Erst der Patzer gegen Bochum, dann sein Aussetzer in der Sonntagspartie gegen Leverkusen.

BVB: Ziegler-Patzer eröffnet Torhüterdiskussion

“Er muss seine Nerven in den Griff kriegen”

md
12. April 2008, 09:12 Uhr

Erst der Patzer gegen Bochum, dann sein Aussetzer in der Sonntagspartie gegen Leverkusen.

Einen Rückpass von Dede kickte er in Richtung des lauernden Bayer-Stürmers Stefan Kießling: BVB-Keeper Marc Ziegler gerät immer mehr unter Druck. Zumal sein Konkurrent Roman Weidenfeller am Dienstag im Test gegen Erkenschwick nach 108 Tagen ein weitestgehend fehlerfreies Comeback gab und im Hintergrund mit den Hufen schart.

“Marc muss seine Leistungen stabilisieren und seine Nerven in den Griff bekommen. Denn weder das Ding gegen den VfL noch der Patzer gegen Leverkusen dürfen passieren, wir sind hier schließlich im Profifußball”, findet Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc deutliche Worte für das, was man im Sportler-Jargon wohl eine Formkrise nennt. Hielt der 31-Jährige vor einigen Wochen noch überdurchschnittlich, hat er sich in den letzten Partien zu einem zusätzlichen Unsicherheitsfaktor in der sowieso nicht gerade stabilen BVB-Hintermannschaft entwickelt. Sorgen um seinen Schlussmann macht sich Zorc dennoch nicht: “Wir haben genug frühere Torhüter bei uns im Trainerstab, die sich seiner Probleme annehmen und ihn wieder aufrichten werden.”

Und das wird auch nötig sein, wenn man verhindern möchte, dass man am Ende ohne Pokal in Händen, dafür aber mit einer heftigen Torwartdiskussion im Dortmunder Regen steht.
Ein vorzeitiger Tausch im Kasten scheint derzeit ausgeschlossen. Ziegler hat den BVB mit seinen Paraden gegen Bremen, Hoffenheim und Jena ins Finale gebracht und Weidenfeller vor seiner Verletzung nicht gerade geglänzt. Zudem fehlt dem früheren Lauterer Spielpraxis.

Lauten Forderungen erteilt der Rekonvaleszent deshalb auch eine Absage: “Ich möchte da eigentlich nicht viel zu sagen. Wir haben noch ein paar Tage bis zum Finale, bis dahin wird sich vielleicht noch etwas tun. Ich bin topfit, fühle mich gut. Es ist ja so, dass man als Spieler natürlich immer auflaufen möchte, aber ich bin weit davon entfernt, irgendwelche Ansprüche zu stellen.”

Ziegler, der nach der Partie in Bochum noch offen von “seinem Fehler” sprach, hat sich derweil zurückgezogen und lehnt alle Interview-Anfragen ab. Nicht die schlechteste Taktik, denn steht er am kommenden Sonntag zwischen den Pfosten, dürfte er auch sein Berlin-Ticket in der Tasche haben.

Autor: md

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