Gewittergrollen, Regenschauer – es gab wahrlich ein Donnerwetter rund um das Stadion Rote Erde. Nur ein Ort blieb von dem Unheil verschont: die Dortmunder Kabine.

A-Jugend: BVB - Schalke 1:4 / Grollen und Silberstreif

"Meisterschaft kein Thema mehr"

gri
06. April 2008, 18:16 Uhr

Gewittergrollen, Regenschauer – es gab wahrlich ein Donnerwetter rund um das Stadion Rote Erde. Nur ein Ort blieb von dem Unheil verschont: die Dortmunder Kabine. "Ich kann meinen Jungs keinen Vorwurf machen, weil sie durchgehend gekämpft haben", befand BVB-Trainer Peter Hyballa nach der 1:4 (0:0)-Niederlage gegen Schalke.

Die schmerzte trotzdem. Nicht nur, weil Derby-Pleiten immer weh tun, sondern auch, weil sich die Borussen vorzeitig aus dem Titel-Rennen verabschiedet haben dürften. "Die Meisterschaft ist kein Thema mehr für uns", stellte Hyballa fest, um sich doch noch ein kleines Hintertürchen offen zu lassen: "Natürlich schauen wir weiterhin, was die anderen Hammerwerfer-Truppen machen."

Zu denen zählen neben Köln und Leverkusen auch die "Königsblauen", die ihre eindrucksvolle Erfolgs-Bilanz mit dem elften Sieg im zwölften Match ausbauten. "Es macht einfach Spaß, die Entwicklung der Truppe zu sehen", erklärte S04-Coach Norbert Elgert, dessen Team durch einen Doppelschlag von Dominique Wassi (48.) und Timo Brauer (49.) auf die Siegerstraße gelangte. "Das war auch psychologisch ganz wichtig", fand Elgert, der trotz des 3:0 durch Christian Melchner (71.) kurzfristig bangen musste. Nachdem Marcus Piossek den Abstand auf zwei Treffer verkürzte (84.), "haben wir uns schon Gedanken gemacht. Wenn die noch einen nachgelegt hätten, hätte die Nachspielzeit richtig lang werden können."

Das wurde sie nicht, weil Cedric Vennemann mit dem 4:1 (88.) auch die letzten Zweifel beseitigte. "Das Ergebnis ist viel zu hoch ausgefallen, aber die Niederlage geht in Ordnung. Wir haben eben nicht jemanden wie Levan Kenia, der ein Spiel ganz allein entscheiden kann", befand Hyballa. Der musste sich nach dem Halbfinal-Aus im DFB-Pokal nun von den letzten Hoffnungen auf einen Titel verabschieden. "Wenn man eine Trophäe vor Augen hat, ist es immer leichter", bemerkte der Fußball-Lehrer, für dessen Team die Saison schon sechs Partien vor Schluss gelaufen ist.

Ganz anders die Stimmungslage bei den Schalkern. Die wollen zwar offiziell gar nicht unbedingt Erster werden, würden sich aber keineswegs sträuben. "Wir sind immer noch ganz weit weg von Köln", geht Elgert davon aus, dass der Vier-Punkte-Rückstand auf die Spitze weiter Bestand haben wird. Doch den Silberstreif am Horizont könnten seine Schützlinge auf der Rückfahrt nach Gelsenkirchen auch anders gedeutet haben...

Autor: gri

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