Genau wie auch andere Spielerinnen gebannt dem Ereignis im Revier entgegenfiebern, machen das natürlich auch die Trainer. Talente geben sich die Klinke in die Hand, als Coach ist das ein Pflichttermin, schließlich ist das gelebte Zukunft, über die man alles wissen sollte.

U17-EM-Quali: Die gelebte Zukunft spielt vor

Voss: „Mädchen haben das verdient, sie tun viel dafür“

og
07. April 2008, 09:00 Uhr

Genau wie auch andere Spielerinnen gebannt dem Ereignis im Revier entgegenfiebern, machen das natürlich auch die Trainer. Talente geben sich die Klinke in die Hand, als Coach ist das ein Pflichttermin, schließlich ist das gelebte Zukunft, über die man alles wissen sollte.

„Diese U17 ist ein ganz starker Jahrgang“, legt sich Wattenscheids Bundesliga-Verantwortlicher André Birker fest, „vom Team haben mindestens Turid Knaak und Alex Popp eine vielversprechende Perspektive für die WM 2011 in Deutschland.“

Die Mädels müssen sich durchsetzen. „Das ist eine schwere Gruppe“, grübelt Birker, „aber es wird ein unglaubliches Erlebnis. So wie es immer sein muss, wenn man mit dem Adler auf der Brust irgendwo auftaucht.“ Sein Fazit: „Das ist doch riesige Motivation.“ Auch für den A-Lizenzinhaber: „Natürlich, wenn man als Trainer schon einmal eine Gelegenheit hat, eine so große Anzahl unglaublicher Talente gleichzeitig zu sehen.“

Knaak gehörte zu seiner Duisburger Zeit – als man zusammen 2007 Deutscher U17-Meister wurde – schon zu den Leistungsträgerinnen. „Heutzutage ist es doch so, wir als Team-Verantwortliche können immer nur die Türen aufmachen, durchgehen müssen die Mädchen selber.“ Knaak macht das!
Wer soll das besser beurteilen als Martina Voss, ihre Trainerin in Duisburg! „Ich kann mich noch eine meine Zeit erinnern, damals sollte für eine U19 gesichtet werden. Das geschah dann allerdings erst zehn Jahre später.“

Durchgesetzt hat sich Voss auch so, das erwartet sie auch von den Akteurinnen, die im Kader der U17 des DFB sind. „Das Niveau ist richtig hoch“, bescheinigt die 125-fache Ex-Nationalspielerin, „natürlich macht mir das unglaublichen Spaß“. Vor allen Dingen, wenn sie Vergleiche zieht: „Sicher waren wir damals auch richtig gut. Heute sind diese Mädels vielleicht athletischer, wir kamen damals eher von der Straße.“

Was Auswirkungen hatte: „Es ist so, dass wir dadurch zum Beispiel eine natürlichere Begabung hatten, zu fallen. Ich vermisse das heute, deshalb rate ich zum Beispiel auch dazu, zusätzlich Turnunterricht zu nehmen.“ Unlogisch ist eine Bewegungsvielfalt sicherlich nicht.

Vor allem der Teamgeist überzeugt Voss: „Ralf Peter hat als Trainer eine gute Philosophie.“ Und der Kader folgt. Voss: „Ich wünsche der Auswahl, dass sie das nächste Highlight auch schafft.“ Das wäre die anstehende WM in Neuseeland. Alles auch im medialen Fokus und vor gut besuchten Rängen. „Als wir damals spielten, kamen vielleicht 50 Zuschauer, wir konnten jedem die Hand geben“, erinnert sich Voss, Mutter einer Tochter. Welch ein Unterschied, wenn am Hallo in Essen und im Bottroper Jahnstadion einige tausend Anhänger da sind. Voss: „Die Mädchen haben das verdient, sie tun viel dafür.“

Das sieht auch Ralf Agolli, Trainer der SG Schönebeck nicht anders: „Es geht nur über die Jugend. Der Boom, den es aktuell gibt, muss weiter gefüttert werden.“ Dadurch, dass man als Verband, wie es der DFB aktuell forciert, solche Ereignisse gut aufzieht. Auch Agolli hat seine Kandidatinnen in der Verlosung: Inka Wesely und „Bella“

Linden. „Das sind doch glänzende Beispiele, die jedem nachwachsenden Talent zeigen, was man alles leisten kann.“ Und auch der 46-Jährige blickt nach vorne: „Wenn sie weiter so am Ball bleiben, werden sie sich weiter belohnen. Ich sehe große Chancen, dass beide für die WM 2011 in Deutschland auch eine Rolle spielen werden.“ Wie Knaak in Duisburg spielen sich auch Linden und Wesely in Schönebeck in den Vordergrund.

Autor: og

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