Der seit Monaten ums wirtschaftliche Überleben kämpfende VfB Lübeck hat am heutigen Mittwoch einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens eingereicht.

Lübeck: Insolvenzantrag wurde eingereicht (Update)

Annullierung aller Partien droht

09. April 2008, 17:34 Uhr

Der seit Monaten ums wirtschaftliche Überleben kämpfende VfB Lübeck hat am heutigen Mittwoch einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens eingereicht.

Die Verbindlichkeiten des Vereins, der auf dem vorletzten Platz der Regionalliga steht, sollen rund vier Millionen Euro betragen. Anfang März hatte der Club als einziger Regionalligist auf eine Bewerbung für die neue Spielklasse, die 3. Liga, verzichtet. Für die laufende Spielzeit sollen etwa 400.000 Euro fehlen.

VfB-Präsident Wolfgang Piest bestätigte dem Sport-Informations-Dienst (sid) eine entsprechende Meldung der Lübecker Nachrichten. "Diese Information ist korrekt. Wir streben nun ein Insolvenzplanverfahren an, alle Entscheidungen liegen in der Hand des Insolvenzverwalters. Wir hoffen, die Saison regulär zu Ende zu spielen", sagte Piest. Um 13.30 Uhr war der Antrag eingereicht worden. Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Mark Zeuner aus der Hamburger Kanzlei Wülfing Zeuner Rechel bestimmt.

Sollte dem Insolvenzantrag von Seiten des Gerichts noch vor Saisonende zugestimmt werden, würden alle Spiele der Nordstaffel mit Lübecker Beteiligung mit sofortiger Wirkung annulliert. Damit wäre bei derzeitigem Stand Fortuna Düsseldorf statt Rot-Weiß Oberhausen Tabellenführer.

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