Der THW Kiel hat mit einer Galavorstellung gegen den spanischen Erzrivalen FC Barcelona das Tor zum Finale der Handball-Champions-League weit aufgestoßen. Im Hinspiel der Vorschlussrunde besiegte der Titelverteidiger die Katalanen in eigener Halle auch in der Höhe verdient mit 41:31 (20:15) und verschaffte sich damit eine optimale Ausgangsposition für das Rückspiel am kommenden Sonntag (16.45 Uhr) in Barcelona.

Handball: THW Kiel deklassiert Barcelona

Überragende Leistung beim 41:31

sid
06. April 2008, 18:36 Uhr

Der THW Kiel hat mit einer Galavorstellung gegen den spanischen Erzrivalen FC Barcelona das Tor zum Finale der Handball-Champions-League weit aufgestoßen. Im Hinspiel der Vorschlussrunde besiegte der Titelverteidiger die Katalanen in eigener Halle auch in der Höhe verdient mit 41:31 (20:15) und verschaffte sich damit eine optimale Ausgangsposition für das Rückspiel am kommenden Sonntag (16.45 Uhr) in Barcelona.

In den drei bisherigen Duellen beider Klubs in der "Königsklasse" hatte der THW stets den Kürzeren gezogen.

Mit einer überragenden Leistung im Rückraum legten die Gastgeber vor 10.250 Zuschauern in ausverkaufter Halle den Grundstein für ihren Erfolg. Vor allem der tschechische Nationalspieler Filip Jicha war von der Abwehr der Gäste nicht zu stoppen und ragte mit neun Treffern als erfolgreichster Werfer heraus. Im ersten Durchgang überzeugte zudem Nikola Karabatic als sechsfacher Torschütze, bis er wegen einer leichten Verletzung nach der Pause zum Zusehen gezwungen wurde. Daneben erwies sich Torwart Thierry Omeyer einmal mehr als sicherer Rückhalt seiner Mannschaft und entschärfte gleich zwei Dutzend Würfe der Spanier.

In der gesamten Partie mussten die Kieler nur beim 0:1 in der ersten Spielminute kurzzeitig einen Rückstand hinnehmen. Danach dominierten die Norddeutschen das Spiel gegen den siebenmaligen Champions-League-Sieger fast nach Belieben und bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Spätestens ab Mitte der zweiten Spielhälfte wirkte "Barca" völlig konsterniert und hatte dem Angriffsfluss des THW nichts mehr entgegen zu setzen.

Der HSV Hamburg hat im ersten Halbfinal-Hinspiel ihrer Vereinsgeschichte in der Handball-Champions-League eine klare Niederlage beim spanischen Meister BM Ciudad Real hinnehmen müssen. Die Norddeutschen stehen nach dem 27:34 (14:18) vor dem Rückspiel am Freitag (19.15 Uhr) mit dem Rücken zur Wand.

Für Ciudad Real war es bereits der fünfte Sieg im fünften Europacup-Vergleich dieser Saison gegen eine deutsche Mannschaft. Zuvor hatte der Titelfavorit bereits in der Vorrunde zweimal gegen die SG Flensburg-Handewitt und in der Hauptrunde zweimal gegen den VfL Gummersbach gewonnen.

Gegen das spanische Star-Ensemble um Weltklasse-Kreisläufer Rolando Urios hielt der Tabellendritte der Bundesliga bis zum 12:13 ausgesprochen gut mit, ehe sich die Iberer vor der Pause leicht absetzten. Hamburg, das im Vorjahr den Europapokal der Pokalsieger gewonnen hatte, nimmt erstmals an der Champions League teil.

Autor: sid

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