RWO macht weiter Nägel mit Köpfen.

RWO: Weiterer "Eckpfeiler" wird angegangen

Kai Timm ist neuer Nachwuchskoordinator

Christian Brausch
10. April 2008, 12:31 Uhr

RWO macht weiter Nägel mit Köpfen.

Am heutigen Donnerstag stellte der Verein seinen neuen Jugendkoordinator Kai Timm vor. Der 40-Jährige wird seine Aufgabe offiziell am 1. Juli antreten. Bis dahin ist er noch als DFB-Stützpunktkoordinator für den FV Niederrhein aktiv (Betreuung und sportliche Leitung der 14 Stützpunkte, Führung von 42 Honorartrainern).
[infobox-left]Zur Person Kai Timm
Geboren ist er am 28. Oktober 1967. 1995 beendete er sein Sportwissenschaftsstudium mit dem Diplom an der Uni Bochum. Der Fußball-Lehrer (seit 2005) spielte von 1980 bis 1992 selber für RWO. 1995 arbeitete als Diplomsportlehrer im Rehazentrum Essen, 2001 folgte die Beschäftigung beim Sportpark Landwehr in Solingen. Seit 2002 ist Timm DFB-Stützpunktkoordinator beim FV Niederrhein.[/infobox]
Hartmut Gieske, Aufsichtsratsvorsitzender bei RWO, betont: Wir haben innerhalb unserer RWO-Strategie zwei Eckpfeiler ausgegeben. Auf der einen Seite den Sport, auf der anderen die mittelfristige wirtschaftliche Konsolidierung. Sportlich läuft es sehr gut, wirtschaftlich haben wir die Sache im Griff, wir können es steuern. Wenn wir unsere Strategie ernst nehmen, dürfen wir aber nicht nur auf die erste Mannschaft schauen. Auch unser Nachwuchs muss stärker werden. Daher haben wir das Arbeitspapier Jugend entworfen. Und jetzt brauchen wir einen, der das voll mitträgt und umsetzt."
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Und das wird Timm sein, der bereits 2007 die ersten Gespräche mit Jürgen Luginger, Sportlicher Leiter, und Thomas Dietz, Aufsichtsratsmitglied, geführt hat. Dietz erklärt: "Wenn unsere Jugend nach vorne kommen soll, müssen wir etwas tun. Und wir sind überzeugt, mit Kai Timm den richtigen Mann geholt zu haben. Unser Ziel ist es, die älteren Jugendmannschaften professioneller aufzustellen. Bei den jüngeren Teams soll die technische Ausbildung verbessert werden. Alles muss sachlich fundiert aufgestellt werden. Denn wir wollen mit den C, B, und A-Jugend möglichst bald in den höchsten deutschen Klassen vertreten sein."

Was im Umkehrschluss aber nicht heißt, dass die bisher ehrenamtlich tätigen Coaches alle gehen müssen. Luginger: "Wir setzen uns Montag zusammen. Kai soll die Leute dann führen und nicht entlassen. Es werden sicher auch neue Kräfte kommen, viele bleiben aber auch, keine Frage." Allerdings muss man sich etwas umstellen, denn von den Nachwuchstrainern wird erwartet, sich auch immer weiter bilden zu wollen. Schulungen wird es geben, Lizenzen sollen gemacht werden.

Obwohl Timm sich festlegt: "Eine höhere Lizenz heißt nicht gleich höhere Qualität. Wichtig sind auch persönliche und pädagogische Fähigkeiten. Man muss mit den Kindern umgehen können. Der bedeutendste Satz ist, Kindertraining ist kein Erwachsenentraining."
[imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/007/124-7423_preview.jpeg Von links: Hartmut Gieske, Hans-Günter Bruns, Jürgen Luginger, Kai Timm, Thomas Dietz, Ingo Plaßmeier.[/imgbox]
Und natürlich muss die ganze Geschichte auch bezahlt werden. Daher berichtet Ingo Plaßmeier, Mitglied des Wirtschaftsbeirates: Wir sehen uns als Plattform, als drittes Gremium im Verein. Auch gerne als Task Force. Wir versuchen Projekte anzuschieben, bei denen der Schuh drückt. Uns wurde das Jugendkonzept vorgestellt und wir waren sofort überzeugt. Aber diese professionellen Strukturen kosten Geld und das ist nicht in Hülle und Fülle vorhanden. Daher ist es nun unsere Aufgabe, die Pläne zu ermöglichen und das Geld aufzutreiben."

Details des Jugendkonzeptes werden am 17. April dem Aufsichtsrat präsentiert. Anschließend geht man damit an die Öffentlichkeit.

Autor: Christian Brausch

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