Rot-Weiss Essen gegen Fortuna Düsseldorf ist ein Match, das immer elektrisiert, egal in welcher Liga, egal in welchem Wettbewerb. Das Endspiel um den Diebels-Niederrheinpokal am heutigen Dienstag, 8. April (MSV-Arena), bildet keine Ausnahme von der Regel. Der Sieger ist für die Bühne DFB-Pokal qualifiziert.

RWE: Zweifacher Titelträger hat „RL-Match“ in den Knochen

Das Duell elektrisiert immer

og
08. April 2008, 09:22 Uhr

Rot-Weiss Essen gegen Fortuna Düsseldorf ist ein Match, das immer elektrisiert, egal in welcher Liga, egal in welchem Wettbewerb. Das Endspiel um den Diebels-Niederrheinpokal am heutigen Dienstag, 8. April (MSV-Arena), bildet keine Ausnahme von der Regel. Der Sieger ist für die Bühne DFB-Pokal qualifiziert.

Ein Anreiz, der groß genug sein sollte, alles auszupacken. Das heutige Regionalligaduell gegen Union Berlin (14 h, Georg Melches-Stadion) wird zeigen, ob RWE diesbezüglich noch etwas hat. Alleine das Pokal-Auflaufen ist mit einem garantierten Kontozufluss von satten 55000 Euro verbunden – plus dem Einnahmedrittel aus dem Erstrunden-Match auf DFB-Ebene.

Im Verlauf des aktuellen Wettbewerbs wurde bei Adler Osterfeld gewonnen (5:0), bei SF Baumberg (5:1), beim TUS Grevenbroich (4:1) auch. Nordrhein-Oberligist VfB Homberg wurde im Halbfinale gerade so mit 2:1 in die Knie gewürgt. Jetzt wartet der Liga-Rivale Fortuna. Ein mögliches Omen – abseits des heutigen Meisterschaftsknallers gegen Union – könnte der 12. Mai 2004 sein, als RWE auch gegen die NRW-Landeshauptstäter das Verbandspokal-Finale in der Krefelder Grotenburg mit 2:0 gewann. Auch 2002 holte man den „Pott“ durch ein 4:2 über den SV Straelen.

Für Michael Kulm, neuer Trainer der Essener, ist das natürlich eine Gratwanderung. Einerseits der nicht wegzudiskutierende finanzielle Aspekt der Cup-Bühne, andererseits die existenzielle Notwendigkeit, die Truppe für die neue dritte Liga zu qualifizieren. „Schwer genug“, umreißt der 42-Jährige, der am Freitag-Abend beim Heimspiel des WSV Borussia, RWEs nächster Ligagegner, als Beobachter vor Ort im Zoostadion weilte. „Ich warte unsere Begegnung gegen Union ab, danach kann ich mir ernsthafte Gedanken über das Pokalduell gegen die Fortuna machen.“ Wo der eigentliche Hauptkommissar bei der Bochumer Kriminalpolizei Recht hat, hat er Recht.

Die Frage bewegt, wie lautet die Aufstellung? „Unser Vorteil ist, dass wir danach in der Regionalliga Nord spielfrei sind, so dass sich die Jungs, die vielleicht zwei Spiele innerhalb kurzer Zeit absolvieren, genügend Zeit haben werden, sich davon zu erholen.“ Andererseits wird genau diese Pause den Club dazu verdonnern, hilflos zuzuschauen, wenn die Konkurrenz zockt und vielleicht Distanz aufbaut. Im Kasten könnte Sören Pirson stehen. „Ich gehe in mich“, will Kulm das noch nicht bestätigen, „gut für uns, wir haben zwei prima Keeper.“

Rückblick, neben 2002 und 2004 gibt es in der RWE-Geschichte noch zwei wichtig Daten: Am 14. Mai 1994 war RWE im DFB-Pokalendspiel, verlor gegen Werder Bremen. 1953 – welch ein Zeitsprung – holte RWE den Pott durch ein 2:1 gegen Alemannia Aachen. Markant: Das Finale fand am 1. Mai vor 40000 Zuschauern wo statt? Im Düsseldorfer Rheinstadion.

Autor: og

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