mit falschen Versprechungen gelockt usw. Einst war 09 für sein familiäres Umfeld bekannt. Auch davon ist leider zuletzt nicht mehr viel zu spüren. Hier ist zumindest ein Ansatzpunkt: Familien mit Kindern den Besuch im Stadion schmackhaft machen.
In dem Zusammenhang: Wir haben früher in der Schule ab und an mal eine Freikarte erhalten. Das eine oder andere Kind ist dann mit den Eltern ins Stadion gegangen. Aber auch hier lässt sich der Verein die Butter vom Brot nehmen. Selbst in Wattenscheid werden die Grundschulen von Spielern des VfL Bochum besucht (selbstverständlich mit Geschenken...). Warum hat man dieses Feld einfach so überlassen?

10.10.2019 - 15:59 - Hüller

@ Ratte.....
was bedeutet das denn, wenn von 8150 Essener Fans 8000 aus Essen kommen ??? Ich hoffe, W09 kann noch den Kopf aus der Schlinge ziehen.

10.10.2019 - 15:15 - Stauder09

@thoms:
Deshalb ist der Insolvenzantrag gestellt und das -verfahren eingeleitet worden.
Im Grunde hinkt der Verein mit den Zahlungen Jahre hinterher (Altlasten). Die Fehler sind gar nicht mal unbedingt aktuell, sondern bereits vor einigen Jahren gemacht worden. So mussten jahrelang immer die ältesten oder "wichtigsten" Schulden zuerst bedient werden. Und hier hat man nun die Reißleine gezogen.
Zum seriösen Neuanfang: In meinem ersten Kommentar hatte ich darauf hingewiesen, dass im Artikel noch fehlt: ""[…]
Es gibt bereits designierte Vorstandsmitglieder, die an einem neuen Konzept und einer professionellen Struktur arbeiten. Sofern es gelingt, die Einnahmenseite zu stabilisieren, ist eine Neuausrichtung und Sanierung des Vereins möglich."
Das ist der Homepage von 09 entnommen und liest sich (zumindest) wie eine Antwort auf den von Dir angesprochenen Neuanfang. Ob das Konzept dann Erfolg haben wird steht in den Sternen.
Auf jeden Fall: Danke für die Glückwünsche im Sinne des Daumendrückens.

10.10.2019 - 15:13 - Außenverteidiger

Richtig Lohrheide. Ohne U23 Teams wäre mehr Platz für Teams mit Gästeanhang oder Derbys. Daran hängt auch die Attraktivität für Sponsoren etc...eine lange Kette, die leider abgeschafft/zerstört wird.

Ihr seid leider nicht der erste Verein. Erkenschwick, Herne, Wanne Eickel, Solingen...wären tolle Duelle gewesen. Für mich persönlich hören sich die Gegner besser an als U23 Teams mit Spielern über 23...

Viel Glück bei der Sponsorensuche. Drücke euch die Daumen.

10.10.2019 - 15:03 - Stauder09

@IchDankeSie1907:
Vielen Dank.
Zu dem Vorschlag: Das wäre ein Weg, aber als 09er hofft man natürlich darauf, trotz der -9 Punkte nicht abzusteigen und dass der Verein auf anderem Wege gerettet werden kann.
Neben den Spielergehältern gibt es noch weitere Kosten, wie wahrscheinlich Stadionmiete usw. Wie sich das anteilig in den veranschlagten 70-100.000 Euro / Monat verhält, weiß ich nicht. Und Kündigungen ziehen sicherlich wieder Abfindungen oder ähnliches nach sich, da die Spieler Verträge bis zum Ende der Saison haben.
Der genannte Liquiditätsbedarf scheint sich zudem nicht nur auf die 1. Mannschaft zu beziehen, sondern auf den gesamten Verein inkl. der Jugendmannschaften. Das geht leider nicht eindeutig aus dem Text hervor. Also: Wieviel wird ohne 1. Mannschaft benötigt und wieviel spart man ohne sie?
Ja, Du hast Recht, da hängen Jugendmannschaften dran. Im Artikel ist von mehreren hundert Spielern die Rede. Den Aspekt, dass ein Sportverein auch eine soziale Rolle übernimmt und vielen Jugendlichen ein vernünftiges Angebot bietet ihre Freizeit zu gestalten, sieht ein Horst15 natürlich nicht. (Da er von "horrenden Forderungen von … Fußballsöldnern" schreibt, scheint er Wattenscheid 09 mit irgendeinem anderen Verein zu verwechseln. Wie dem auch sei...).

