Eine Reaktion hatte WSV-Trainer Wolfgang Frank vor dem Match gegen Rot-Weiß Erfurt von seiner Mannschaft gefordert und musste zumindest insgeheim befürchten, dass diese nicht wie gewünscht ausfallen würde.

WSV: 3:0 (1:0) gegen Erfurt / Wunsch-Reaktion

Saglik halb überm Damm

07. April 2008, 12:45 Uhr

Eine Reaktion hatte WSV-Trainer Wolfgang Frank vor dem Match gegen Rot-Weiß Erfurt von seiner Mannschaft gefordert und musste zumindest insgeheim befürchten, dass diese nicht wie gewünscht ausfallen würde.

Die Zweifel sollten sich in Selbstgefallen auflösen: Mit einem 3:0 (1:0)-Sieg, den selbst Gäste-Coach Karsten Baumann „auch in dieser Höhe verdient“ fand, konnten die Bergischen vorläufig ihre Talfahrt stoppen.

Auch deshalb, weil sich die Mannschaft endlich wieder als solche präsentierte. „Das Match war von großem Druck geprägt. Man hat die ganze Woche über gespürt, dass einiges auf uns zukommt“, betonte Frank. Sein erleichterter Zusatz: „Ich habe den Jungs gesagt, sie sollen jeden Zweikampf aggressiv bestreiten und sich nicht aufs Spielerische verlassen. Daran haben sie sich gehalten.“

Das galt auch für Mahir Saglik, der sich nicht nur aufgrund seines Doppelpacks (14./68.) aus dem (internen) Kritik-Kreuzfeuer zurück in die Herzen der Fans schoss. „Ein Riesenkompliment an Mahir. Er hat zum ersten Mal, seit ich hier bin, mit richtiger Aggressivität agiert. Er hat sich zurückgenommen und ein Super-Match gezeigt“, lobte Frank den Goalgetter.

Der Angesprochene nutzte den Moment, um seinen Emotionen freien Lauf zu lassen. „Ich musste viel Kritik einstecken, das habe ich nicht verstanden“, betonte der Angreifer, um dann doch noch einzulenken: „Die letzten Wochen habe ich vielleicht etwas lustlos gewirkt. Aber das war nicht so, ich wollte immer meine Leistung bringen.“ Diesmal ist es ihm gelungen, ein Grund zum Zurücklehnen darf das aber nicht sein.

Schließlich steht bereits am kommenden Mittwoch (19.30 Uhr) das Nachholspiel gegen Eintracht Braunschweig auf dem Programm. Das wird zeigen, ob der WSV schon überm Damm ist. Und womöglich könnte Franks Satz über Saglik bei einem erneuten Erfolgs-Erlebnis doch noch für die gesamte Truppe gelten: „Wenn er noch ein klein bisschen lernt, wird er seinen Weg machen – vielleicht auch nach oben.“

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