Concordia Wiemelhausen kam beim Aufstiegsfavoriten DSC Wanne-Eickel nicht in die Zweikämpfe und verlor deshalb deutlich mit 1:5. Der Kantersieg war dagegen gut für das Selbstvertrauen des DSC.

Westfalenliga 2

5:1! DSC Wanne-Eickel legt furiosen Auftakt hin

Stefan Stobbe
06. September 2020, 18:52 Uhr
Sebastian Westerhoffs DSC gewann deutlich mit 5:1. Foto: Olaf Ziegler

Sebastian Westerhoffs DSC gewann deutlich mit 5:1. Foto: Olaf Ziegler

Concordia Wiemelhausen kam beim Aufstiegsfavoriten DSC Wanne-Eickel nicht in die Zweikämpfe und verlor deshalb deutlich mit 1:5. Der Kantersieg war dagegen gut für das Selbstvertrauen des DSC.

„Weiter, weiter“, rief DSC-Trainer Sebastian Westerhoff über den Platz als seine Mannschaft schon längst mit 4:1 führte. Das war ihm nicht genug. Der Aufstiegsaspirant wollte schon zum Auftakt der Saison ein klares Zeichen setzen. Mit dem 5:1 (2:1) gegen Concordia Wiemelhausen gelang dies auch fast perfekt.

Das Gegentor schmälerte das Ergebnis zwar etwas, doch Westerhoff konnte auch daraus positive Erkenntnisse ziehen: „Nach dem 0:1 denkt man immer, das wird jetzt etwas schwierig. Doch ich habe den Jungs auch schon in der Halbzeit gesagt, dass ich wirklich sehr, sehr stolz drauf war, wie sie reagiert haben.“

Gerade mit Hinblick auf die vergangene Saison und die mitunter etwas unglückliche Vorbereitung – zuletzt unterlag der DSC dem Niederrhein-Oberligisten SpVg. Schonnebeck mit 0:6 – stufte Westerhoff den Auftaktsieg noch höher ein. „Das war extrem wichtig. Gerade für das Gefühl der Jungs, damit sie wissen, dass sie noch gut sind“, lautete sein Fazit zum Spiel.

Wiemelhausen-Trainer hadert mit dem Zweikampfverhalten

Auf der Gegenseite gab es deutlich mehr Verbesserungsbedarf. Daniel Oehlmann, zuvor Co-Trainer unter Jürgen Heipertz, gefiel vor allem das Zweikampfverhalten seiner Mannschaft nicht. „Wir hatten uns vorgenommen, dass wir gut in die Zweikämpfe kommen, Nadelstiche setzen und schnell in die Tiefe kommen. Das hat in ein, zwei Situationen funktioniert. Grundsätzlich sind wir aber über 90 Minuten nicht in die Zweikämpfe gekommen“, erklärte Oehlmann.

In der Kabine sei Oehlmann nach dem Spiel „recht deutlich“ geworden. „Das ist schon ein ordentlicher Dämpfer zum Auftakt. Wir hatten in der Vorbereitung besprochen, dass wir über Aggressivität und gutes Zweikampfverhalten ins Spiel kommen müssen. Wenn man das im ersten Spiel schon nach fünf Minuten missen lässt, dann muss man sich nicht wundern, dass man hier verliert“, meinte Oehlmann.

Ein Grund dafür dürfte auch der verletzungsbedingte Ausfall der zentralen Mittelfeldspieler Muhammed Aksu und Hennig Wartala gewesen sein. „Das sind zwei Spieler, die der Mannschaft enorm Stabilität geben. Man hat gemerkt, dass wir da nicht den Zugriff hatten“, so Oehlmann. Dazu fehlten noch Moritz Köhler, Leeroy Mbenda, Felix Stahmer und Mattis Kern (gesperrt).

Gegen Aufsteiger FC Borussia Dröschede (13. September, 15 Uhr) soll dies besser werden. Der DSC trifft auf Westfalia Wickede (13. September, 16 Uhr). Der Auftaktsieg spielt dabei keine Rolle mehr. „Natürlich ist es gut, doch das wird ein ganz anderes Spiel“, sagte Westerhoff.

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