13 Punkte aus den letzten fünf Bundesliga-Begegnungen haben den FC Schalke am 27. Spieltag auf Platz zwei katapultiert.

Schalke: Nach 1:0 gegen Rostock auf Platz zwei!

Einsatzgarantie für Kuranyi

Heiko Buschmann/Stefan Bunse
07. April 2008, 00:56 Uhr

13 Punkte aus den letzten fünf Bundesliga-Begegnungen haben den FC Schalke am 27. Spieltag auf Platz zwei katapultiert.

Während die Königsblauen ihre Pflichtaufgabe im so genannten „Sandwich-Spiel“ gegen Hansa Rostock mit mehr Mühe als Not und einem 1:0 erledigten, gab der Hamburger SV den durchaus begehrten Rang hinter dem künftigen Meister frei. „Ich habe von Anfang an gesagt, so ein großer Club wie Schalke gehört auf einen Champions-League-Platz“, sah sich Jermaine Jones bestätigt.[box_rsprint]

Wenn heute die Saison beendet würde, wäre Schalke wieder da, wo man auch im nächsten Jahr hin will: In der europäischen Königsklasse mit Duellen gegen die besten Mannschaften der Welt. „Natürlich freuen wir uns darüber, dass wir nun auf Platz zwei stehen. Aber vor uns liegen noch sechs intensive Wochen und zunächst am Mittwoch das Rückspiel in Barcelona“, zog Mirko Slomka nach besonders für ihn turbulenten Wochen ein zufriedenstellendes Zwischenfazit, ehe es auf die Zielgeraden der Serie mit direkten Vergleichen mitWerder Bremen und den Hamburger SV geht.

Und so könnte die nächste Woche für den FC Schalke einmal mehr eine richtungsweisende werden. Nach dem 0:1 vom vergangenen Dienstag besteht zwar in Barcelona nur noch eine geringe Chance auf das Erreichen des Halbfinals, doch Jones hält das Wunder von Camp Nou nicht für unmöglich. „Es gibt nichts Geileres als gegen solche Mannschaften wie Barcelona zu spielen. Da triffst du auf die besten Fußballer, die es gibt“, gerät Jones regelrecht ins Schwärmen, wenn er an den Champions-League-Sieger von 2006 denkt. Vor Ehrfurcht zu Boden knien will er aber auch nicht. „Mal gucken, was dort möglich ist. Schließlich hat man uns auch schon gegen Porto abgeschrieben“, betont Schalkes Marathon-Mann.

In Barcelona darf sich Kevin Kuranyi rehabilitieren, der gegen Rostock zum ersten Mal seit zwei Jahren nicht aus Verletzungsgründen von Anfang an mitmischen durfte. Es war 2006 das Hinspiel im UEFA-Cup-Halbfinale gegen den FC Sevilla, als Slomka seinen Lieblingsstürmer auf der Bank schmoren ließ. Gestern reagierte der S04-Coach erneut auf die anhaltende Formschwäche Kuranyis und gab unter anderem Sören Larsen eine Chance sich zu zeigen. „Kevin hatte in der letzten Zeit einen Hänger. Ich denke daher, dass ihm diese Pause gut getan hat und er am Mittwoch in Barcelona mit Macht zurückkommen wird“, versprach der 40-Jährige dem kriselnden Angreifer schon vor dem Anpfiff gegen Hansa einen Einsatz in Barcelona. „In einem großen Spiel wie gegen Barca ist Kevin, der ein großer Spieler ist, mit Sicherheit dabei“, kündigte Slomka an.

Vielleicht hat er ja auf Stefan Effenberg gehört, der in seiner unendlichen Weisheit eine Art Freibrief für Kuranyi gefordert hatte. Gestern war das großzügige Angebot an Sören Larsen, sich mal von Beginn an zu zeigen, nach knapp einer Stunde Geschichte. Kuranyi zeigte zwar gleich, warum er zuvor draußen gesessen hat, doch Slomka sah das anders. „Kevin war sofort da. Zwei von drei Chancen waren gut herausgearbeitet und auch klasse gehalten“, fand der Fußballlehrer mal wieder warmeWorte für Kuranyis Versagen. „Ich nehme ihn nicht in Schutz, sondern lobe ihn dafür, dass er sich gut bewegt hat.“

Konkurrenzkampf sieht zwar anders aus, aber manche Spieler genießen halt einen Sonderstatus. Dass er zur EM mitfahren darf, hat Joachim Löw schon so gut wie sicher vorausgesagt. Da ist er wie Slomkas Bruder im Geiste.

Autor: Heiko Buschmann/Stefan Bunse

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