Derbyzeit in der Landesliga 3. Sowohl in Dortmund, wo die Mengeder Spitzenreiter Aplerbeck empfangen und die beiden Evinger Teams aufeinandertreffen, als auch in Wattenscheid, wo Südfeldmark und Leithe die Stiefel kreuzen, gelten heute besondere Fußballgesetze.

Landesliga 3: Derby-Wochenende

"Lassen uns Laune nicht verderben"

kub
05. April 2008, 21:51 Uhr

Derbyzeit in der Landesliga 3. Sowohl in Dortmund, wo die Mengeder Spitzenreiter Aplerbeck empfangen und die beiden Evinger Teams aufeinandertreffen, als auch in Wattenscheid, wo Südfeldmark und Leithe die Stiefel kreuzen, gelten heute besondere Fußballgesetze.

SSV Südfeldmark – RW Leithe
Nach zwei Siegen gegen Teams aus dem oberen Drittel will Südfeldmarks sportliche Leitung auf keinen Fall, dass die SSV-Kicker die Leither unterschätzen. „Wir sind vorgewarnt“, so Trainer Kai Dworecki, „wir hatten schon im Hinspiel Probleme und ein Remis gegen Hombruch ist auch eine gute Leistung der Rot-Weißen.“
Die haben natürlich nichts zu verlieren und können ganz locker in dieses Derby gehen, zumal die kämpferische Leistung gegen Hombruch endlich wieder einmal nach dem Geschmack von Trainer Jörg Fey war.

Phönix Eving – TuS Eving
Gerade rechtzeitig vor den Spielen gegen die Top-Teams hat Phönix wieder einen Sieg erringen und Selbstvertrauen tanken können. „Der Erfolg war wichtig“, sagt denn auch Trainer Andy Müller. Gegen den TuS kann er endlich wieder Abwehrchef Sven Schlüchtermann aufbieten, was der Defensive die nötige Stabilität verleihen soll. „Unsere Stürmer sind immer für ein Tor gut, daher gilt die Konzentration der Null hinten“, sieht er realistische Chancen für seine Elf.
Einen kampfstarken Gegner, der den Tabellenzweiten unbedingt ärgern will, erwartet sein Gegenüber Karsten Gowik. „Aber wir wollen diesen Rang verteidigen und daher müssen wir den Kampf annehmen.“ Schon im Hinspiel habe Phönix gezeigt, zu welch gutem Spiel sie fähig sind, sieht Gowik sein Team gewarnt.

Mengede 08/20 – Aplerbecker SC
Als letztes großes Highlight der laufenden Saison im Volksgarten bezeichnet Mengede-Trainer Mario Plechaty das Spiel gegen den ASC. „Da wollen wir unseren Zuschauern was bieten und beweisen, dass wir gegen die Mannschaften von oben mithalten können“, gibt er sich angriffslustig.
Diese Taktik nimmt ASC-Coach Hannes Wolf gelassen zur Kenntnis, weiß er sich doch auf seine Elf seit zwei Spielen wieder zu verlassen. Zudem ist er durch den Sieg der Mengeder gegen Eving gewarnt. „Wir müssen uns mehr wehren als der TuS.“

Hombrucher SV – SV Sodingen
„Es geht weiter, wir lassen uns die gute Laune nicht verderben“, gibt sich HSV-Trainer Samir Habibovic trotzig. Das Spiel in Leithe müssten seine Spieler abhaken. Denn gegen den SVS haben sie „noch ein Hühnchen zu rupfen“. Zwei Rote Karten und ein Last-Minute-Gegentor sind noch immer in Erinnerung.
Etwas Ruhe ist in Herne eingekehrt. Doch Trainer Vehibja Hodzic möchte gern zeigen, dass seine Sodinger auch gegen die guten Mannschaften mitspielen können.

Erler SV – VfB Günnigfeld
„Es kann nur besser werden“, ist sich Erles Trainer Eduard Demps sicher, nicht noch einmal ein derartig „kollektives Versagen wie gegen Werne“ zu erleben. Das nächste Endspiel stehe an und daher gelte es, Wiedergutmachung zu betreiben, egal wer der Gegner sei.
Mit großen Sorgen reisen die Günnigfelder nach Erle. „Der Ette muss da was zaubern“, befürchtet Marco Ostermann, Sportlicher Leiter des VfB, dass selbst Trainer Sascha Etterich die Personalmisere nur schwer auszugleichen vermag.

Eintracht Gelsenkirchen – TuS Heven
Nach dem Punkt in Eving, fände es Frank Conradi wichtig, dass sein Team nachlegen könnte. „Das wird aber nicht einfach, denn Heven ist eine schwer auszurechnende Mannschaft.“ Für den TuS gehe es um nichts mehr, so sie ohne Druck spielen könnten. „Von daher denke ich, dass die Partie völlig offen sein wird.“
Nachdem die Hevener gegen das obere Tabellendrittel gespielt haben, weiß Trainer Özgür Gökce, dass seine Kicker als Favorit in die nächsten Spiele gehen. Vor der SGE warnt er aber: „Von den kommenden drei Begegnungen wird das sicherlich die Schwerste.“

TuS Wengern – WSV Bochum
Nach dem tollen Start in das Jahr 2008 will Murat Esbe gegen Werne auf alle Fälle vermeiden, wieder auf einen absteigenden Ast zu kommen. „Wir dürfen nicht verlieren.“ Er erwartet eine Werner Mannschaft, die „bis zum Geht-nicht-mehr fighten wird“, und da dürfe man sich nicht den Schneid abkaufen lassen.
Die Bochumer wollen dagegen ihren Aufwärtstrend bestätigen und aus dem einen Punkt Rückstand zum rettenden Ufer einen Vorsprung zum ersten Abstiegsplatz machen.

VfB Habinghorst – Teutonia Waltrop
Fünf sieglose Begegnungen bedeuten für den VfB einen Abstiegsplatz. Insofern steht Dieter Beleijews Truppe mit dem Rücken zur Wand und muss mit vollem Engagement gegen die Waltroper Teutonen punkten.
Die sind allerdings doppelt motiviert heute. „Im Hinspiel haben wir völlig unverdient verloren“, erinnert sich Coach Heiko Sulzbacher. Zudem müsse sein Team nach der Niederlage gegen Südfeldmark wieder die richtige Einstellung zeigen und den Kampf gegen einen Gegner von unten annehmen. „Sonst holen wir auch in Castrop nichts.“

Autor: kub

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