10.10.2019 - 14:50 - Lohrheide

Ich verstehe zwar im Kern die Kommentare, die hier sagen, wir haben jahrelang zu schlecht gewirtschaftet. Aber das ist eben nur ein Teil der Wahrheit. Ohne Zweitvertretungen der Profivereine kämen wir alle finanziell besser klar. Das letzte Beispiel hatten wir vor 10 Tagen gegen Köln II; da hat der DFB durch seine Spielansetzung Kölner Fans vom Besuch bei uns abgehalten und leider auch einige Einheimische, die anscheinend lieber um 15.30 Uhr BL im TV gucken wollten. Shame on them.

10.10.2019 - 14:47 - Lohrheide

@Stauder09: Räumlich gesehen müsste ich dann zum FC Herdecke-Ende gehen. Das lasse ich aber mal lieber ^^.
@Horst15: TROLL Dich... Stauder09 hat so was von recht; lieber für wenig Geld Hauptsponsor sein, als ne Million an Schalke oder Dortmund geben, wo es als kleines Almosen verbucht wird.

10.10.2019 - 14:43 - thoms

Bei aller Nostalgie und Tradition: Wenn ein Verein seit Jahren nicht in der Lage ist, den Betrag aufzubringen, der für eine Saison notwendig ist, dann muss auch irgendwann mal Schluss sein. Auch im Interesse der Mannschaft, die ein Recht darauf hat, dass der Vertrag, den die Spieler geschlossen haben, erfüllt wird. Bei 09 ist es seit Jahren so, dass sie immer haarscharf an der Insolvenz vorbeischrammen. Ich finde, langsam reicht es.

Und dann kann es (vielleicht) einen Neuanfang geben, hoffentlich seriöser und auf kleinerer Flamme als bisher. Viel Glück dabei.

10.10.2019 - 14:34 - Horst15

@0.10.2019 - 14:25 - Stauder09
"@Horst15:
Deine Meinung zu Vereinen hast Du bereits in mehreren Kommentaren kundgetan. Da antworte ich nicht weiter drauf."

Ist auch gar nicht nötig. Kleiner Hinweis: hinter Vereinsbrillen in Glasbausteinstärke sieht man die reale Welt nicht mehr.

10.10.2019 - 14:25 - Stauder09

@Horst15:
Deine Meinung zu Vereinen hast Du bereits in mehreren Kommentaren kundgetan. Da antworte ich nicht weiter drauf.

10.10.2019 - 14:17 - Horst15

@10.10.2019 - 13:55 - Stauder09
"Das traurige ist, dass wahrscheinlich ein einziger der x Sponsoren eines Bundesligisten zur Rettung beitragen könnte. Aber offensichtlich ist der Werbeeffekt als einer unter vielen in einer langen, gut bezahlten Sponsorenliste höher als wenn man DER Hauptsponsor und Retter eines Vereins sein könnte mit vermutlich einem Bruchteil des Geldes."

Also wirklich, dieser Satz ist der Gipfel der Weltfremdheit!
Für was steht denn dieser Verein noch?! Was sollte einen Sponsor bewegen, hier aktiv zu werden? Die "innere Befriedigung" einen Verein mal wieder über ein paar Monate bis zur nächsten Insolvenz am Schei**en gehalten zu haben?

Wenn ich das ensprechende Geld hätte, würde ich es nicht in diesen Verein stecken, sondern in Münzen umtauschen.
Die würde ich dann Münze für Münze in den Gulli werfen. Dann würde ich es wenigstens klimpern hören -- in Wattenscheid wäre das Geld sang- und klanglos weg.

10.10.2019 - 14:10 - IchDankeSie1907

Ich drücke euch die Daumen, dass euer Verein diese Insolvenz überlebt.
Kündigt den Spielern in der ersten Mannschaft und spielt mit der A-Jugend die Saison zu Ende. Der Abstieg mit den neun Punkten lässt sich wahrscheinlich nicht vermeiden. Aber ohne "große" Spielergehälter wird der Verein erstmal überleben. Da hängen ja auch bestimmt eine ganze Menge Jugendmannschaften dran, die man nicht vergessen sollte.
Wie gesagt, Glück auf nach Wattenscheid.
Ps: Ich schau mir tausend mal lieber Wattenscheid an als Bergisch-Gladbach oder Lippstadt.

