Als wäre die sportliche Talfahrt noch nicht schlimm genug. Jetzt machen auch noch Gerüchte um eine drohende Insolvenz der DJK TuS Hordel die Runde.

Hordel: Insolvenz ist (noch) kein Thema

"Das ist absoluter Schwachsinn"

tr
11. April 2008, 09:04 Uhr

Als wäre die sportliche Talfahrt noch nicht schlimm genug. Jetzt machen auch noch Gerüchte um eine drohende Insolvenz der DJK TuS Hordel die Runde. "Wir kämpfen dagegen", will Trainer Olaf May aber (noch) nichts von einem Finanz-K.o. wissen. "Wir müssen mit den Altlasten klarkommen, deshalb ist es ein Thema bei uns.

Aber unseren aktuellen Verpflichtungen können wir ohne Probleme nachkommen, doch die Schulden drücken gewaltig."

Das bestätigt auch der Sportliche Leiter Jürgen Wellmann, der als Vertrauter von Hauptsponsor Heinrich Müntefering genauen Einblick in die wirtschaftliche Situation des Clubs hat. "Es sind Darlehens-Verbindlichkeiten mit dem zweiten Sportplatz", detailliert Wellmann. "Das ist jedes Jahr eine enorme Belastung. Dadurch haben wir kaum Spielraum, auf dem Transfermarkt aktiv zu werden. Aber eine Insolvenz droht ja seit zehn Jahren."

Schmunzelnd fügt er an: "So etwas sagt man mal in einem Gefühlsausbruch, der aber nicht der Tatsache entspricht." Und auch May will die Lage nicht dramatisieren. "Wir müssen kurzfristig etwas auf die Beine stellen und arbeiten daran. Noch leben wir. Wir haben schon ein paar Leute, die uns aus der Patsche helfen wollen."

Doch eine Insolvenz zum jetzigen Zeitpunkt hätte keinerlei Auswirkungen auf den Spielbetrieb, da Hordel bereits als Absteiger feststeht. "Richtig", bestätigt Wellmann. "Aber damit befassen wir uns dennoch nicht. Wir können alle Gehälter pünktlich bezahlen und gehören damit zu den wenigen Teams, die das schaffen. Dass die goldenen Zeiten vorbei sind, ist doch schon lange klar. Aber das ist nicht nur bei uns so, sondern fast überall im Amateurbereich."

Und genau da setzt eine weitere Spekulation an, denn die Akteure sollen ihr Salär aus der Mannschaftskasse bekommen haben. "Das ist nicht richtig", wehrt sich Kassenprüfer May. "Ich zahle das Geld aus und immer pünktlich. Es kommt aber nicht aus der Mannschaftskasse. Das weiß ich, denn ich kontrolliere sie. Die Kohle ist komplett da. Aber da ist ja ohnehin nicht viel drin, vielleicht sind es 1.000 oder 1.500 Euro. Und davon können selbst wir die Leute nicht bezahlen." Und auch Wellmann verwaist diese Anschuldigung ins reich der Fabeln: "Das ist absoluter Schwachsinn."

Autor: tr

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