GW Kley ist vor dem Saison-Endspurt Tabellensechster der Dortmunder Kreisliga B 1. Nichts ungewöhnliches möchte man meinen. Für die Grün-Weißen aber schon: Denn nach Jahren des Abstiegskampfes erleben die Kleyer nun einen gemütlichen Frühling.

Dortmund: GW Kley erlebt eine "Rekordsaison"

Gegentor-Flut ist Vergangenheit

Felix Guth
08. April 2008, 15:42 Uhr

GW Kley ist vor dem Saison-Endspurt Tabellensechster der Dortmunder Kreisliga B 1. Nichts ungewöhnliches möchte man meinen. Für die Grün-Weißen aber schon: Denn nach Jahren des Abstiegskampfes erleben die Kleyer nun einen gemütlichen Frühling.

Und hegen die Hoffnung, dass langfristig für den kleinen Verein sogar mehr möglich ist als die B-Kreisliga. Irgendwie schaffte es der Club aus dem Westen der Stadt in den vergangenen Jahren immer wieder, dem Abstieg von der Schippe zu springen. Oft gelang dies erst wenige Spieltage vor Saisonende. „Aber jetzt gibt es die Chance, dass wir mal dauerhaft oben mitspielen können“, sagt der erste Vorsitzende Kai Urban. „Das Potenzial ist in jedem Fall da.“ Er liebäugelt sogar vorsichtig mit dem Aufstieg in den kommenden Jahren.

Die Mannschaft profitiert derzeit von einer radikalen Verjüngung. Dadurch, dass Grün-Weiß seine A-Jugend mit dem Ortsrivalen SuS Oespel-Kley zusammenlegte, ergaben sich neue Perspektiven für die erste Mannschaft. Die ist durch eine starke Rückserie frei von allen Sorgen und besonders auf fremden Plätzen gefürchtet. Fünf der neun Saisonsiege gelangen auswärts.

Auf Rekordkurs ist auch die Reserve in der Kreisliga C – als Tabellenletzter. Doch die bisher erreichten 13 Punkte sind ungewöhnlich viel für die Mannschaft, die 2006 schon einmal zum „Schlechtesten Kreisligisten in NRW“ ernannt wurde. Dies brachte Kleys „Zweiter“ einen „Bild“-Artikel und eine Partie gegen die Traditionsmannschaft des MSV Duisburg ein. In zwei Spielzeiten kassierte Kley II knapp 400 Gegentreffer. „Teilweise sind wir nur mit sieben oder acht Spielern angetreten“, sagt Urban.

Dies ist Vergangenheit, in Kley blickt man nach vorne. „Wir suchen immer Mitglieder“, sagt Urban, der fest entschlossen scheint, den Club im Dortmunder Westen zu einer verlässlichen Kreisliga-Größe zu machen.

Autor: Felix Guth

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