10.10.2019 - 13:55 - Stauder09

@koopjie:
Die Spielergehälter der aktuellen Saison wurden meines Wissens nach bisher (3 Monate) aufgrund des Insolvenzverfahrens vom Arbeitsamt übernommen. Da sollte nichts mehr offen sein. Was anderes wohl die offenen Gehälter der letzten Saison. Da wären die Spieler dann Gläubiger.
Und für die kommenden Monate geht es ja genau darum, einen Geldgeber zu finden und keine neuen Verbindlichkeiten durch offene Spielergehälter aufzubauen.

@Lohrheide:
Wenn es so sein sollte, dann treffen wir uns demnächst bei DJK im Stadtgarten. Musst' Dich aber dann umbenennen in Stadtgartenring :-)

Das traurige ist, dass wahrscheinlich ein einziger der x Sponsoren eines Bundesligisten zur Rettung beitragen könnte. Aber offensichtlich ist der Werbeeffekt als einer unter vielen in einer langen, gut bezahlten Sponsorenliste höher als wenn man DER Hauptsponsor und Retter eines Vereins sein könnte mit vermutlich einem Bruchteil des Geldes.

10.10.2019 - 13:43 - Stauder09

@Rattenfänger:
Das mit den Gästefans haut irgendwie nicht hin. Es sei denn, die SGW scheint für Gästefans attraktiver zu sein als RWE, was ich nicht glaube.
Aber Deine Zahlen hießen, dass bei 09 über 390 auswärtige Gäste (Hälfte von 785) im Schnitt zugegen waren und bei RWE nur 150 (8150 - 8000) ? Auch am Bierchen genascht? Dann aber wohl Stern Pils?
Außerdem wird die Zuschauerquote dann ja noch geringer im Bezug auf die Einwohnerzahl.
Woher die Kenntnisse über Anteil Heim- und Gästefans sind, weiß ich nicht. Gibt es da eine Quelle?
Mich interessieren die Zuschauerzahlen auch eigentlich überhaupt nicht. In WAT weiß man, dass es aktuell und in den letzten Jahren zu wenige sind. Das ist aber (noch) nicht das Kriterium für den Erfolg einer Mannschaft.
Dein Ansatz "Spielplan" war allerdings interessant, wenn auch anders gemeint. Hier spielen nämlich die Ansetzungen ebenfalls eine Rolle. Wann kommen die attraktiven Gegner? Gibt es TV Übertragungen und wie oft (bei uns schon zwei Heimspiele)? Wann ist Anstoß, 14 Uhr oder 15.30 Uhr (Skype-Couch-Bundesliga-Zeit)? Spielansetzungen in der Woche (z.B. gegen BVB II, die wohl einzige II.-Mannschaft, die tatsächlich einige Zuschauer mitbrächte) usw. Im Idealfall kämen zugegeben auch momentan keine 2-3000 Leute in die Lohrheide, aber vielleicht zumindest eine vierstellige Zahl.
Achso: Stauder schmeckt einfach einen Tacken besser als Fiege. Und nur in der Not trinkt der Teufel Fiege.

10.10.2019 - 13:43 - Lohrheide

Na ja, dann fahren wir mal Abschiedstour. Samstag ab zu Häcker Rödinghausen und unser Abschiedsspiel wird wohl in 10 Tagen gegen Henkel Düsseldorf II stattfinden. Wenn's das gewesen sein sollte, wird mich wohl den Rest meines Lebens kein Stadion mehr zu sehen bekommen. Und ich habe meinen Eintritt nie nur in der Lohrheide gelassen, sondern auch eine vierstellige Zahl von anderen Spielen besucht. Aber das war's dann wohl. Wofür auch?

10.10.2019 - 13:40 - Lohrheide

Ihr werdet uns schon noch vermissen, wenn ihr demnächst nur noch gegen die Zweitvertretungen von Düsseldorf, Gladbach, Schalke, Köln und Dortmund spielen dürft. Und Meinerzhagen...
Misswirtschaft und Blender hin oder her: Viel Schuld an unserer und der Gesamtsituation älterer Traditionsvereine trägt schlicht und einfach der DFB, der den Amateurfußball zugunsten der großen Eventvereine vor die Hunde gehen lässt.

