Als wäre die Regionalliga nicht schon spannend genug.

Lübeck: Ganze Liga verfolgt den Insolvenzfall

Verwalter spricht vom „Überleben“

cb
10. April 2008, 16:45 Uhr

Als wäre die Regionalliga nicht schon spannend genug.

Jetzt muss man bis zum Ende der Spielzeit auch noch ständig auf den taumelnden VfB Lübeck schauen. Dort reichte man am Mittwoch beim Amtsgericht Lübeck einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens ein. Dieser wurde akzeptiert, als Verwalter wurde Dr. Mark Zeuner bestellt.

Der Club, dem im laufenden Etat noch 380.000 Euro fehlen, hatte nach der Absage der Partie gegen Fortuna Düsseldorf aufgrund der fehlenden Einnahmen nach eigenen Aussagen nichts mehr auf dem Konto. Daher der Schritt zum Amtsgericht.

Aber wie geht es nun weiter? Zunächst wird sich Zeuner einen Überblick über die Situation verschaffen, die Gehälter aller Beteiligten werden für drei Monate (März – Mai) von der Agentur für Arbeit übernommen. Ein dicker Batzen (man spricht von über 80.000 Euro im Monat), der da weg fällt. Zudem wird es wichtig sein, mit den Gläubigern auf einen Nenner zu kommen. Noch denken an der Lohmühle alle positiv. Präsident Wolfgang Priest wird in den Lübecker Nachrichten zitiert: „Wir hoffen, die Saison zu Ende spielen zu können.“

Die Lübecker Partien würden nur dann aus der Wertung genommen, wenn das Insolvenzverfahren vor dem Ende der laufenden Spielzeit eröffnet wird. Und sicher ist, die ganze dritte Klasse drückt dem VfB und Zeuner die Daumen, damit der Club in der nächsten Saison in der vierten Liga eine Chance hat und eine eventuelle Wettbewerbsverzerrung gar nicht erst diskutiert werden muss. Speziell Wuppertal und Magdeburg würden in diesem Fall böse bestraft, Düsseldorf und Dresden wären die "Gewinner". Aber Zeuner macht, ebenfalls bei den Lübecker Nachrichten, Mut: „Ich kann aus Erfahrung sagen, dass der VfB überlebt.“

Autor: cb

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