Ein riesiges Ereignis wirft seine durchaus beeindruckenden Schatten voraus. Die zweite Qualifikations-Runde für die U17-Europameisterschaft der Frauen zeigt im Revier seine attraktive Flagge. Das Jahnstadion in Bottrop und die Essener Sportanlage am Stoppenberger Hallo sind von Donnerstag, 10. April, bis Dienstag, 15. April, die sicherlich richtig gut besuchten Tatorte für das Miniturnier der EM-Qualifikationsgruppe drei.

Essen und Bottrop sehen Vorgeschmack auf WM 2011

U17-EM-Quali zu Gast im Revier

06. April 2008, 18:10 Uhr

Ein riesiges Ereignis wirft seine durchaus beeindruckenden Schatten voraus. Die zweite Qualifikations-Runde für die U17-Europameisterschaft der Frauen zeigt im Revier seine attraktive Flagge. Das Jahnstadion in Bottrop und die Essener Sportanlage am Stoppenberger Hallo sind von Donnerstag, 10. April, bis Dienstag, 15. April, die sicherlich richtig gut besuchten Tatorte für das Miniturnier der EM-Qualifikationsgruppe drei.

Von diesen Turnieren gab es noch drei weitere. Jede Gruppe ist und war höchst prickelnd und elektrisierend, nur die Besten des jeweilig konkurrierenden Quartetts qualifizieren sich für die erstmalig ausgetragene UEFA-Endrunde, die dann vom 18. bis 24. Mai in Nyon (Schweiz, Colovray-Stadion) ausgetragen wird. Die weiteren Teams: Frankreich, Schottland, Norwegen, Irland, Finnland, Island, Russland, Dänemark, England, Niederlande, Belgien, Tschechische Republik. Drei Startplätze sind durch die Sieger England (Gruppe 1), Frankreich (Gruppe 2), Dänemark (Gruppe 4) bereits vergeben. Deutschland will jetzt nachziehen.

Als hiesiger Veranstalter und Einlader fungiert der DFB, die lokale Organisation übernehmen die SG Schönebeck, der VfB Bottrop, die beiden Städte sowie der Fußballverband Niederrhein. Das Gesamtruder hat Andreas Kuhn vor Ort in der Hand, scheidender Sportlicher Leiter der SGS. „Meine Erfahrung bei der WM 2006 ist mir bestimmt nicht hinderlich“, freut sich Kuhn.
Im Pott gastiert die Gruppe drei: Deutschland, Schweden, Schweiz und Polen treffen aufeinander. Die verbliebenen 16 Teams haben sich aus der ersten Qualifikationsphase mit 40 Mannschaften im September 2007 herauskristallisiert. Deutschland, erfolgreich betreut von Coach Ralf Peter, setzte sich gegen Israel (8:0), Bulgarien (10:0) und Norwegen (6:1) durch.

Kuhn blickt zurück: „Wir haben uns gesagt, warum sollen wir nicht dieses große Projekt angehen?“ Kuhn weiter: „Das ist der Beweis, dass der Frauenfußball im Revier gelebt wird.“ Angestrebt werden in den Matches immer zwischen 1500 und 2500 Zuschauer. Alleine Partner Karstadt orderte im Vorfeld 4000 Tickets, mit denen Mädchenmannschaften des FVN eingeladen wurden. Kuhn: „Das wird doch eine riesige Geschichte.“ Mit vielen leuchtenden Augen nicht nur bei den jungen Kickerinnen. Kuhn: „Schon die Kulisse wird für die Mädels gigantisch.“

Ein wesentlicher Zusammenschluss von Verband, Wirtschaft und Politik. Nicht nur für das U17-Event, sondern eben auch für die WM 2011 sowie natürlich auch für 2010. Das Exekutivkomitee der FIFA lässt Deutschland bekanntlich auch die U20-WM austragen.
Dazu der Ansporn: Die ersten vier der EM qualifizieren sich für die erstmals ausgetragene FIFA-U17-Weltmeisterschaft für Frauen (28. Oktober bis zum 16. November in Neuseeland). Dorthin will natürlich das aktuelle Revier-Quintett Inka Wesely, „Bella“ Linden (beide SG Schönebeck), Turid Knaak, Julia Debitzki (beide FCR Duisburg) und Alexandra Popp (FFC Recklinghausen). Vorher hatte Europa nur drei Startplätze beim globalen Ereignis, jetzt wurde ein afrikanisches Ticket zusätzlich an Europa vergeben.

Um so hochwertiger ist nun das Turnier im Revier. Kuhn: „Das soll für alle beteiligten Mannschaften und die Fans eine riesige Party werden.“ Und ein Vorgeschmack auf die Frauen WM 2011, bei der sicherlich so einige aktuelle U17-Talente auflaufen werden.

Die Delegationen wohnen alle im Gladbecker Hotel „Van der Valk“ am Schlosspark Wittringen. Kuhn: „Jede Delegation umfasst 30 bis 50 Personen.“ Er bekräftigt noch einmal: „Wenn man so ein Ereignis im Ruhrgebiet nicht super präsentieren kann, wo denn dann? Wenn man mit Menschen spricht, merkt man, wie sie sich dafür elektrisieren.“ Das gilt auch für die Metropole Essen: „Was klingt besser, als die Kulturhauptstadt 2010 mit ins Boot zu nehmen“, nickt Kuhn. Ein Rahmenprogramm für die teilnehmenden Mannschaften entsteht natürlich auch.

Eintrittskarten erhält man an den Tageskassen.

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