10.10.2019 - 13:29 - koopjie

@Stauder09, genau richtig erklärt. Jedoch sind aufgelaufene Spielergehälter auch Verbindlichkeiten. Somit sind die Spieler ebenfalls Gläubiger.

10.10.2019 - 13:14 - Stauder09

@revierloewe10:
Danke.
Und genau dort steht, dass die Insolvenzmasse zur Befriedigung der Gläubiger verwendet wird. Die Insolvenzmasse wird also über irgendeinen Schlüssel aufgeteilt und anteilmäßig auf die Gläubiger verteilt. Diese erhalten somit einen Teil des ihnen eigentlich zustehenden Geldes.
Im Artikel geht es aber nicht darum, die Gläubiger nicht mehr über die Insolvenzmasse befriedigen zu können ("rückwärtsgerichtet"), sondern den laufenden Spielbetrieb zu finanzieren ("vorwärtsgerichtet"). Hierzu darf die Insolvenzmasse scheinbar nicht genommen werden, weil sonst die Gläubiger weniger erhielten. Es muss daher neues Geld her.
Herr Schnusenberg sprach von der Insolvenzmasse, die nun an die Gläubiger "verteilt" wird und nicht von erstaunlichen Geldern, die in den laufenden Spielbetrieb gesteckt werden können.
Danke noch einmal für den Link, der mir bei der Aufklärung meiner Frage helfen konnte.

10.10.2019 - 12:52 - revierloewe10

@Stauder und @09-Onkel
https://de.wikipedia.org/wiki/Insolvenzmasse
Hier wird der Begriff "Masse" im Insolvenzverfahren erläutert...….. Und eben diese scheint ja entgegen den Ankündigungen so gut wie gar nicht vorhanden zu sein. Es sei denn Herr Schnusenberg meinte mit dem Wort "erstaunliche" eben erstaunlich wenig bis gar nichts, dann hab ich den damaligen Artikel falsch gedeutet.

10.10.2019 - 12:45 - Rattenfänger

Dieser Kommentar wurde entfernt.

10.10.2019 - 11:30 - Stauder09

Ach ja, Rechenspiele: RWE ist ja DER Verein der Stadt Essen. Wie viele Einwohner hat die Stadt Essen? 590.611 (Stand: 31.12.2018). Zuschauerschnitt von RWE in der Saison 2018/2019: 8150.
Das sind 1,38% der Essener Bevölkerung.
Die SG Wattenscheid 09 ist ja "nur" der Vorort-Verein der Oststadt. Einwohner Stadtteil Wattenscheid: 72774 (Stand: 01.01.2019). Der Zuschauerschnitt der letzten Saison: 785. Das sind 1,08%. Das Interesse am Verein also nur gering weniger als in Essen?
Übrigens hatte der SC Wiedenbrück in der letzten Saison eine ebenso berechnete Quote von 2,74% und Rödinghausen sogar 15,49%.
Aber wie bereits geschrieben: Punkte für den Aufstieg oder gegen den Abstieg generiert trotzdem kein Verein daraus.

10.10.2019 - 11:11 - koopjie

Um die SGW tut es mir wirklich sehr leid. Leid tut mir auch, dass ich Örly erneut recht geben muss. Viele Dinge sind hausgemacht. Man darf aber nicht vergessen, dass eine Insolvenz kein Verbrechen ist, sondern die Chance auf einen Neustart.

Vielleicht wäre es bei meiner Westfalia sogar das Beste, dann könnte man bei Null beginnen und müsste den Jahrzehnte lang aufgebauten Schuldenberg nicht mehr vor sich herschieben, den Stieneke und Loch zu verantworten haben.

10.10.2019 - 11:09 - Stauder09

@Rattenfänger:
Stimmt, wir hätten hier fast die Neuauflage der Fußballregeln vergessen.
Neues Ziel des Spiels ist es nicht mehr, Tore zu erzielen, sondern die meisten Zuschauer zu haben und die meisten Dauerkarten zu verkaufen.
Einen weiteren Bonuspunkt gibt es für den Verein A, dessen ehemalige Spieler (Abk.: Ex-, wobei die Abkürzung einem Titel gleichkommt, den zu tragen nur den ehemaligen Spielern vorbehalten ist) am verstreutesten unterkommen und für den Verein B, der die meisten ehemaligen Spieler dieses Vereins A aufnimmt.
Erfüllt man mehrere dieser Kriterien kann man sich diverser Schlagzeilen in einschlägigen Fachmagazinen sicher sein.
Ob die damit erzielte Punktzahl am Ende zu einem Aufstieg führt, ist in den Statuten, auch in der Neuauflage, leider nicht eindeutig definiert. Der Verband berät aktuell noch darüber, ob hierdurch eine allen gerecht werdende Auf- und Abstiegsregelung gefunden werden kann.

