Wie beurteilt man den dritten Gewinn des Verbands-Cups – der Diebels-Niederrhein-Pokal – jetzt realistisch?

RWE: Über Strunz und eine „Domain“

Cup nur Momentaufnahme – knapp 120000 Euro klar

og
10. April 2008, 08:34 Uhr

Wie beurteilt man den dritten Gewinn des Verbands-Cups – der Diebels-Niederrhein-Pokal – jetzt realistisch?

Genau wie das sportliche Taumeln eine passende psychologische Gratwanderung. Positiv sind die im Paket vielleicht „ungefähr 120000 Euro“, wie Geschäftsführer
Nico Schäfer beziffert, die durch den Einzug in die erste Runde des DFB-Pokals fließen: Garantiesumme plus gedrittelter
Einnahme aus dem ersten Match. Die Winterpausen-Ablösesumme für den Pokaltorschützen Jo Joseph-Augustin war höher.

Der enorme tabellarische Abstand in der aktuellen Tabelle der Regionalliga Nord bleibt. Für Schäfer war die Emotion unter der Woche „skurril“, er gab zu, „in der Kabine“ Tränen gezeigt zu haben. Weil die Verzweiflung über die Situation einfach bleibt,
weil der Erfolg nur eine Momentaufnahme ist.

Parallel läuft weiter die Diskussion rund um das neue Stadion.
Zuletzt zeigte sich RWE-Boss Rolf Hempelmann wieder mächtig
optimistisch, auch das Umfeld – insbesondere die Stadt – zeigte sich initiativ. Prognose: Sollte Hempelmann nichts „im Köcher“ haben, müsste man ihn als völlig schmerzfrei bezeichnen.

Bekannt ist, dass die Thyssen-Krupp AG ihre Hauptverwaltung
von Düsseldorf zurück nach Essen verlegt. Neben dem neu entstehenden Berthold Beitz Boulevard gibt es eine große Baustelle in Altendorf. Claus Pepperhoff vom Corporate Press Office prognostiziert den Einzug “ungefähr für 2010”. Interessant ist in diesem Zusammenhang die im Internet zu findende „Domain“ www.thyssenkrupparena.com, die direkt mit dem Unternehmensauftritt im Netz verbunden ist (eigentliche Homepage ist www.thyssenkrupp.de).

Warum ist das so? „Wo steht das denn. Die ist mir völlig neu“, gibt sich Pepperhoff überrascht, der sich festlegt: „Wir bauen das neue Stadion nicht, wir werden mit RWE nichts zu tun haben.“ Wozu benötigt man eine solche Internetpräsenz? „Das verstehe ich auch nicht. Vielleicht Missbrauch.“

Interessant ist sicherlich auch die Wendung, dass über Gespräche von RWE mit Thomas Strunz berichtet wird, der ehemalige Sportliche Leiter des VfL Wolfsburg und vorherige Spielervermittler war gegen Union Berlin im Stadion. Der 41-fache Nationalspieler und fünffache Deutsche Meister holte damals Holger Fach nach Wolfsburg. Fach löste kürzlich seinen eigentlich bis zum 30. Juni 2009 geltenden Trainer-Kontrakt beim Zweitligisten Paderborn auf, hatte vor wenigen Wochen bereits nur noch ja zu RWE sagen müssen (RS berichtete).

Autor: og

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