10.10.2019 - 10:54 - Rattenfänger

War nur ein Test - natürlich nur 7.000 Tagesbesucher (aber mehr als WAT-Fans in einer ganzen Saison).

10.10.2019 - 10:53 - Rattenfänger

Danke für den Spielplan, lieber Verband.
Dadurch haben wir unsere Einnahmen aus dem WAT-Spiel im Trockenen
(11.000 Zuschauer - 4.000 Dauerkarten = 8.000 zahlende Tagesbesucher)!

10.10.2019 - 10:49 - 09-Onkel

@Stauder09....da wirst keine Erklärung bekommen, manche lesen nur Überschriften und befassen sich nicht mit den Fakten, hauen dann aber einen Kommentar raus.

10.10.2019 - 10:46 - Horst15

Ich fasse mir immer an den Kopf, wenn ich hier so tiefschürfende Ergüsse lese, wie es zu diesen Pleitesituationen gekommen ist.
Es ist ganz einfach: profilneurotische Vorstände, meist in abgestürzten Traditionsvereinen, wollen die Fans, die nach alten Zeiten lechzen bzw. immer noch in diesen alten Zeiten leben, irgendwie zufriedenstellen.
Dafür fallen sie auf die z.T. horrenden Forderungen der vagabundierenden Fußballsöldner herein.
Folge: Verein kaputt

10.10.2019 - 10:31 - Stauder09

@revierloewe10:
Kannst Du uns die Zusammenhänge zwischen der von Herrn Schnusenberg angesprochenen Masse, der Insolvenzmasse, dem monatlichen Liquiditätsbedarf und den jetzt benötigten Geldern, die nicht der Befriedigung von Altverbindlichkeiten dienen, erklären?
Mir ist nicht klar geworden, welche völlig neue Bedeutung die Aussage von Herrn Schnusenberg jetzt bekommen hat.
Ich scheine das Verfahren noch nicht verstanden zu haben.

10.10.2019 - 10:26 - Stauder09

Hätte auch noch im Artikel erwähnt werden können:
"[…]
Es gibt bereits designierte Vorstandsmitglieder, die an einem neuen Konzept und einer professionellen Struktur arbeiten. Sofern es gelingt, die Einnahmenseite zu stabilisieren, ist eine Neuausrichtung und Sanierung des Vereins möglich."

10.10.2019 - 10:07 - lotto-wanne

Nicht weit entfernt, am Schloß Strünkede in Herne, gibt es einen Verein, der ja offensichtlich nicht mehr in der Lage ist,
auch nur kleine Beträge, wie z.B. Verbandsabgaben, aus der Vereinskasse zu bezahlen.
Da musste ja eine Privatperson den Verein vor dem sofortigen Ausschluß vom Spielbetrieb retten.

Ich glaube, dieser Club wäre gut beraten, bei den Vorgängen um Wattenscheid aufmerksam mitzulesen. Ich denke, es könnte in absehbarer Zeit helfen.

10.10.2019 - 09:37 - Lackschuh

Auch mir ging sofort Herr Schnusenberg durch den Kopf, aber dessen Rolle bei W09 wäre eh eine große Hinterfragung - das Gespann der Herren Schnusenberg und Neururer geht in die Bücher ein und somit hat Herr Neururer doch sein Ego gestillt!

10.10.2019 - 09:20 - revierloewe10

Na da bekommen doch die Aussagen von Herrn Schnusenberg eine völlig neue Bedeutung...…..Zitat: "Wir werden eine erstaunliche Masse vorfinden", sagte Josef Schnusenberg gegenüber RevierSport bereits kurz nach dem Insolvenzantrag des Klubs...…
Traurig wäre es vor allem für den Jugendbereich, denn die Kinder und deren Eltern haben in der Regel mit einem derartigen Missmanagements nichts zu tun......